1. Startseite
  2. Ratgeber
  3. Karriere

50.000 oder 100.000 Euro – wie viel Gehalt macht glücklich? Forscher ermitteln ideale Summe

Erstellt:

Von: Andrea Stettner

Macht mehr Gehalt auch immer glücklicher? Nein, sagen Forscher: Ab einer bestimmten Summe nimmt das Glücksempfinden sogar ab. Wir verraten das ideale Einkommen.

Sind Sie glücklich mit Ihrem Jahresgehalt? Oder könnte es ruhig ein bisschen mehr sein? Dann zählen Sie wohl zu der Einkommensgruppe, die weniger als 60.000 Euro netto im Jahr verdient. Forscher haben genau diesen Betrag als das ideale Gehalt* ermittelt, bei dem Mitarbeiter am glücklichsten und zufriedensten sind.

Auch interessant: Top 20: Diese Arbeitgeber zahlen in Deutschland das beste Gehalt.

Glückliche Mitarbeiter beim Feiern im Büro. Wer über ein bestimmtes Gehalt verfügt, ist laut Wissenschaftlern am glücklichsten.
Wer über ein bestimmtes Gehalt verfügt, ist laut Wissenschaftlern am glücklichsten. © PhotoAlto/Imago

Das beste Gehalt: Bei dieser Summe sind Mitarbeiter am glücklichsten

Der Wirtschaftsnobelpreisträger Daniel Kahnemann und Ökonom Angus Deaton aus den USA haben in einer Studie herausgefunden, dass bis zu einem Jahresgehalt von 60.000 Euro netto die Menschen immer glücklicher werden, je mehr Geld sie im Job verdienen. Laut ihrer Studienergebnisse steigt das Glücksempfinden besonders stark, wenn sich das Gehalt von 15.000 Euro auf 30.000 Euro netto verdoppelt. Bei einem Gehaltssprung von 30.000 auf 60.000 Euro netto sind Menschen zwar noch glücklicher, jedoch steigt das Glücksempfinden in diesem Einkommensbereich weniger stark an.

Lesen Sie auch: Die bestbezahlten Berufe in Deutschland – hier verdienen Sie aktuell viel Geld.

Ein hohes Gehalt kostet auch viel Freizeit

Das Erstaunliche: Mehr Gehalt macht nicht automatisch glücklicher. Steigt das Gehalt von Arbeitnehmern über die Summe von 60.000 Euro, sinkt die Zufriedenheit wieder. Deaton begründet das Ergebnis mit einem Mangel an Freizeit und zu viel Stress, unter dem Top-Verdiener oft leiden: „Vielleicht ist das eine Schwelle, ab der weitere Einkommenssteigerungen nicht mehr dafür sorgen, dass Menschen sich in dem verbessern, was für ihr emotionales Wohlbefinden am wichtigsten ist: Zeit mit der Familie verbringen, Krankheiten und Schmerz zu vermeiden oder Freizeit zu genießen.“ Allerdings stammt die Studie bereits aus dem Jahr 2010 – der Betrag mit Zufriedenheitsgarantie dürfte inzwischen wohl höher liegen. Zu viel Freizeit kann übrigens ebenfalls für Frust sorgen. Laut einer anderen US-Studie aus dem Jahr 2018 fühlen sich Arbeitnehmer mit zu viel Zeit sogar unproduktiv. Wie viele Stunden Freizeit für Arbeitnehmer ideal sind, erfahren Sie hier. (as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant