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„Lärm-Blitzer“: Kalifornien will mit Technik zu lauten Auspuff-Sound aufspüren

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Von: Sebastian Oppenheimer

Wer mit dem Auto rast, wird unter Umständen geblitzt – Lärmsündern könnte es in Kalifornien bald ähnlich ergehen. Der US-Bundesstaat plant ein Pilotprojekt.

Kalifornien – Der US-Bundesstaat Kalifornien gilt als Vorreiter in Sachen Klimaschutz: Ab 2035 ist dort Schluss für neue Benziner- und Diesel-Fahrzeuge – ab dann sollen nur noch emissionsfreie Fahrzeuge verkauft werden dürfen. Doch die Kalifornier sagen nicht nur den Abgasen den Kampf an, sondern auch dem Lärm. Mit einer neuen Technik sollen zu laute Autos künftig einfacher aufgespürt werden – dazu werden spezielle Überwachungsgeräte installiert. Letztendlich handelt es sich dabei um eine Art „Lärm-Blitzer“.

Wer mit dem Auto rast, wird unter Umständen geblitzt – Lärmsündern könnte es in Kalifornien bald ähnlich ergehen. Der US-Bundesstaat plant ein Pilotprojekt.
Kalifornien will Lärm-Sündern bald mit speziellen Blitzern auf die Spur kommen. (Symbolbild) © Chromorange/Imago

„Lärm-Blitzer“: Kalifornien will mit Technik zu lauten Auspuff-Sound aufspüren

Wer zu schnell fährt, wird – wenn er Pech hat – geblitzt. Ähnlich könnte es bald Besitzern von zu lauten Autos in Kalifornien ergehen. Ein Gesetzentwurf sieht ein mehrjähriges Pilotprojekt vor, das am 1. Januar 2023 starten soll. Sechs – noch nicht genannte – Städte sollen an dem Programm teilnehmen. Laut dem Gesetzentwurf handelt es sich bei der neuen Technik um ein Sensorsystem, das auf Schall reagiert. Überschreitet ein Fahrzeug den erlaubten Geräuschpegel, aktivieren die Sensoren eine Kamera, die anschließend ein „deutliches Foto“ des Kennzeichens schießt, wie es in dem Entwurf heißt.

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„Lärm-Blitzer“: Schilder sollen Autofahrer in Kalifornien auf die „Messzonen“

An den Grenzwerten ändert sich dagegen nichts: Wie „Autoweek“ berichtet, liegen diese für Auspuffanlagen von Autos bei 95 Dezibel und bei Motorrädern, die nach 1985 gebaut wurden, bei 80 Dezibel. Schilder sollen die Verkehrsteilnehmer darauf hinweise, dass sie nun in eine entsprechende „Messzone“ einfahren.

In vielen Städten sind Anwohner genervt von Auto-Posern, die ihre Motoren hochdrehen lassen – so wie beispielsweise im Falle dieses BMW-Fahrers, an dem sich schließlich sogar die Nachbarn rächten. Bei Elektroautos hingegen stellt sich das Lärm-Problem in dieser Form nicht, manche Hersteller wie Porsche tüfteln sogar extra einem „emotionalen“ Sound für E-Modelle. Damit Fußgänger und Radler die oft leisen Stromer wahrnehmen, müssen E-Autos in der EU sogar einen Warnton von sich geben.

„Lärm-Blitzer“ in Kalifornien: Pilotprojekt ist auf fünf Jahre angelegt

Wie der Gesetzentwurf in Kalifornien verrät, soll beim ersten „Lärm-Verstoß“ noch keine Bestrafung folgen – erst bei Wiederholung droht Ärger. Die Einnahmen der „Lärm-Blitzer“ sollen zunächst dazu dienen, das Programm zu finanzieren, können aber auch für „Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung“ eingesetzt werden. Das Pilotprojekt ist zunächst auf fünf Jahre begrenzt und soll am 31. Dezember 2027 enden.

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