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Akademie verliert erst Piljanovic, dann das Spiel

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Von: Christian Nemeth

Gießen (cnf). Einen bitteren Samstagabend hat die Basketball Akademie Gießen 46ers im Hessenderby der 1. Regionalliga Südwest erlebt. Der Liganeuling kassierte beim VfL Bensheim seine fünfte Niederlage im fünften Saisonspiel und konnte lediglich binnen der ersten beiden Quarter auf die Leitung seines Headcoaches Ivica Piljanovic - ehe dieser wegen zweier Technischer Fouls vorzeitig die Halle verlassen musste - bauen.

Auch ein Sahnetag des Gießener US-Boys Terry Winn III (38 Punkte, 9 Rebounds) vermochte die Auswärtspleite nicht abzuwenden.

VfL Bensheim - BBA Gießen 46ers 98:81

Dabei machten die Universitätsstädter ihre Sache anfänglich solide und führten nach einigen Zeigerumdrehungen komfortabel mit 18:9. »Wir haben mit einem guten Flow und einer guten Körpersprache verteidigt«, lobte Ivica Piljanovic rückblickend. Zum Ende des ersten Abschnitts lagen die Gäste immerhin noch mit zwei Zählern in Front (21:23, 10.).

Ab dem zweiten Quarter haderten die Mittelhessen vermehrt mit den Entscheidungen der Unparteiischen, die unter Verbandscoaching-Beobachtung standen. Brenzlige Situationen empfand Piljanovic, wie er berichtete, im Zweifel eher gegen seine Farben gepfiffen: »Da habe ich mir dann bewusst ein Technisches Foul geholt, in der Hoffnung, dass es dann besser wird.«

Nichtsdestotrotz taten sich die Akademie-Akteure zunehmend schwer gegen den VfL, bei dem der ehemalige Pointers-Guard Chris Miller 30 Punkte markierte. Der Bensheimer machte den Lahnstädtern das Leben ebenso unangenehm wie Ex-Bundesliga-Akteur (u.a. Mitteldeutscher BC und Alba Berlin) Marc Liyanage, der es auf zwölf Punkte sowie elf Rebounds brachte. Zum Kabinengang führten die Südhessen mit 41:37 (20.).

Währen der Halbzeitpause sprach Piljanovic einen der Schiedsrichter wegen einer strittigen Spielszene an - und kassierte dabei sein zweites Technisches Foul. Wirklich nachvollziehen konnte Gießens Übungsleiter den damit verbundenen Hallenverweis nicht, auch wenn er selbstkritisch festhielt: »Ich hatte eigentlich in einem normalen Ton mit ihm gesprochen, aber es geht auf meine Kappe. Ich hatte nicht mit meinem zweiten T gerechnet.«

Für ihn übernahm Co-Trainer Tobias Bender. Zu Beginn des dritten Viertels hielten die Gäste auch noch gut mit, lagen nach zwei Minuten lediglich mit zwei Punkten zurück - anschließend jedoch erfolgte ein merklicher Einbruch. Bis zum Schlussabschnitt zog der VfL auf 77:59 (30.) davon, die Akademie sackte sukzessive in sich zusammen. Zwar gestaltete sich die abschließende Sequenz noch einmal ausgeglichen (21:22), die Messe war da aber bereits gelesen.

»Wir müssen daraus lernen, ich habe auch mein Päckchen damit zu tragen. Wir können nun nur auf die erste Hälfte aufbauen, unseren Mund abwischen und weitermachen«, so Piljanovic.

BBA Gießen 46ers: Janeck (2), Heyne, Mehmed (7), Andrews (5), Riemer, Winn III (38), Göbel (9), Bergmann (4), Herget (4), Döntgens (12).

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