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Wer krank ist, sollte besser zuhause bleiben – der eigenen Gesundheit zuliebe.

Trotz Corona-Pandemie

Neue Studie zeigt: Jeder zweite Mitarbeiter geht krank zur Arbeit

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Gerade zu Corona-Zeiten sollten kranke Mitarbeiter mit Husten, Schnupfen & Co. lieber zuhause bleiben. Trotzdem schleppt sich jeder zweite zur Arbeit, wie eine Studie belegt.

In Herbst und Winter schnellen die Krankheitsfälle traditionell in die Höhe. Kein Wunder, schließlich haben in der kalten Jahreszeit Erkältungs- und Grippeviren Hochsaison. Doch statt sich beim Arbeitgeber krankzumelden* und die Infektion zuhause auszukurieren, schleppen sich trotzdem erschreckend viele Mitarbeiter an den Arbeitsplatz. Das hat eine neue Studie der Techniker Krankenkasse (TK) ans Licht gebracht.

Krank zur Arbeit: Vor allem Frauen neigen zu Präsentismus

Demnach gaben 51 Prozent der befragten Arbeitnehmer an, manchmal, häufig oder sehr häufig krank zur Arbeit zu gehen. Dieses Phänomen nennt sich Präsentismus. Vor allem Frauen sollen laut TK davon betroffen sein (56 Prozent gegenüber 47 Prozent bei Männern), aber auch Menschen, die eine hohe Arbeitsbelastung aufweisen und zu Überstunden neigen.

Unternehmen sollten nicht nur Fehlzeiten der Mitarbeiter im Blick haben

Kranke Mitarbeiter in Unternehmen – das ist nicht nur während der Corona-Pandemie eine schlechte Idee. „Wenn Mitarbeitende trotz Krankheit arbeiten, kann das nicht nur für sie selbst negative Folgen haben, sondern auch für das Unternehmen“, erklärt TK-Chef Jens Baas. Denn kranke Arbeitnehmer stecken wiederum häufig ihre Kollegen oder Vorgesetzten an. Außerdem können ihnen Fehler unterlaufen, die je nach Arbeitsbereich auch schwere Folgen haben können. Er appelliert deshalb an die Unternehmen, nicht nur auf Fehlzeiten zu achten, sondern auch Präsentismus im Blick haben.

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Über die Studie

An der Studie „How‘s work? Was Beschäftigte in Deutschland bewegt und belastet“ nahmen 11.199 Beschäftigte aus 43 Organisationen in den Jahren 2018 bis 2021 teil. Der überwiegende Teil der Befragten stammt aus Wirtschaftsunternehmen (84 Prozent), der andere Teil ist in Öffentlichen Einrichtungen angestellt (16 Prozent). (as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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