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Wie soll neuer »Pfiffikus« aussehen?

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In unmittelbarer Nähe zur Grundschule soll die Kita »Piffikus« auf dem Festplatz in Wißmar gebaut werden. Archivfoto: Hundertmark © Red

Der Sozial- und Bauausschuss diskutierte über den Kita-Neubau am Wißmarer Festplatz.

Wettenberg (lth). Mit dem Neubau der Kindertagesstätte »Pfiffikus« am Wißmarer Festplatz beschäftigten sich am Dienstagabend in der gemeinsamen Sitzung der Ausschuss für Soziales sowie der Ausschuss für Infrastruktur, Gemeindeentwicklung, Bauen, Planen und Verkehr. Raumkonzept, Architektenwettbewerb oder -vergabeverfahren und eine erste Form der Virtualisierung des Neubaus: Über all diese Themen diskutierten die Ausschussmitglieder zusammen mit Bürgermeister Marc Nees, dem Ersten Beigeordneten Ralf Volgmann sowie mit der Familien- und Demografiebeauftragten der Gemeinde Wettenberg Tanja Meyer.

Diese präsentierte zunächst die Ergebnisse, die in einem gemeinsamen Workshop im November zusammen mit Kita-Mitarbeitern, Eltern sowie Gemeindevertretern erarbeitet wurden. Die Gruppengröße soll demnach sechs Gruppen umfassen, wobei zwei davon für Kinder unter drei Jahren gedacht sind. Insgesamt komme man so auf eine Gesamtgröße von in etwa 3000 Quadratmetern (Kita plus Außengelände). Beim Raumkonzept waren Schwerpunkte wie zum Beispiel Integrationsmaßnahmen, die der »Pfiffikus« bereits seit Jahren umsetzt, impliziert. Wünsche seitens der Erzieherinnen und Eltern bezüglich der Kita-Gestaltung waren unter anderem ein großer offener Flur sowie eine große Küche. Kai Mandler vom Fachbereich Bauen und Planen fertigte zudem eine Übersicht über die möglichen Grundstücke, auf denen die Kita sowie das Außengelände entstehen könne, an. Optional waren zudem noch zwei angrenzende Grundstücke, die sich allerdings nicht in gemeindlicher Hand befinden, angegeben.

Ob der Kita-Bau nun in einem Architektenwettbewerb oder einem einfachen Architektenvergabeverfahren vergeben wird, darüber waren die Mitglieder beider Ausschüsse unterschiedlicher Meinung. Für Sven Hofmann (SPD) liege der Unterschied zwischen den beiden Verfahren vor allem in Punkto Zeit und Kosten. »Bei einem Wettbewerb braucht man ungefähr ein halbes Jahr mehr, weil viele noch vorbereitende Tätigkeiten getroffen werden müssen. Ähnlich wie beim Wiesenhaus«, so Hofmann. Mit konkreten Vorstellungen, die unter anderem im Workshop erarbeitet wurden, könne man auch direkt an einen Architekten vergeben. Für den Wettbewerb warben sowohl Tanja Meyer als auch Anuschka Gerlach (CDU). Mit einem Architektenwettbewerb habe man in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht, so die Christdemokratin und auch Meyer fügte hinzu: »Der Bedarf an Betreuungsplätzen ist natürlich hoch und der Kita-Bau sollte sich nicht in die Länge ziehen, dennoch geht hierbei Qualität vor Quantität.«

Als »Filetbereich von Wißmar«, bezeichnete Dr. Ulrich Ellinghaus (SPD) die beiden Grundstücke, die zwar an das mögliche Kitagelände angrenzen, sich jedoch nicht in gemeindlicher Hand befinden. Dabei handelt es sich um ein Grundstück mit etwa 1000 Quadratmetern und eins mit etwa 4000 Quadratmetern. Bei diesen Grundstücken überlege man, sie zu erwerben, erklärte der Erste Beigeordnete Ralf Volgmann. Sie sollen im Falle eines Erwerbes allerdings nicht für das gesamte Kitagelände des »Piffikus« genutzt werden, sondern »hier kann man überlegen, wie der Platz sonst genutzt werden kann. Eventuell auch als Wohnbebauung zur Straße hin«, so Volgmann.

Da Neu-Bürgermeister Marc Nees wisse, dass die Eigentümer durchaus für ein Verkaufsgespräch bereit wären, schlug er vor, ein solches zeitnah zu führen. Zudem schlug er vor, für die Grundstücke eine Form der Visualisierung zu schaffen, damit sich jeder den Gesamtbereich besser vorstellen könne. »Da reicht schon eine einfache Skizze, die nicht mit großen Kosten verbunden ist, aus. Danach hat man eine Richtung, in der man weiter denken kann«, so Nees. Bernd Schlierbach (Freie Wähler) schlug dazu vor, das Bauamt mit der Anfertigung einer solchen Visualisierung zu beauftragen. »So spart man Kosten.«

Gemeinsame Beschlussvorlage

Nach fast einstündiger Diskussion schlug Hans-Peter Steckbauer (SPD) vor, eine Beschlussvorlage über einzelne Punkte zu verfassen, und diese auf die Tagesordnung der kommenden Gemeindevertretersitzung zu nehmen. So bleibe es im Geschäftsgang und offene Fragen können geklärt werden. Diesen Vorschlag begrüßten sowohl die Vorsitzende des Sozialausschusses Heide Simmonis wie auch Dr. Ulrich Ellinghaus, der als stellvertretender Vorsitzender des Bauauschusses an diesem Abend die Sitzung leitete.

So wurden am Ende der Beschlussvorschlag für die Gemeindevertretung einstimmig aus beiden Ausschüssen beschlossen. Die Ausschüsse empfehlen der Gemeindevertretung, dem Raumkonzept zuzustimmen, desweiteren, dass der Bürgermeister in Verhandlungen mit den angrenzenden Flurstücken, die nicht in gemeindlicher Hand sind, geht und das Bauamt eine Visualisierungsskizze auf der Basis des Raumkonzeptes ausarbeitet.

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