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Verluste im „Zermürbungskrieg“: Tote und Verletzte nach Luftangriff in Donezk

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Von: Daniel Dillmann, Vincent Büssow

Sowohl auf der Seite von Russland als auch der Ukraine gibt es schwere Verluste. Besonders der Tod eines ukrainischen Volkshelden sorgt für Aufmerksamkeit.

+++ 17.20 Uhr: In der Nacht des 24. Juni griff das russische Militär nach ukrainischen Angaben die Stadt Kostjantyniwka in der Region Donezk an. Bei dem Raketenangriff wurde eine Feuerwehrwache getroffen. Vier Rettungskräfte wurden verletzt, eine Person starb. Das bestätigte unter anderem die örtliche Polizei. In Folge des Bombardements wurden zudem 22 Wohnhäuser sowie 14 soziale Einrichtungen zerstört.

Ukraine-News: Russlands Verluste in der Übersicht

Die ukrainischen Truppen verteidigen sich gegen die russischen Besatzer. Auf Russlands Seite gibt es ebenfalls erneut Verluste im Ukraine-Krieg:

Rauch steigt nach Beschuss aus den ausgebrannten Überresten eines Fahrzeugs und eines Hauses im Hintergrund auf. Das Gebiet wird von der separatistischen Donezker „Volksrepublik“ kontrolliert. (Archivbild)
Rauch steigt nach Beschuss aus den ausgebrannten Überresten eines Fahrzeugs und eines Hauses im Hintergrund auf. Das Gebiet wird von der separatistischen Donezker „Volksrepublik“ kontrolliert. (Archivbild) © Alexei Alexandrov/dpa

Ukraine News: Zahlreiche Menschen bei russischem Angriff verletzt

+++ 15.50 Uhr: Bei russischen Angriffen auf die Region Mykolajiw wurden ukrainischen Angaben zufolge innerhalb der vergangenen 24 Stunden 17 Menschen verletzt. Gleich mehrere Siedlungen wurden beschossen, berichtete die Vorsitzende des Regionalrats, Hanna Zamazieeva. Bei dem Angriff seien vor allem Wohngebäude und andere Infrastruktur beschädigt worden. Derzeit würden 266 verletzte Zivilistinnen und Zivilisten in Krankenhäusern in der Region behandelt werden, so Zamazieeva weiter.

+++ 13.52 Uhr: Russland erleidet im Ukraine-Krieg weitere Verluste. Einem Bericht des Nachrichtenportals Kiyv Independent zufolge hat das Militär der Ukraine 44 russische Soldaten im Süden der Ukraine getötet. Darüber hinaus soll das Einsatzkommando „Süd“ in den vergangenen 24 Stunden fünf Angriffe auf russische Stellungen durchgeführt haben und dabei militärisches Gerät, wie Haubitzen und gepanzerte Fahrzeuge, zerstört haben. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

Russlands Verluste in der Ukraine: Elf gepanzerte Fahrzeuge zerstört

+++ 09.40 Uhr: Russland erleidet im Ukraine-Krieg offenbar weitere Verluste. Laut Informationen des Nachrichtenportals Newsweek hat eine ukrainische mechanisierte Brigade am Donnerstag in der Ostukraine mehrere russische Militärfahrzeuge zerstört. Die Aufnahmen der 93. mechanisierten Brigade der Ukraine zeigen offenbar mehrere Fahrzeuge, die in der Region Charkiw in der Ostukraine von ukrainischen Geschützen getroffen werden. In einer kurzen Erklärung der Einheit heißt es: „Die 93. Cold Yar Brigade zerstörte elf Einheiten feindlicher Ausrüstung, darunter Panzer, Schützenpanzer und Lynx-Kampffahrzeuge.“

Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte meldete, dass Russland zwischen dem 24. Februar und dem 23. Juni rund 34.430 Soldaten, 1.504 Panzer, 3.632 gepanzerte Kampffahrzeuge, 756 Artillerieeinheiten, 240 Mehrfachraketen, 99 Luftabwehrsysteme, 216 Kampfflugzeuge, 183 Hubschrauber, 620 Drohnen, 137 Marschflugkörper, 14 Kriegsschiffe, 2.548 Kraftfahrzeuge und Tankwagen verloren hat.

Russlands Verluste im „blutigen Zermürbungskrieg“: Prorussische Truppen verlieren die Hälfte der Streitkraft

Update vom 24.06.2022, 07.30 Uhr: Russlands Bemühungen um die Eroberung von Sievierodonetsk und Lyssytschansk - den beiden unter ukrainischer Kontrolle verbliebenen Städten in Luhansk – haben sich zu einem blutigen Zermürbungskrieg entwickelt, bei dem beide Seiten schwere Verluste hinnehmen müssen. Moskau ist es in den letzten zwei Wochen gelungen, stetige Gewinne zu erzielen. „Die Kämpfe steuern auf eine Art furchterregenden Höhepunkt zu“, so ein russischer Militärvertreter

Die russischen Streitkräfte versuchen, die ukrainischen Truppen, die Lyssytschansk verteidigen, einzukesseln. Dies sagte der hochrangige ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Gromow am Donnerstag in einem Briefing. Serhij Haidai, der Gouverneur der Region Luhansk, einer der beiden Regionen im östlichen Donbass, fügte hinzu, dass die russischen Streitkräfte bei ihrem Vormarsch erfolgreich gewesen seien.

Berichte: Verluste der Russen liegen bei 55 Prozent

+++ 22.00 Uhr: Obwohl Russland keine offiziellen Angaben über die eigenen Verluste im Ukraine-Krieg macht, gibt es Hinweise darauf, dass diese außergewöhnlich hoch ausfallen. Dies lässt sich aus den selbst veröffentlichten Opfer-Zahlen der selbsternannten Volksrepublik Donezk schließen, die mit Russland gegen die Ukraine kämpft. Angaben des britischen Geheimdienstes zufolge liegen die Verluste dort bei etwa 55 Prozent der gesamten Streitkraft.

+++ 18.15 Uhr: Zwei Saboteure der russischen Seite sollen in Kiew festgenommen worden sein. Dies teilte ein leitendes Mitglied des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte über das Ukraine Media Center mit. Die beiden Staatsbürger der Ukraine stehen im Verdacht, mit Kämpfern der selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk zusammenzuarbeiten. Bei den Verdächtigen wurden Bilder des Eisenbahnnetzwerkes der Ukraine gefunden.

Schwere Verluste: Russland könnten bald Munition und Truppen ausgehen

Auf der ukrainischen Seite wurde währenddessen der Tod des Volkshelden Andrii Verkhohliad gemeldet. Der Oberleutnant wurde am Donnerstag (23. Juni) im Gefecht getötet, wie The Kiev Independent auf Twitter meldete. Verkhohliad kämpfte bereits vor der Eskalation im Ukraine-Konflikt diesen Jahres im Donbass und wurde mit dem Orden von Bohdan Khmelnytsky ausgezeichnet.

+++ 15.20 Uhr: Die Ukraine hat heute neue Daten zu den russischen Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs sind seit Beginn des Einmarschs am 24. Februar insgesamt 34.430 russische Soldaten gefallen oder verwundet worden. Von russischer Seite sind nur Zahlen vom 25. März bekannt. Die russische Agentur Interfax sprach damals unter Berufung auf das Verteidigungsministerium von 1351 gefallenen und 3825 verwundeten russischen Soldaten.

Boris Johnson überzeugt: Russland gehen bald Waffen aus

+++ Update vom Donnerstag, 23. Juni, 12.30 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson ist davon überzeugt, dass Russland im Ukraine-Krieg bald Waffen und Truppen ausgehen. Johnson verweist dabei auf die Einschätzung des britischen Geheimdienstes, der demnach davon ausgeht, dass Russlands Militär bald nicht mehr zu einer Offensive fähig sein könnte. „In den nächsten paar Monaten“ könnte Russland an den Punkt kommen, „an dem es keine Vorwärtsdynamik mehr hat, weil es seine Ressourcen erschöpft hat“, sagt Johnson der Süddeutschen Zeitung und anderen Blättern in einem Interview. „Dann müssen wir den Ukrainern helfen, die Dynamik umzukehren.“

+++ 16.30 Uhr: In den besetzten Gebieten der Ost-Ukraine hält der Widerstand gegen Russland an. Sowohl die russische Armee als auch die verbündeten Separatisten sind immer wieder partisanenartigen Angriffen ausgesetzt. In Tschornobajiwka, einem kleinen Dorf nahe Cherson, wurde auf das Auto von Yurii Turulov, eines von Russland eingesetzten Bürgermeisters, ein Anschlag verübt. Turulov bliebt dabei unverletzt. Das berichtet die Zeitung Ukrainska Pravda.

+++ 15.15 Uhr: Bei einer Explosion im Oblast Wladimir unweit der Hauptstadt Moskau haben vier Menschen ihr Leben verloren. Die Detonation soll sich in einem Munitionslager ereignet haben. Unter den Opfern befinden sich drei Soldaten und ein ziviler Spezialist. Das meldet die staatliche Nachrichtenagentur TASS. Die Ursache für die Explosion soll ein Unfall bei der Verldagung von Munition gewesen sein, die an die Front des Ukraine-Kriegs hätte geliefert werden sollen.

Ukraine-News: Schwere Verluste für Russlands Schwarzmeerflotte

Erstmeldung vom Mittwoch, 22. Juni, 13.15 Uhr: Kiew – Den Streitkräften der Ukraine ist es offenbar gelungen, der russischen Flotte empfindliche Verluste zuzufügen. Laut Angaben des Oberbefehlskommandos im Süden des Landes habe man den Einheiten Russlands, die auf der Schlangeninsel stationiert sind, erheblichen Schaden zufügen können.

Satellitenbilder, bereitgestellt von Maxar Technologies, bestätigen, dass es auf der Schlangeninsel im Schwarzen Meer zu heftigen Kämpfen gekommen sein muss. Auf Teilen der Insel sind deutlich großflächige Verwüstungen zu erkennen. Laut Recherchen der Daily Mail soll zudem mindestens ein Kontrollturm der russischen Arme vernichtet worden sein.

Ukraine-News: Russland erleidet Verluste auf Schlangeninsel

Russland hatte in den vergangenen Tagen Drohnenangriffe auf eigene Truppen, die wiederum auf der Schlangeninsel stationiert sind, eingeräumt. Laut der Militärführung in Moskau habe man die Drohnen jedoch abschießen können, bevor diese in der Lage gewesen seien, größeren Schaden anzurichten.

Tage vor dem besagten Angriff hatte die Ukraine der russischen Schwarzmeerflotte bereits schwere Verluste zugefügt. Laut Angaben aus Kiew habe man mithilfe von sogenannten Harpoon-Raketen einen Schlepper der russischen Flotte vernichtet. Vor einigen Wochen gelang es zudem, das Flaggschiff der russischen Marine, den Lenkwaffenkreuzer Moskva, im Schwarzen Meer zu versenken.

News aus dem Ukraine-Krieg: Russland rückt vor, doch muss Verluste hinnehmen

Währenddessen gelingt es Russland zwar im Osten der Ukraine weiter vorzurücken, doch erleidet die Armee von Präsident Wladimir Putin dabei immer höhere Verluste. Schenkt man den Angaben aus Kiew Glauben, dann sind bereits mehr als 34.000 russische Soldaten im Ukraine-Krieg gefallen.

Vor allem dank der Lieferung neuer Waffensysteme hofft die Ukraine darauf, Russland in naher Zukunft empfindliche Verluste zufügen zu können. Die Haubitzen, die Deutschland in die Ukraine geliefert hatte, befänden sich bereits an der Front, sagte ein Sprecher des ukrainischen Verteidigungsministeriums. Daneben haben die USA die Lieferung weiterer Harpoon-Raketensysteme angekündigt. (dil)

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