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Umstellung sorgt für Unverständnis

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Die Sparkassen-Filiale in Wißmar wird künftig nur noch ein SB-Standort sein. Für die persönliche Beratung müssen Kunden nach Krofdorf-Gleiberg fahren. Foto: Hundertmark © Hundertmark

Wettenberg (lth). Die Öffnungszeiten der Sparkassen Filiale in Wißmar waren ohnehin nicht besonders kundenfreundlich. Als Arbeitnehmer hatte man kaum die Möglichkeit, in einem Beratungsgespräch etwas vor Ort zu klären. Denn besetzt war die Filiale in der Langgasse dienstags von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 9 bis 12 Uhr. Doch in Zukunft müssen die Wißmarer für eine persönliche Beratung ins Beratungs-Center nach Krofdorf-Gleiberg fahren.

Die Wißmarer Filiale wird ab 11. Juli ausschließlich in einen Selbstbedienungs-Standort umgewandelt, wie die Sparkasse Wetzlar, zu der die Filiale in Wißmar gehört, bestätigt.

»In der SB-Filiale in Wißmar stehen weiterhin ein Geldautomat mit Einzahl- und Auszahlfunktion und ein SB-Terminal zur Verfügung, das unter anderem für Kontoauszüge, Überweisungen und Dauerauftragsänderungen genutzt werden kann«, gibt die Abteilungsleiterin für Kommunikation bei der Sparkasse in Wetzlar, Regina Keller auf Nachfrage bekannt. In den vergangenen Jahren wurde die Filiale laut Keller immer weniger von Kunden benutzt und der persönliche Service kaum noch in Anspruch genommen, weshalb nun die Umstellung auf eine reine SB-Filiale erfolgt. »Insbesondere Serviceanliegen beauftragen unsere Kunden heute eher digital«, erklärt die Abteilungsleiterin für Kommunikation der Sparkasse Wetzlar. In der Filiale in Krofdrof-Gleiberg an der Hauptstraße haben Kunden im Beratungs-Center weiterhin die Möglichkeit, ihre persönlichen Anliegen mit einem Mitarbeiter zu klären. Ohnehin hätten bereits in der Vergangenheit dort überwiegend die persönlichen Beratungen stattgefunden, sagt Keller.

Die Mitarbeiter, die noch in der kommenden Woche für Beratungen in Wißmar zur Verfügung stehen, werden künftig im Beratungs-Center in Krofdorf und in Rodheim-Bieber tätig sein.

Wettenbergs Bürgermeister Marc Nees, der selbst in Wißmar lebt, sieht darin selbstverständlich einen großen Verlust sowie einen Einschnitt in die Daseinsvorsorge vor allem für die ältere Generation im Ort. »Ich habe schon von einigen Altkunden der Sparkasse Wetzlar, die in Wißmar leben, zugerufen bekommen, dass sie aufgrund der Umstellung nachdenken, zur Konkurrenz zu wechseln«, merkt Nees an. Allgemein müsse man die Umstellung aber auch aus Sicht der Sparkasse sehen, die so Kosten einsparen will. Den Schritt der Umstellung habe die Sparkasse ihren Kunden vor Ort bereits lange im Voraus angekündigt. Diesbezüglich könne man ihnen nichts vorwerfen. »Das ist ordentlich verlaufen, dennoch sorgt es bei einigen Kunden für Unverständnis«, so der Rathauschef.

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