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Abstieg dort, Hoffnung da

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Immerhin: Eine der beiden Partien am Doppelspieltag holen sich die Frauen des TV Waldgirmes, was die Chancen auf den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga offenhält. © Bär

Giessen (cnf). Die Volleyballerinnen des USC Gießen feierten in der Abstiegsrunde der Oberliga Hessen einen Sieg am vorletzten Spieltag. Dabei setzten sich die Lahnstädterinnen mit 3:2 gegen den Hünfelder SV durch - trotz des Erfolgs lässt sich der Abstieg nicht mehr abwenden.

USC Gießen - Hünfelder SV 3:2 (25:23, 25:22, 23:25, 21:25, 15:10): Nachdem Gießen im Hinspiel in der Vorwoche nichts Zählbares aus Hünfeld mitnehmen konnte, wollten es die USC-Spielerinnen diesmal besser machen. Gegen die personell dezimiert angereisten Osthessinnen erwischte die Heimmannschaft einen guten Start mit starken Aufschlägen und guten Annahmen (25:23).

Auch im zweiten Satz (25:22) wahrten die Mittelhessinnen die Konzentration. Zuspielerin Manon Klein verteilte fleißig Bälle an die USC-Angreiferinnen, die von allen Positionen aus zu punkten vermochten. Den ersten 3:0-Sieg der Saison vor Augen - und vor allem drei Punkte, die unter Umständen noch für Hoffnungen zum Ligaverbleib gereicht hätten -, starteten die Gastgeberinnen voller Tatendrang in den dritten Abschnitt. Doch der HSV gab sich keineswegs geschlagen und hielt dagegen. Es entwickelte sich ein ausgeglichener Satz - an dessen Ende Hünfeld ein Quäntchen mehr Konzentration an den Tag legte (23:25).

Die erneute Chance auf den Dreier hatte der USC im vierten Durchgang. Doch abermals machten die Hünfelderinnen Gießen das Leben schwer. Kleinere Fehler in Block und Angriff schlichen sich in das Spiel der Universitätsstädterinnen, am Ende hatte der HSV zum zweiten Mal knapp die Nase vorn.

Im finalen Tiebreak gab Gießen noch einmal alles und knüpfte an die Leistung der ersten beiden Sätze an. Annahmen und Abwehr saßen, das Zuspiel gestaltete sich nun wieder variabel. Angefeuert vom USC-Herren-Team auf der Tribüne sicherten sich Gießen den Abschnitt - und zwei Punkte. Ihr letztes Spiel der Saison haben die Mittelhessinnen am 24. April vor sich, dann geht es zum Abstiegsrunden-Zweiten TG Wehlheiden.

USC Gießen: Manon Klein, Lea Fruhmann, Sabrina Kämmerling, Celia Schmidt, Sara Smareglia, Marie Koppmann, Andrea Wolfermann, Annika Grubbe, Leonie Wienand, Meike Schmidt.

2. Liga Damen: SG Bad Soden - TV Waldgirmes (23:25 14:25 25:14 25:20 12:15) 2:3 und TV Waldgirmes - SV Lohhof 2:3 (25:23 25:20 15:25 18:25 8:15): Am vergangenen Freitag holte der TV Waldgirmes das Spiel gegen die TG Bad Soden nach und lief dann am Sonntag zum zweiten Mal gegen den SV Lohhof auf. Dabei konnte sich Waldgirmes insgesamt drei Punkte in jeweils fünf Sätzen erkämpfen, wobei sich beide Spiele sehr ähnlich gestalteten, der Freitag jedoch den besseren Ausgang bereit hielt. In beiden Spielen konnten sich die Waldgirmeserinnen mit viel Kampfgeist und guter Teamleistung die ersten beiden Sätze sichern, brachen dann jedoch im dritten Satz ein und verloren diesen deutlich. Der vierte Satz war jeweils wieder umkämpfter, wobei das Team von Trainer Sam Schoele nicht an die Leistung der ersten beiden Sätze anknüpfen konnte. Durch den starken Support der mitgereisten Fans fingen sich die Spielerinnen des TV Waldgirmes im fünften Satz gegen Bad Soden und konnten diesen und somit das Spiel mit starken Ballwechseln für sich entscheiden. Am Sonntag dann ging Lohhof mit zwei Punkten aus der Halle, das sich den letzten Satz, trotz guter Aktionen der Waldgirmeser, nicht mehr nehmen ließen. Die MVP-Medaille ging Freitag an Yva Cesar und Sonntag an Anna Borowek.

Trotz der ärgerlichen Niederlage im zweiten Spiel gelang es dem jungen Team ein Zeichen im Abstiegskampf zu setzen und den Konkurrentinnen dicht auf der Spur zu bleiben.

Im Saisonendspurt haben Schoele und seine Mannschaft das Ziel Klassenerhalt klar vor Augen. In den letzten drei Spielen der Saison ist noch alles möglich.

TV Waldgirmes: Dogu, Borowek, Cesar, Tesmer, Beerboom, Schweitzer, Schreiber, Gradl, Wecker, Biedenkapp, Erdmann

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