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»40 Minuten Basketball spielen«

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Vermittelt seiner Truppe Selbstvertrauen: Patrick Unger. © Schepp

Giessen (cnf). Auf die Gießen 46ers Rackelos wartet am Sonntag ein eminent wichtiges Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn BBC Coburg. Nach zuletzt vier Niederlagen in Folge sind die Mittelhessen in der 2. Basketball-Bundesliga ProB (Süd) unbedingt auf Zählbares angewiesen, um den Anschluss an die Playoff-Ränge nicht ganz zu verlieren.

BBC Coburg - Gießen 46ers Rackelos (Sonntag, 16 Uhr)

»Das wird ein superschweres Spiel für uns«, sagt Rackelos-Headcoach Patrick Unger, der am Freitag seinen 39. Geburtstag feierte, vor der Dienstreise gen Oberfranken. Der BBC überraschte zuletzt mit einem 86:83-Erfolg bei der bis dahin auf Platz zwei der Südstaffel stehenden Orange Academy Ulm.

Mit an Bord waren dabei die beiden Coburger Neuverpflichtungen Joaquin Carrasco und Nicolas Wolf, die bei ihrem Debüt einen starken Eindruck hinterließen und die auch das Unger-Team am Wochenende auf dem Schirm haben wird. Alleine Forward Wolf kam gegen Ulm auf satte 23 Zähler.

»Die haben gegen Ulm eindrucksvoll gezeigt, was sie leisten können, wir strugglen momentan etwas mental«, erklärt Patrick Unger auch mit Blick auf die jüngste 85:91-Niederlage gegen Speyer, bei der die Rackelos lange gut mithielten, am Ende aber die notwendige Konzentration vermissen ließen.

Als Teilursache für die jüngste Negativserie macht Unger unter anderem die Trainingsvoraussetzung bei den Rackelos verantwortlich: »Das kann natürlich auch keine Ausrede sein, wir machen auch das Beste daraus. Die ProB-Mannschaft ist aber ein zusammengewürfeltes Team aus Spielern von drei Vereinen aus der NBBL, Regionalliga und der BBL - und eben den Spielern, die nur in der ProB spielen. Von daher wussten wir natürlich, dass sich solch eine Entwicklung abzeichnen kann. Es ist allerdings nicht einfach, wenn du am Montag mit diesen Spielern arbeitest, am Dienstag mit anderen Spielern und am Mittwoch wieder mit anderen.« Dennoch beweise das Team immer wieder, erklärt Unger, dass es im Grunde mithalten könne.

»Wir müssen nun versuchen, Selbstvertrauen zu tanken«, betont Gießens Headcoach und ergänzt: »Ich denke, dass jedem die Lage bewusst ist, und auch, dass es nicht das Ende der Welt wäre, wenn man in die Playdowns kommt. Aber niemand von uns will natürlich in die Playdowns.«

Entsprechend soll am morgigen Sonntag nach Möglichkeit endlich die Kehrtwende eingeläutet und der erste Sieg im Jahr 2022 eingefahren werden. »Das geht nur über das Selbstvertrauen über 40 Minuten. Wenn wir nur 30 Minuten Basketball spielen, dann wird es schwer. Wenn wir das Spiel aber wirklich zu Ende spielen, dann ist das auch zu schaffen«, ist sich Patrick Unger sicher.

Einen Zusammenhang zwischen den jüngsten Negativserien der ersten 46ers-Garde und der der Rackelos sieht Unger übrigens nicht: »Das eine bedingt das andere nicht, glaube ich. Die Erwartungen an die Rackelos waren vor der Saison recht hoch. Ich glaube nicht, dass das eine etwas mit dem anderen zu tun hat.«

Eine gute Voraussetzung für das Duell aus heimischer Sicht: Der Kader der Mittelhessen ist vor dem Auftritt in Coburg vollzählig.

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