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Putin: Spekulationen um Schilddrüsenkrebs – ist OP-Termin geplant?

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Von: Judith Braun

Die Gerüchte um eine mögliche Krebserkrankung von Wladimir Putin reißen nicht ab. Ist eine OP geplant? Die Krankheit zeigt sich mit verschiedenen Warnzeichen.

Update vom 9. Mai 2022: Die Gerüchte um den Gesundheitszustands des russischen Präsidenten Wladimir Putin reißen nicht ab. Bei seinen letzten öffentlichen Auftritten seit dem Angriffskrieg auf die Ukraine gab es laut mehrerer Medienberichte Anzeichen für eine mögliche Parkinson-Erkrankung. Ein Investigativteam will wiederum Daten und Informationen gesammelt haben, die auf eine Schilddrüsenkrebs-Erkrankung hindeuten. Diese kann sich durch verschiedene Symptome, wie beispielsweise ein geschwollener Lymphknoten, bemerkbar machen (siehe Erstmeldung vom 4. Mai 2022).

Laut der britischen Boulevard-Zeitung “Mirror“ soll sogar schon eine Operation geplant sein. Insider des Kremls sollen demnach davon berichtet haben, dass Putin sich bald einer Krebs-OP unterziehen würde. Die Zeitung beruft sich auf Informationen aus dem Telegram-Kanal „General SVR“, der von einem ehemaligen russischen Geheimdienstler betrieben wird. Ärzte sollen Putin darüber informiert haben, dass er nach der OP „für kurze Zeit“ außer Gefecht gesetzt sei. Deshalb soll er währenddessen von Nikolai Patruschew, Chef des nationalen Sicherheitsrates, vertreten werden. Bestätigt wurden diese Gerüchte offiziell jedoch nicht.

Putin: Spekulationen um Schilddrüsenkrebs - Lymphknotenschwellung als Warnsignal

Erstmeldung vom 4. Mai 2022: Moskau – Immer wieder tauchen Spekulationen und Gerüchte um den Gesundheitszustand des russischen Präsidenten Wladimir Putin (69) auf. Nach seinen letzten öffentlichen Auftritten bei der Ostermesse wurde gemutmaßt, Putin leide unter der im Volksmund bekannten „Schüttelkrankheit“ Parkinson. Zuvor entdeckte ein Investigativteam mögliche Hinweise auf eine Krebserkrankung. Demnach könnte der 69-Jährige an einem Schilddrüsenkrebs erkrankt sein. Es gibt mehrere Symptome und Warnzeichen, die im Zusammenhang mit dieser Krebsform auftauchen.

Putin: Spekulationen um Schilddrüsenkrebs – Lymphknotenschwellung als wichtiges Warnsignal

Die Gerüchte um den Gesundheitszustand von Wladimir Putin häufen sich. Laut den Recherchen eines Investigativteams könnte er unter Schilddrüsenkrebs leiden.
Die Gerüchte um den Gesundheitszustand von Wladimir Putin häufen sich. Laut den Recherchen eines Investigativteams könnte er unter Schilddrüsenkrebs leiden. (Symbolbild) © Mikhael Klimentyev/Kremlin Pool/IMAGO

Laut der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zählt Schilddrüsenkrebs in Deutschland zu den eher seltenen Tumorerkrankungen. Während allein hierzulande pro Jahr um die 69.220 Frauen von Brustkrebs betroffen sind, erkranken nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) jährlich rund 6.120 Menschen an Schilddrüsenkrebs. Die Krebsart kann in jedem Alter auftreten, meist sind die Betroffenen zum Zeitpunkt der Diagnose allerdings zwischen 40 und 50 Jahre alt. Frauen erkranken dabei deutlich häufiger an Schilddrüsenkrebs als Männer. Es ist außerdem eine Krebsart mit guten Heilungschancen.

Schilddrüsenkrebs bezeichnet man auch als Schilddrüsenkarzinome. Sie können an jeder Stelle der Schilddrüse auftreten. Dabei unterscheidet man verschiedene Formen der Krebsart, je nachdem von welchem Teil des Schilddrüsengewebes der Tumor ausgeht. Bei 70 bis 80 Prozent der Fälle handelt es sich um sogenannte differenzierte Karzinome, die von den Folikelzellen der Schilddrüse ausgehen. Diese Zellen bilden das eigentliche Schilddrüsenepithel, also die Schilddrüsenhormone. Daneben gibt es die weniger häufig auftretenden medullären Karzinome (bei fünf bis zehn Prozent) und die undifferenzierte Karzinome (ebenfalls bei fünf bis zehn Prozent der Fälle).

Schilddrüsenkrebs: Was sind Warnzeichen und Symptome?

Das wichtigste Warnsignal bei Schilddrüsenkrebs ist nach Informationen der DKG ein neu aufgetretener und rasch wachsender Knoten in der Schilddrüse. Wenn sich ein neuer oder auch ein lang bestehender Kropf (Vergrößerung der Schilddrüse) plötzlich härter anfühlt und schnell wächst oder Sie ungewöhnliche Schwellungen am Hals feststellen, dann sollten Sie umgehend einen Arzt konsultieren. Außerdem können auch folgende Symptome ein Warnzeichen sein:

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Spekulationen um Putin: Leidet der russische Präsident unter Schilddrüsenkrebs?

Aktuell wird nicht nur spekuliert, ob Wladimir Putin an Parkinson leidet. Im April kamen Gerüchte auf, dass der russische Präsident möglicherweise an Schilddrüsenkrebs erkrankt ist. Anlass zu den Spekulationen lieferten Recherchen des in Russland gesperrten und von der Zeit-Stiftung ausgezeichneten Investigativmediums „Proekt“, wie „Merkur.de“ ausführlich berichtet. Laut einer Quelle einer „VIP-Klinik“ in Krylatskoe bei Moskau soll es dort eine „Abteilung von Leibärzten“ von Putin geben. Regelmäßig habe der Kreml-Chef zahlreiche Besuche von Ärzten gehabt. Der onkologische Chirurg Ewgeny Seliwanow sei beispielsweise innerhalb von vier Jahren 35-mal zu Putin geflogen, insgesamt habe er 166 Tage in seinem Umfeld verbracht. Noch häufigere Visiten habe er von den Hals-Nasen-Ohren-Ärzten Igor Esakow und Alexej Schcheglow erhalten.

Da Schilddrüsenkrebs laut den Autoren in den meisten Fällen von HNO-Ärzten diagnostiziert wird – wobei sie sich auf den israelischen Experten Michael Fremdermann beziehen –, zieht „Proekt“ daraus seine Rückschlüsse auf eine mögliche Krebserkrankung von Putin. Er habe außerdem mit Ivan Dedow, dem Chef des Nationalen Forschungszentrums, im Juli 2020 über Schilddrüsenkrebs und eine hormonelle Folgemedikation gesprochen. Die Diskussion um den Gesundheitszustand des Präsidenten von Russland wurde zusätzlich von britischen Medien angeheizt. Inzwischen dementierte der Kreml die Berichte zwar. Wie es wirklich um seinen Gesundheitszustand bestellt ist, das jedoch weiß vermutlich nur Putin selbst – und sein engster Kreis.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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