1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

»Alles reinfetzen, was nur geht«

Erstellt:

Hüttenberg (niha). Elf Tage ist es her, dass der TV Hüttenberg in der 2. Handball-Bundesliga bei der SG BBM Bietigheim mit 26:33 (11:17) baden ging. Bereits an diesem Mittwoch (Anwurf: 19.30 Uhr) bekommen die Schützlinge von Trainer Johannes Wohlrab die Chance zur Rehabilitation: Derselbe Gegner, derselbe Ort, dieselbe Urzeit - anderer Wettbewerb!

SG Bietigheim - TV Hüttenberg (Mi., 19.30 Uhr)

Denn anstatt Punkte im Ligaalltag zu sammeln, versuchen die Hüttenberger dieses Mal, ins Achtelfinale des DHB-Pokals einzuziehen. Dass dies ein sehr schwieriges Unterfangen werden dürfte, ist den Blau-Weiß-Roten spätestens beim letzten Auftritt in der Bietigheimer Sporthalle am Viadukt vor anderthalb Wochen klargeworden. Gegen die von Ex-Weltklasse-Spielmacher Iker Romero trainierte Mannschaft aus dem Neckarbecken konnten die Hüttenberger nur zu Beginn mithalten, ehe eine Phase mit zu vielen technischen Fehlern bereits vor der Pause für den TVH-Knockout sorgte. »Dieses Wissen müssen wir uns zunutzemachen. In Bietigheim müssen wir an unsere Grenzen und darüber hinauskommen, um überhaupt die Möglichkeit zu haben, eine Runde weiterzukommen«, weiß Wohlrab, der sich als Fan des Pokalwettbewerbs outet: »Ich liebe das einfach. Gewinnen oder verlieren, Do or Die. Entweder bist Du raus oder Du kommst weiter, das alles nur durch ein Spiel. Das ist noch einmal eine andere Brisanz und Anspannung.«

Das länderspielfreie Wochenende hat das »Original aus Mittelhessen« genutzt, um im Rhythmus zu bleiben und dabei gleichzeitig Selbstvertrauen zu tanken. So gab es am Freitagabend beim Trainingsspiel gegen die U18/19-Auswahl des DHB einen souveränen 35:17-Sieg. Leonard Grazioli und Hendrik Schreiber, die bei diesem Test nicht mitwirken konnten, stoßen zum Zweitrunden-Duell gegen Bietigheim wieder in den Kader, sodass Wohlrab nur auf den langzeitverletzten Kapitän Timm Schneider verzichten muss.

Sein Gegenüber Iker Romero darf sich bereits DHB-Pokalsieger nennen. 2014 gewann der einstige spanische Internationale die Trophäe mit den Füchsen Berlin, zudem siegte Romero zuvor zwei Mal im Cupwettbewerb seines Heimatlandes. »Wir werden uns auf ein ganz anderes Spiel einstellen müssen. Ins Achtelfinale zu kommen, das ist für jedes Team ein großer Traum. Die Karten werden komplett neu gemischt.«

Auch interessant