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4450 Zuschauer treiben EC zu packendem Krimi

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Von: Wolfgang Bender

Bad Nauheim (wbe) Der EC Bad Nauheim hat am Freitagabend in der Deutschen Eishockey-Liga 2 zwar die dritte Niederlage in Folge nicht vermeiden können, doch die Roten Teufel konnten nach dem Hessenderby gegen Kassel erhobenen Hauptes das Eis verlassen. Vor 4450 Zuschauern im erstmals seit knapp vier Jahren wieder restlos ausverkauften Colonel-Knight-Stadion knöpften die Badestädtern den zuletzt so erfolgreichen Huskies durch ein 1:

1 (0:0, 1:1, 0:0) nach regulärer Spielzeit immerhin einen Punkt ab.

Im Spiel am Sonntag blieb Bad Nauheim dann allerdings beim 2:6 beim Tabellenzweiten Kaufbeuren ohne Chance.

Die Begegnung gegen Kassel, die von enormen Einsatz. Leidenschaft und Spannung geprägt war, hatte eigentlich keinen Verlierer verdient. Am Ende musste das Penaltyschießen entscheiden, in dem die drei Bad Nauheimer Tim Coffman, Jordan Hickmott und Tobias Wörle scheiterten und der Kasseler Alec Ahlroth den 2:1-Gästesieg klar machte.

»Penaltyschießen ist halt immer auch etwas Glückssache«, meinte hinterher Bad Nauheims Headcoach Harry Lange, der auch ohne den Sonderpunkt mit dem Auftritt seiner Truppe zufrieden war. »Wenn wir immer so stark verteidigen, werden wir in Zukunft gegen andere Gegner noch einige Spiele gewinnen. Es war jedenfalls ein Schritt in die richtige Richtung«, freute sich Lange.

Beiden Teams merkte man von Beginn an die hohe Anspannung an. Nur keinen Fehler machen, hieß die Devise auf beiden Seiten, so dass große Tormöglichkeiten zunächst Mangelware blieben. Verbissener Kampf, ständig wechselnde Szenen vor beiden Toren und die Klasse der beiden Keeper kennzeichneten die ersten 20 Minuten.

Tore fielen dann im zweiten Abschnitt. Zunächst prüfte Andreas Pauli den Gäste-Schlussmann Jake Kielly, der wenig später geschlagen war. Kevin Niedenz passte geschickt nach innen zu Michael Bartuli und der fackelte nicht lange bei seinem Führungstreffer. Angestachelt vom Rückstand schlugen die Nordhessen eiskalt zurück, benötigten dafür allerdings eine Powerplay-Situation. Nach einer umstrittenen Strafzeit gegen Michael Bartuli war Steven Seigo für die Huskies zum 1:1 zur Stelle.

In den letzten 20 Minuten wurde die Partie zu einem reinen Nervenkampf zweier Spitzenmannschaften, die sich nichts schenkten und auf den Siegtreffer drängten. In der Ob erstime waren die Huskies das bessere Team, aber EC-Keeper Feölix Bick war nicht zu bezwingen, so dass das Shootout die Entscheidung brachte.

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