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0:7 - Alles fehlt bei SGK

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Marburg (bir). Was für eine Schlappe für die SG Kinzenbach! Der VfB Marburg revanchierte sich eindrucksvoll für die unglückliche 1:2-HInspielniederlage und schickte das Team aus dem Heuchelheimer Ortsteil mit einer 7:0 (2:0)-Packung heim. Wie konnte das passieren, dass der Tabellenzehnte der Fußball-Verbandsliga Mitte gegen den Rangsechsten so dominant auftritt?

»Das war eine hochverdiente Niederlage, denn bei uns hat es heute an allem gefehlt, vor allem auch an der Einstellung«, war SG-Coach Oliver Dönges nach der Demontage entsprechend bedient und hatte eine einfache Erklärung.

VfB Marburg - SG Kinzenbach 7:0

Die »Schimmelreiter« gestalteten die Partie von Beginn an überlegen, ließen den Ball geschickt laufen, während der Gast meist zu spät kam oder gewonnene Bälle gleich wieder verlorengingen. Konnte SG-Keeper Henrik Flechtner nach fünf Minuten einen Schuss von Andreas Schoch noch bravourös abwehren, so profitierte der VfB-Torjäger in Minute 19 vom zögerlichen Eingreifen Flechtners und markierte das 1:0. In der Folge hielt die Dominanz der Gastgeber an, aber Arthur Besel (27.) verfehlte nach einem Freistoß das SG-Tor im Nachsetzen ebenso knapp wie Philipp Stein (31.) bei seinem Schuss von der Strafraumgrenze. Beim 0:2 (41.) war die Kinzenbacher Abwehr unsortiert, als Lamin Kamara, der insgesamt eine starke Leistung zeigte, einen langen Pass zum Ausbau der Führung nutzte. Die einzige annähernd aussichtsreiche Toraktion der SG im ersten Durchgang klärte VfB-Keeper Lorenz Purbs bei einer Hereingabe von Nicolas Anker gegen Henrik Keller (36.).

Im zweiten Durchgang gestaltete der Gast die Partie zunächst ausgeglichener, bis in der 68. Minute das Marburger Torfestival weiterging. Beim 3:0 (67.) musste Stein bei der Hereingabe von Andreas Schäfer nur noch den Fuß hinhalten, und drei Minuten später traf Robin Traut mit einem noch abgefälschten Schuss zum 4:0 (73.). Das 5:0 (76.) markierte Schäfer mit einem strammen Schuss aus halblinker Position, und beim 6:0 (82.) profitierten die Marburger von einem Eigentor von Emre Yener, dem bei einem Klärungsversuch das Leder vom Schienbein ins eigene Tor sprang. Mit seinem zweiten Treffer zum 7:0 (85.) beendete Stein den Torreigen. Der Klärungsversuch von Tommy Ried, der kurz zuvor den Ehrentreffer knapp verpasst hatte, misslang. Wie so vieles an diesem Nachmittag zum Vergessen für das Dönges-Team.

VfB Marburg: Purbs - Rechmann (63. Novakov), Traut (75. Silva de Castro), Besel, Lehr, Kamara (66. Schäfer), Schmidt, Preisig, Schall, Stein, Schoch.

SG Kinzenbach: Flechtner - Yildirim, Yener, Anker, Jörg, Schmidt, Ersentürk (72. Nicolai), Ried, Güngör, Keller, P. Sajonz (37. Pantke).

Tore: 1:0 (19.) Schoch, 2:0 (41.) Kamara, 3:0 (67.) Stein, 4:0 (73.) Traut, 5:0 (76.) Schäfer, 6:0 (81.) Yener (Eigentor), 7:0 (85.) Stein - Schiedsrichter: Abbondanza (Wiesbaden) - Zuschauer: 80.

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