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Novavax-Impfstoff eignet sich „besser als Vektorimpfstoffe“ zum Boostern

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Von: Lisa Klein

Der in der EU neu zugelassene Corona-Vakzin von Novavax eignet sich laut einem Experten deutlich besser zum Boostern als Vektorimpfstoffe.

Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Novavax ist offiziell in der EU gelassen*. Novavax ist zwar der fünfte in der EU zugelassene Corona-Impfstoff, doch der erste seiner Art. Denn „Nuvaxovid“ ist kein mRNA-Impfstoff oder vektorbasiert, sondern ein proteinbasiertes Vakzin. echo24.de* erklärte bereits, wie der proteinbasierte Corona-Impfstoff von Novavax funktioniert*. Vor allem mit Blick auf die Auffrischungsimpfungen ist laut einem Experten Novavax „deutlich besser“ geeignet als die Vektorimpfstoffe AstraZeneca und Johnson & Johnson.

„Alles, was bislang bekannt ist, deutet darauf hin, dass Novavax wahrscheinlich ein sehr guter Impfstoff ist“, sagte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, gegenüber der Augsburger Allgemeinen. Die Wirksamkeit von Novavax* lag in der Zulassungsstudie in Bezug auf Erkrankungen bei 90 Prozent. Das bedeutet, unter den Probanden der geimpften Gruppe traten 90 Prozent weniger Erkrankungen auf als unter den Probanden einer Kontrollgruppe.

Auch über die möglichen Nebenwirkungen von Novavax* ist bereits einiges bekannt. In der Zulassungsstudie wurden zwei Dosen im Abstand von drei Wochen verabreicht. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Impfschutz von Novavax mit der Zeit nachlässt* – so wie bei den anderen Corona-Impfstoffen auch. Doch ist „Nuvaxovid“ auch geeignet als Booster-Impfstoff?

Novavax-Impfstoff eignet sich als Booster „besser als Vektorimpfstoffe“

Laut Experten eignet sich Impfstoff des US-Herstellers Novavax generell auch für Auffrischungsimpfungen. „Bei den Booster-Impfungen ist Novavax laut einer britischen Studie nicht ganz so effektiv wie die mRNA-Impfstoffe, aber deutlich besser als Vektorimpfstoffe“, sagte der Dortmunder Immunologe Carsten Watzl der Augsburger Allgemeinen.

Auch interessant: Ist Novavax ein Totimpfstoff?*

Alle bisherigen Daten und Erkenntnisse beziehen sich allerdings hauptsächlich auf die Alpha-Variante, die in Deutschland so gut wie vollständig von Delta verdrängt wurde. Bald dürfte Experten zufolge die neue Variante Omikron B1.1.529* das Infektionsgeschehen stark beeinflussen. „Auch dieser Impfstoff wird an Omikron angepasst werden müssen“, schrieb Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, kürzlich mit Blick auf das Novavax-Mittel auf Twitter.

 Novavax: Proteinbasiertes Vakzin soll „besser als Vektorimpfstoffe“ sein

Die Regierung setzt große Hoffnungen in den Corona-Impfstoff von Novavax. Denn einige haben Bedenken bezüglich der Vektor- und mRNA-Impfstoffe. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hofft, dass, sobald Novavax auch in Deutschland verimpft wird, die Impfzurückhaltung – vor allem im Osten – sinkt, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.

Es dauert allerdings noch etwas, bis Novavax auch in Deutschland verimpft wird*. Konkrete Liefertermine sind noch nicht bekannt, „das Bundesgesundheitsministerium ist an einer schnellstmöglichen Lieferung interessiert“, heißt es auf echo24.de-Anfrage.

Die EU-Kommission hat laut dpa bereits im August einen Vertrag über insgesamt bis zu 200 Millionen Dosen abgeschlossen. Darin enthalten ist eine Option auf 100 Millionen Dosen für die Jahre 2022 und 2023. Die ersten Dosen werden nach Angaben der Brüsseler Behörde voraussichtlich in den ersten Monaten 2022 in den Mitgliedstaaten eintreffen. Für die ersten drei Monate haben die EU-Staaten demnach rund 27 Millionen Dosen bestellt.*echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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