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22 Spielminuten in Unterzahl

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Hüttenberg. Es hat nicht sein sollen. Trotz einer sehr guten ersten Halbzeit unterliegen die Mittelhessen Youngsters am Ende gegen den HSC 2000 Coburg mit 29:33 (15:14) und warten nach dem 3. Spieltag der Jugendhandballbundesliga weiter auf ihren ersten Saisonsieg.

Mittelhessen You. - HSC 2000 Coburg 29:33

Ein Grund, wenn auch nicht der spielentscheidende, waren auch die zahlreichen Zeitstrafen, die die Unparteiischen gegen die Youngsters aussprachen. Ganze 22 Minuten (11 x 2 Minuten) agierten die Youngsters in Unterzahl.

»Das war schon der Knackpunkt heute, Coburg hat seine Überzahl gut genutzt. Auch wenn viele Zeitstrafen berechtigt waren, waren es insgesamt, aber auf beiden Seiten, deutlich zu viele. Da war keine Linie drin«, ärgerte sich Youngsters-Coach Mario Weber.

Die Partie im Sportzentrum Hüttenberg startete ausgeglichen, ehe Yannik Sylvester Wagner in der 9. Minute beim 5:4 per Siebenmeter die erste Führung für die Hausherren erzielte. In einer intensiven Partie hatte der HSC 2000 Coburg die Partie nach 23 Minuten wieder gedreht und führte beim 12:10 erstmals mit zwei Treffern.

Bis zum Seitenwechsel lag das Momentum dann aber wieder auf Seiten der Youngsters, die durch den zuletzt krank fehlende Ben Lubbadeh einen 3:0 Lauf zum 13:12 vollendeten. Diese Führung hatte auch bis zur 30. Minute Bestand, Kai Vincent Münster setzte mit seinem Treffer zum 15:14 den Schlusspunkt auf einen starken ersten Durchgang der Mittelhessen, wie auch Weber lobte: »Mit der ersten Halbzeit bin ich sehr zufrieden, wir haben im Angriff häufig gute Lösungen gefunden, hatten in der Deckung nur hin und wieder Probleme im 1:1 gegen den starken Janis Pavels Valkovskis.«

»Gute Lösungen«

Der erste Teil der zweiten Halbzeit glich stark dem ersten Durchgang: Zwei Gegner auf Augenhöhe, Führungswechsel, aber auch Fehler auf beiden Seiten. Folgerichtig ging es mit einem 20:20-Unentschieden in die »Crunchtime«. Hier waren es nun die Gäste, die die Partie bestimmten und die Führung bei 25:22 erstmals deutlicher übernahmen. Bei den Youngsters war es nun das bekannte Leid: Die offensiven Aktionen wurden zunehmend ideenloser und fehlerbehafteter, man machte man sich das Leben selbst schwer. Mit satten fünf Treffern Rückstand in der 55. Minute (24:29) hatten die Youngsters nichts mehr zu verlieren und sollten tatsächlich noch ihre Chance auf einen Punktgewinn bekommen. Zwar war Tizian Weimer per Siebenmeter nicht erfolgreich, dennoch gelang den Youngsters durch Treffer von Jonas Smolka, Leonard Rettemeier und Yannik Sylvester Wagner der 28:29-Anschluss.

Clever und rountiert spielte der HSC die Partie trotz kurzfristiger Unterzahl aber zu Ende und ließ die Youngsters nur noch einmal durch den Treffer von Phil Spandau jubeln und erzielte noch drei eigene Tore zum verdienten Sieg. »Coburg war individuell heute besser, daher geht der Sieg in Ordnung«, gratulierte Weber. »Wir müssen unsere Lehren daraus ziehen. Wir haben gegen einen sehr starken Gegner lange gut mitgehalten, dann aber unsere Angriffe nicht mehr auf den Punkt gespielt und zu viele Fehler gemacht. Wir werden in der Trainingswoche daran arbeiten und werden den Bock umstoßen«, fuhr er fort.

Mittelhessen Youngsters: P. Ott, Knop, Münster (4), Lubbadeh (2), Ott, Finkeldey (2), L. Ott, Rettemeier (1), Smolka (3), Wagner (7/3), Max, Eichhorn (1), Spandau (5), Weimer (3/2), Walter (1)

HSC 2000 Coburg: Hempel, Radenovic, L. Valkovskis (4), Blahodir (4), Graczyk (4), Schreiber (4), Rauch (1), Atzpodien, Wöhler, Malta, Kücker, Angermüller, Karl (8/4), J. Valkovskis (7)

Schiedsrichter: Argav/Frankholz - Zeitstrafen (je 2 Minuten): 11 - 6 - Zuschauer: keine Angabe

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