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Elektro-Rikscha von Audi: Mini-Dreirad statt Power-SUV

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Von: Sebastian Oppenheimer

Eine „Rikscha mit vier Ringen“ – und auch noch mit Elektroantrieb. Was noch vor einigen Jahren fast unvorstellbar war, startet nun als Pilotprojekt.

Ingolstadt – Die Marke Audi verbinden die meisten wohl in erster Linie mit Allradantrieb, jeder Menge PS (beziehungsweise kW) und einer ordentlichen Portion Luxus. Eine Studie wie der Audi Urbansphere Concept passt da ganz gut ins Bild – aber ein TukTuk? Ein Dreirad, das noch dazu mit Strom angetrieben wird? Wohl eher weniger. Dennoch hat der Ingolstädter Autobauer genau so etwas jetzt vorgestellt. Auf deutschen Straßen wird man die „Rikscha mit vier Ringen“ allerdings vorerst wohl nicht zu Gesicht bekommen.

Eine „Rikscha mit vier Ringen“ – und auch noch mit Elektroantrieb. Was noch vor einigen Jahren fast unvorstellbar war, startet nun als Pilotprojekt.
Elektro-Rikscha von Audi: Die ersten E-TukTuks des Autobauers werden in einem Pilotprojekt in Indien getestet. © Audi

Elektro-Rikscha von Audi: Mini-Dreirad statt Power-SUV

Auf den ersten Blick wirkt es etwas seltsam: Audi lässt die „kleinen“ Modellen A1 und Q2 auslaufen – lediglich der Audi A3 könnte einen elektrischen Nachfolger bekommen. Aber möchte der Autobauer mit der elektrischen Rikscha nun tatsächlich ein neues Fahrzeugsegment erschließen? Eher nicht. Es handelt sich beim E-TukTuk um ein Projekt, mit dem Audi herausfinden möchte, was man mit gebrauchten Batterien aus Elektroautos anfangen kann.

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Elektro-Rikscha von Audi: Partner-Projekt mit deutsch-indischem Start-up Nunam

Für das Pilotprojekt hat sich der Autobauer Audi – der gerade den Elekto-Newcomer Nio verklagt – mit dem deutsch-indischen Start-up Nunam zusammengetan. Gemeinsam mit dem Ausbildungsteam des Audi-Standorts Neckarsulm entstanden drei Prototypen der E-Rikscha. Die Batterien entstammen Fahrzeugen der Audi-e-tron-Testflotte. „Eine Autobatterie ist auf ein gesamtes Autoleben ausgelegt, doch selbst nach dem Ersteinsatz im Fahrzeug verfügen sie noch über einen großen Teil ihrer Leistung“, erklärt der Co-Gründer von Nunam, Prodip Chatterjee. „Für Fahrzeuge mit geringeren Anforderungen an Reichweite und Leistung sowie geringerem Gesamtgewicht sind sie äußerst vielversprechend.“

Elektro-Rikscha von Audi: Erste Dreiräder sollen ab 2023 durch Indien rollen

Zum Einsatz kommen sollen die Audi-E-Rikschas erstmals Anfang 2023 auf den Straßen Indiens. Die stromernden TukTuks werden dort einer gemeinnützigen Organisation zur Verfügung gestellt. In erster Linie sollen damit Frauen die Möglichkeit erhalten, ihre Waren zum Markt zu fahren.

Eine „Rikscha mit vier Ringen“ – und auch noch mit Elektroantrieb. Was noch vor einigen Jahren fast unvorstellbar war, startet nun als Pilotprojekt.
Eine elektrische „Rikscha mit vier Ringen“ – vor einigen Jahren wäre so etwas wohl nur schwer vorstellbar gewesen. © Audi

Weil viele Elektro-Rikschas in Indien aus dem öffentlichen Netz mit einem hohen Kohlestrom-Anteil geladen werden – und das natürlich nicht im Sinne der Umwelt ist – wurde auch für dieses Problem eine Lösung gefunden. Der Strom für die Audi-Rikschas kommt aus Solar-Ladestationen. Auf den Dächern eines örtlichen Projektpartners wird der Strom aus der Sonne tagsüber in eine Pufferbatterie (natürlich auch aus einem Audi e-tron) gespeichert. Abends werden aus dieser Batterie dann die E-Rikschas gespeist.

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