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46ers-Youngster verschlafen den Start

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Von: Christian Németh

Gießen (cnf). Ihre Sache nicht schlecht gemacht hat am Wochenende die Regionalliga-Auswahl der Basketball Akademie Gießen 46ers. Am Ende stand die Mannschaft von Headcoach Ivica Piljanovic, die mit 75:91 beim Top-Team MTV Stuttgart unterlegen war, dennoch wieder mit leeren Händen da und kommt als punktloses Schlusslicht weiterhin nicht vom Fleck.

MTV Stuttgart - BBA Gießen 46ers 91:75

Auch »Double-Double« von Terry Winn III (26 Punkte, 17 Rebounds) sowie Youngster Finn Döntgens (19 Punkte, 12 Rebounds) verhinderten die erneute Lahnstädter Pleite nicht.

Die Gäste erwischten einen gebrauchten Start. »Im ersten Viertel waren wir noch nicht so in unserem Rhythmus, da haben wir noch nicht ins Spiel gefunden«, blickte Piljanovic nachträglich auf die ersten zehn Spielminuten, an deren Ende die Heimmannschaft mit 28:12 vorne lag, zurück.

Zum zweiten Quarter schüttelten sich die Mittelhessen und beschleunigten ihr Spiel gegen den routinierten und mit einigen erfahreneren Recken angetretenen MTV. Dies führte auch prompt zum Erfolg: Bis zur Pause erzwangen die Gäste den Führungswechsel (36:39, 20.).

Hatte Stuttgart in Halbzeit eins noch mit einer Mann-Mann-Verteidigung agiert, begegneten die Baden-Württemberger der Akademie ab dem dritten Abschnitt mit einer Zonen-Defensive. »Wir haben es dann gegen die Zone zwar nicht schlecht gemacht, aber oft die falschen Entscheidungen am Ende des Spielzugs getroffen«, bilanzierte Ivica Piljanovic, dessen Team in dieser Sequenz (29:18) wieder merklich ins Hintertreffen geriet.

Zu Beginn des vierten Viertels führte der MTV mit 65:57 (30.) und verwaltete diesen Vorsprung bis etwa fünf Minuten vor Schluss. Anschließend beschleunigten die Gastgeber, die aus der Distanz auf eine beeindruckende Trefferquote von rund 42 Prozent kamen, noch einmal, trafen einige wilde Drei-Punkte-Würfe hintereinander und sorgten somit vorzeitig für klare Verhältnisse. »Dagegen hatten wir dann keine Mittel mehr. Wir waren diesmal aber auch nur mit acht Mann angereist«, so Gießens Übungsleiter.

Trotz der am Ende deutlichen Niederlage zeigte sich Piljanovic nach Spielende nicht unzufrieden mit der Darbietung seines Teams: »Das Resultat spiegelt den Spielverlauf in meinen Augen nicht wider. Wir haben es gut gemacht, aber es hat uns am Ende das Quäntchen Erfahrung und Glück gefehlt.« Ferner ergänzt der Akademie-Coach mit Blick auf Stuttgarts Top-Scorer und Leistungsträger Vaseleios Lampropoulos, der am Sonnabend satte 37 Zähler auf sein Punktekonto einzahlte: »Wir haben in jedem Spiel auf der gegnerischen Seite einen Spieler, den wir nicht stoppen können. Immer, wenn da ein erfahrener Spieler ist, der uns wehtut, kriegen wir es noch nicht hin, ihn über 40 Minuten aus dem Spiel zu nehmen. Da fehlt uns einfach noch die Erfahrung.«

BBA 46ers: Ukaj (14), Janeck (4), Heyne, Andrews (2), Riemer (4), Winn III (26), Bergmann (6), Döntgens (19).

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