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Ärger über »krasse Würfe«

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Gießen (cnf). In einem umkämpften Spiel mit mehreren Führungswechseln verpassten die Gießen 46ers Rackelos einen Heimsieg und somit wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-Teilnahme in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Süd. Gegen die Ahorn Camp BIS Baskets Speyer unterlagen die Lahnstädter um Headcoach Patrick Unger, die sich allerdings über das Comeback des Langzeitverletzten David Amaize freuten, mit 85:

91.

Gießen 46ers Rackelos - Baskets Speyer 85:91

Getragen von Neuzugang Montreal Scott (21 Punkte) legten die Rackelos vielversprechend los (11:6, 5.), die Gäste blieben aber dank ihrer erfolgreichen Trefferquote von außen (44 Prozent) - die am Ende fast doppelt so hoch lag wie die Gießener - am Ball (23:19, 10.).

Speyer saß den Hausherren im zweiten Abschnitt früh im Nacken und sicherte sich dank seines Leistungsträgers Daryl Woodmore (15 Punkte) den Vorteil in der 16. Minute (31:33). Zwar konterte Gießens Bundesliga-Reserve noch einmal durch Kilian Binapfl, der sein Debüt für die Rackelos feierte - nach einem 11:5-Lauf hatte Speyer aber wieder eine kleine Führung inne.

Bei einem offenen 47:48-Zwischenstand (20.) verabschiedeten sich beide Farben in die Kabinen. Auch nach dem Wiederanpfiff blieb die Sache umkämpft (54:55, 26.), die beiden Kontrahenten rissen sich die Führung immer wieder aus den Händen. Am Ende sicherte sich das Unger-Team jedoch den Abschnitt und ging mit einem 68:64 (30.) aus heimischer Sicht ins Schlussviertel.

Hier verteidigten die Rackelos ihren Vorteil zunächst und lagen in der 36. Minute sogar mit 79:74 komfortabel vorne. Doch einmal mehr fanden die angereisten Domstädter eine passende Antwort aus der Distanz. Woodmore und sein Teamkollege Kalidou Diouf markierten in dieser Sequenz entscheidende Treffer gegen die Mittelhessen, die ihrem Gegner - trotz des gewonnen Rebound-Duells (40:37) - etwas zu häufig zweite oder dritte Wurfchancen gewährten. Zweieinhalb Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit führte Speyer mit 85:81, in der entscheidenden Schlussphase kam von der Gießener Offensive insgesamt zu wenig. »Wir haben über drei Viertel ein ordentliches Spiel abgeliefert. Speyer hat auch ein paar krasse Würfe getroffen. Ich weiß nicht, was am Ende los war in der Crunchtime. Wir haben viele einfache Dinger vorne liegen lassen, aber hinten auch zu viele einfache Dinger kassiert. Da war der Frust groß«, resümierte Rackelos-Headcoach Patrick Unger, dessen Team bereits am kommenden Sonntag das nächste wichtige Spiel vor der Brust hat. Dann wartet auswärts mit dem BBC Coburg (9.) ein direkter Tabellennachbar, der sich ebenfalls noch die Aussichten auf eine Playoff-Teilnahme wahren möchte.

46ers Rackelos: Brach 10, Ziring 2, Maruschka, Schneider 3, Begue 11, Uhlemann 7, Amaize, Lischka 20, Njie, Binapfl 11, Rostek, Scott 21.

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