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Weihnachtsgeld bei Kündigung? In welchen Fällen Sie einen Anspruch haben

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Von: Anne Hund

Manche Arbeitnehmer, die ihren Job gekündigt haben, fragen sich, ob sie nun trotzdem einen Teil ihres Weihnachtsgeldes ausgezahlt bekommen.

Viele Beschäftigte rechnen auch in diesem Jahr mit Weihnachtsgeld. Meistens wird es Ende November beziehungsweise Anfang Dezember mit dem Novembergehalt überwiesen. Doch wie sieht es aus, wenn Sie Ihren Job innerhalb des Jahres gekündigt haben – bekommt man in solchen Fällen nun dennoch Weihnachtsgeld, zumindest anteilig?

Weihnachtsgeld trotz Kündigung? In welchen Fällen Sie einen Anspruch haben

Illustration Weihnachtsgeld
Das Weihnachtsgeld wird meistens mit dem Novembergehalt ausgezahlt. © Jens Kalaene/dpa

Experten empfehlen einen Blick in den Arbeitsvertrag. Womöglich ergibt sich ein Anspruch zumindest auf einen Teil der Sonderzahlung trotz der Kündigung, sofern man bisher immer Weihnachtsgeld bekommen hat. In vielen Arbeitsverträgen findet man auch sogenannte Stichtagsklauseln. Demnach kommt es zum Beispiel darauf an, ob die Kündigung vor oder nach dem genannten Stichtag erklärt wurde. Wurde sie nach dem Stichtag erklärt, kann sich daraus der Anspruch ergeben, dass das Weihnachtsgeld bestehen bleibt. Es hängt Juristen zufolge allerdings vom jeweiligen Fall ab:

Weihnachtsgeld: Rückzahlung nach Kündigung?

Kann es passieren, dass man das Weihnachtsgeld dem Arbeitgeber im Nachhinein zurückzahlen muss, wenn man selbst gekündigt hat? In einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur heißt es dazu: Wer gekündigt habe, dürfe sein Weihnachtsgeld in der Regel behalten. Eine Rückzahlung komme nur infrage, wenn vorher eine wirksame Klausel vereinbart worden sei. „Eine solche Vereinbarung ist aber nur möglich, wenn mit dem Weihnachtsgeld ausschließlich die Betriebstreue, statt der geleisteten Arbeit belohnt wird“, schildert die Nachrichtenagentur weiter. „Und auch dann nur, wenn Arbeitnehmer nicht zu lange an das Arbeitsverhältnis gebunden werden – Bindungsfristen bis maximal 30. Juni des Folgejahres sind zulässig.“

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