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»Alles-oder-Nichts-Spiel«

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Von: Marc Steinert

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Vorbei gemogelt: Auf die Tore von Nico Scheibel hofft die HSG Kleenheim-Langgöns. © Bär

GIESSEN . Nach einem spielfreien Wochenende greifen die drei heimischen Vertreter der Männerhandball-Oberliga wieder ins Spielgeschehen ein. Dabei stehen für die HSG Wettenberg (bei der HSG Großenlüder/Hainzell) und die HSG Pohlheim (beim TV Petterweil) nach den letzten Niederlagen wichtige Auswärtspartien auf dem Programm. In eigener Halle möchte dagegen die HSG Kleenheim-Langgöns ihre Tabellenführung verteidigen.

HSG Kleenheim-Langgöns - SG Bruchköbel (Sonntag, 17 Uhr, Weidig-Sporthalle Oberkleen): Und dabei hat die Wendlandt-Sieben rein tabellarisch sicherlich die Favoritenrolle inne, denn während die Gastgeber den vielen Ausfällen zuletzt trotzen konnten und mit 8:0 Punkten an der Spitze stehen, konnten die Südhessen noch keine ihrer vier Saisonpartien für sich entscheiden (zwei Remis, zwei Niederlagen).

»Bruchköbel ist dennoch ein sehr unangenehmer Gegner. Sie haben einige Spieler mit viel Erfahrung wie Kulenovic, Günes oder Zutic, die auch schon höherklassig gespielt haben, in ihren Reihen. Sie laufen zudem eine gute erste und zweite Welle und sind sehr wurfgewaltig, weshalb wir wie in den letzten Spielen einen guten Rückzug brauchen und wieder alles geben müssen. Defensiv haben sie gegen Petterweil zuletzt nur 18 Tore kassiert«, warnt SGK-Coach Matthias Wendlandt, der zwar weiterhin auf eine lange Verletztenliste schaut, sich aber freut, »dass zumindest die zuletzt kranken wieder fit sind.«

HSG Großenlüder/Hainzell - HSG Wettenberg (Sonntag, 17 Uhr, Lüdertalsporthalle Großenlüder): Nach der Derbyniederlage in eigener Halle gegen die HSG Kleenheim-Langgöns (24:27) sind die Wettenberger tabellarisch unter Druck geraten. Nach 2:6-Auftaktzählern kommt der Partie beim bislang punktlosen Kontrahenten Großenlüder/Hainzell (0:8 Punkte) nun schon große Bedeutung zu.

»Wenn man auf die Meisterrunde und damit auf Platz vier schielen will, ist das schon eine absolut richtungsweisende Partie. Wenn man so will, ist es ein Alles-oder-Nichts-Spiel«, glaubt Wettenbergs Trainer Axel Spandau, der neben Lukas Becker und Julius Thrun, die bereits zuletzt fehlten und noch länger ausfallen werden, diesmal auch auf Kreisläufer Max Panther verzichten muss. Und obwohl das Team aus dem Landkreis Fulda bislang alle Spiele verlor, warnt der HSG-Coach vor den starken Individualisten. »Lukas Dimmerling, Dominik Malolepszy und der schnelle Jonas Goßmann auf der Mitte sind spielbestimmend. Da müssen wir aufpassen«, so Spandau.

TV Petterweil - HSG Pohlheim (Sonntag, 18 Uhr, Sporthalle Petterweil): Nach der unglücklichen Niederlage im Topspiel bei der MT Melsungen II (32:33) steht für die Pohlheimer eine weitere undankbare Auswärtsaufgabe an, bei der aber keine weiteren Punkte verloren gehen sollen. Der HSG-Trainer sieht sein Team auch gut vorbereitet, erwartet aber dennoch einen starken Kontrahenten. »Petterweil hat wirklich eine gute Mannschaft. Sie sind vor allen Dingen heimstark, wachsen dort nochmal über sich hinaus und wollen gegen den Favoriten sicherlich besonders zeigen, was sie können. Deshalb erwarte ich von uns, dass wir den Kampf, der uns dort erwartet, von Beginn an annehmen. Wir nehmen das Spiel, das sicherlich hitzig wird, und den Gegner aber sehr ernst«, so Andi Lex.

Diesen plagen allerdings weiterhin Personalsorgen. So fallen die Langzeitverletzten Max Rühl und Torben Weinandt definitiv aus, unter der Woche meldeten sich auch Lukas Drommershausen und Leon Friedl krank. Sollten die beiden Letzgenannten nicht spielen können, dürfte sich Lex wohl selbst wieder das Trikot überstreifen.

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