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Christine Lambrecht: „Blamiert“ sie Deutschland? 

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Von: Marvin Ziegele

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) empfängt die niederländische Verteidigungsministerin. (Archivfoto)
Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) empfängt die niederländische Verteidigungsministerin. (Archivfoto) © imago-images

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) steht vor großen Herausforderungen. Doch die Ministerin erntet scharfe Kritik. 

Berlin – Für die neue Bundesregierung ist der Ukraine-Konflikt* eine Zerreißprobe - insbesondere im Zuge der geplanten Aufrüstung der Bundeswehr für Verteidigungsministerin Christine Lambrecht* (SPD). So veröffentlichte die Bild-Zeitung unlängst einen Artikel mit dem Titel „Kann diese Ministerin Krieg?“.

Lambrecht selbst wird darin deutlich von CDU-Politiker Christoph Ploß kritisiert. „Die bisherige Performance von Verteidigungsministerin Lambrecht ist desaströs.“ Lambrecht „blamiere“ Deutschland „in der ganzen Welt“.

Christine Lambrecht (SPD): Die schwierige Aufgabe des Aufbaus der Bundeswehr

Im Artikel selbst steht die Fähigkeit Lambrechts, mit den vom Bund zur Verfügung gestellten 100 Milliarden Euro zum Ausbau der Bundeswehr umgehen zu können, in der Kritik. Damit einhergehen die Waffenlieferungen in die Ukraine. Ein Großteil der gelieferten Waffen seien „Schrott“, schreibt die Bild. Auch seien wesentlich weniger Waffen geliefert worden, als ursprünglich angekündigt.

Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung gab Lambrecht zu, dass die Bundeswehr „nicht so ausgestattet“ sei, „wie es erforderlich wäre.“ Trotzdem wolle man weiter liefern. Die 100 Milliarden Euro, sagte Lambrecht, sollen genutzt werden, um die Bundeswehr auszurüsten, Nachfolger für die Tornado-Flugzeuge anzuschaffen sowie schwere Transporthubschrauber zu organisieren. „Da werden wir sehr schnell handeln“, versprach die Verteidigungsministerin.

Verteidigungsministerin Lambrecht (SPD): Nicht „vom Fach“?

Ferner wirft die Bild Lambrecht vor, dass die „Verteidigungsministerin Anfang Dezember 2021 so gut wie nichts“ zu tun hatte mit der Bundeswehr. Ein schwieriger Maßstab – auch die ehemalige Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte im Bereich der Verteidigung zum Antritt keine Fachexpertise. Auch der beliebte ehemalige Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) war nicht „vom Fach“, brachte dennoch die „Transformation“ der Bundeswehr auf den Weg, die umfassendste Reform in ihrer Geschichte.

Zuletzt kündigte Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) an, für ein Jahr die neue EU-Eingreiftruppe zu stellen, wenn diese 2025 erstmals eingesetzt wird. Mit diesem Angebot sende die Bundesregierung angesichts des Ukraine-Kriegs das Signal „Wir stehen füreinander ein“, sagte Lambrecht am Montag (21.03.2022)  am Rande eines gemeinsamen Treffens der EU-Außen- und Verteidigungsminister in Brüssel. (marv) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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