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Geimpft, genesen, getestet: Die 3G-Regel am Arbeitsplatz soll bald in ganz Deutschland gelten.

Entwurf für Corona-Maßnahmenpaket

3G-Regel, Impfstatus, Homeoffice-Pflicht: Was die Ampel-Parteien jetzt für Arbeitnehmer planen

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Aufgrund der rasant wachsenden Inzidenz-Zahlen verschärfen die Ampel-Parteien ihre Corona-Pläne. Wir zeigen, was auf Arbeitnehmer bald bundesweit zukommen könnte.

Die möglichen künftigen Regierungspartner SPD, Grüne und FDP verhandeln derzeit über ein Corona-Maßnahmen-Paket, dass der rasant wachsenden vierten Welle der Corona-Pandemie Einhalt gebieten soll. Sogar eine Teil-Impfpflicht* scheint nun nicht mehr ausgeschlossen.

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Diese Corona-Regeln planen die Ampel-Parteien für den Arbeitsplatz:

  • 3G am Arbeitsplatz, bundesweit: In Bayern ist 3G am Arbeitsplatz bereits Pflicht*, doch bald schon könnte sie auch bundesweit folgen: „Arbeitgeber und Beschäftigte dürfen Arbeitsstätten, in denen physische Kontakte von Arbeitgebern und Beschäftigten untereinander oder zu Dritten nicht ausgeschlossen werden können, nur betreten (...), wenn sie geimpfte Personen, genesene Personen oder getestete Personen (...) sind und einen Impfnachweis, einen Genesenen-Nachweis oder einen Testnachweis mit sich führen“, zitiert der Tagesspiegel den Entwurf des neuen Infektionsschutzgesetzes von SPD, FDP und Grünen. Die Ergebnisse von PCR-Tests dürfen 48 Stunden alt sein, von Schnelltests maximal 24 Stunden. Wer für die Kosten der Corona-Tests am Arbeitsplatz aufkommen muss, ist derzeit noch unklar.
  • Auskunftspflicht für den Impfstatus: Arbeitgeber sollen laut Tagesspiegel ein Auskunftsrecht erhalten, um den Status ihrer Mitarbeiter auf geimpft, getestet oder genesen kontrollieren zu dürfen. Dafür dürfen von ihnen gemäß Entwurf „personenbezogene Daten sowie Daten zum Impf-, Sero- und Teststatus in Bezug auf die Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19)„ verarbeitet werden.
  • Rückkehr der Homeoffice-Pflicht: Zudem soll die Homeoffice-Pflicht wieder eingeführt werden, die sich bereits im letzten Corona-Winter bewährt hat: „Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Die Beschäftigten haben dieses Angebot anzunehmen, soweit ihrerseits keine Gründe entgegenstehen“, heißt es im Entwurf des neuen Corona-Gesetzes laut Tagesspiegel weiter.

Über Impfpflicht für bestimmte Berufe wird noch beraten

Entgegen erster Meldungen vom Montag (15. November) sind sich die Mitglieder der angestrebten Ampel-Koalition noch nicht einig, was eine Impfpflicht für bestimmte Berufe betrifft. „Über eine Impfpflicht in besonderen Einrichtungen wird die Ampel erst noch in einem eigenen Verfahren, unabhängig vom Infektionsschutzgesetz, beraten“, teilte eine Sprecherin der Fraktion am Montag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin mit. Zuvor hatte sich Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt dafür ausgesprochen. „Wir werden eine Impfpflicht brauchen für Einrichtungen, bei Pflegeheimen, bei Kindertagesstätten et cetera. Wir werden das auf den Weg bringen“, sagte Göring-Eckardt am Montag (15. November) laut eines Berichts der dpa.

Bei Corona-Symptomen ist Vorsicht für Arbeitnehmer geboten

Harmlose Erkältung oder doch Corona? Corona-Symptome können oft unscheinbar sein. Gerade bei geimpften Personen treten oft nur leichte Erkältungssymptome auf. Darf man dann mit einen Schnupfen überhaupt noch in die Arbeit? Das erfahren Sie hier. (as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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