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Ärgerliche Schlusssekunden

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Gießen (miw). Nach einer über lange Zeit starken Vorstellung musste sich die HSG Wettenberg in der Handball-Oberliga der Frauen am Ende mit einer 21:21-(13:7)-Punkteteilung bei Germania Fritzlar II begnügen. Dabei sah es lange Zeit nach einem Auswärtssieg der Mannschaft von Kai Nober aus, ehe in den Schlusssekunden noch der Ausgleichstreffer hingenommen werden musste.

Germania Fritzlar II - HSG Wettenberg 21:21

Trainer Kai Nober bilanzierte: »Wir haben ein wirklich sehr gutes Auswärtsspiel gezeigt, 21 Gegentore sprechen da für sich. Ab der 45. Minute hat sich bei uns bemerkbar gemacht, dass die ein oder andere Spielerin gefehlt hat und unter der Woche auch mehrere Spielerinnen kaum trainieren konnten. Fritzlar hatte da Spielerinnen aus der 3. Liga in seinen Reihen, die in der Schlussphase noch die notwendige Kraft hatten. Dennoch können wir viel Gutes aus diesem Spiel mitnehmen, auf die Leistung können wir aufbauen. Enttäuscht bin ich jedoch darüber, dass uns leider gar keine Zuschauer zu dem Auswärtsspiel begleitet haben, um die Mannschaft zu unterstützen. Der Aufwand der Spielerinnen wird da leider nicht honoriert, was sehr enttäuschend ist.«

Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie verbuchten die Wettenbergerinnen dennoch wieder etwas Zählbares, bei einem Sieg hätten sie sogar zu den heimstarken Nordhessinnen aufschließen können.

Nach anfänglichen Minuten auf Augenhöhe, in denen die Gastgeberinnen mit 2:1 vorlegten, kam Wettenberg besser in die Gänge und ging wenig später in Führung. Der ausgeglichenen Anfangsviertelstunde mit dem Zwischenstand von 5:5 folgte eine ganz starke Phase der Wettenbergerinnen. In der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs musste die HSG lediglich zwei Gegentreffer hinnehmen und erzielte ihrerseits gleich acht. So ging es mit einer komfortablen 13:7-Führung in die Pause.

Auch im zweiten Durchgang knüpfte die Nober-Sieben an die starke Leistung an und behauptete den sechs-Tore-Vorsprung bis zum 17:11 in der 45. Spielminute. In der Folge kam die Drittliga-Reserve dank eines 4:0-Laufs bis auf 15:17 (49.) wieder in Schlagdistanz. Zunächst schien es, als könne Wettenberg einen kühlen Kopf bewahren und zwei Zähler mit auf die Heimreise nehmen. In den Schlussminuten gelang den Gästen nach Tanja Tröllers Treffer zum 21:18 drei Minuten vor dem Ende jedoch kein weiterer Torerfolg, sodass man sich am Ende mit einem Remis begnügen musste.

Wettenberg: Habermehl, Rinn; Münch (2), Büsselberg, Goncalves (6), Tafferner (1), Rolshausen (2), Schwab, Krüger, Tröller (3), Schmelz, Jansche (2), Hammermann, Schön (5/2)

Fritzlar: Clobes, Dasenbrock; Gronthes, Alter (3), Simon, Ahrend (6/1), Albus (3/1), Krause, Berk (1), Kauffeld (6), Oschmann (1), Schmidt, Icke (1), Hahn

Schiedsrichter: Hartmann/Thomsen (Bensheim/Auerbach) - Zeitstrafen: eine (Tafferner); keine. - Siebenmeter: 2/2:2/2

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