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An der Spitze wird es wieder kuschelig

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Gießen (pie). Gleich zum Rückrundenstart der Handball-Landesliga der Frauen hat es die erste Überraschung gegeben. Der bisher ungeschlagene Tabellenführer TV Hüttenberg steckte bei der HSG Goldstein/Schwanheim die erste Saisonniederlage ein. Durch den Sieg der HSG Hungen/Lich bei der HSG Wettenberg II herrscht an der Spitze somit wieder Punktgleichheit.

Der TVH bleibt aber aufgrund des besseren Torverhältnisses vorne. Die HSG Kleenheim-Langgöns II hat sich mit dem Erfolg bei Eintracht Frankfurt ein bisschen Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschafft.

HSG Wettenberg II - HSG Hungen/Lich 16:26 (6:11): Der erste Treffer sollte erst nach acht Minuten fallen, die Gastgeberinnen gingen mit 1:0 in Führung. Die Truppe von Trainer Rüdiger Bechthold tat sich schwer, den Abwehrriegel der Gäste zu durchbrechen. Hungen/Lich wiederum scheiterte an der eigenen schlechten Chancenverwertung. Die Oberliga-Reserve behielt bis zum 6:5 die Oberhand, dann übernahm der Tabellenzweite die Initiative und legte bis zur Pause auf 11:6 vor.

In der zweiten Hälfte ließ sich der Favorit das Spiel nicht mehr aus der Hand nehmen und hatte beim 21:12 die erste Zehn-Tore-Führung erzielt. »Immer dann, wenn wir schnell gespielt haben, waren wir auch erfolgreich. Aber wir werden uns steigern müssen. Die Rückrunde wird knüppelhart«, erklärte Gästecoach Tim Straßheim.

Einbruch im zweiten Durchgang

TSG Leihgestern II - HSG Eibelshausen/Ewersb. 17:26 (9:12): Nach schwachem Beginn gelang den Damen von Coach Florian Rosch in der 26. Minute durch Simone Walther der 9:9-Ausgleich. »Wir spielen insgesamt 15 bis 20 sehr starke Minuten in der ersten Halbzeit und sind so zur Pause noch in Schlagdistanz«, erklärte Rosch. Da stand es nur 9:12 gegen seine Mannschaft.

Im zweiten Abschnitt enteilte die HSG zunächst auf 20:11 (45.). Das lag daran, dass Leihgestern kaum noch ordentliche Torchancen bekam. »Wir müssen offensiv kreativer spielen und bessere Chancen erarbeiten, um das wichtige Spiel gegen Kleenheim in zwei Wochen siegreich zu gestalten«, wagte Rosch einen Blick in die Zukunft.

HSG Goldstein/Schwanheim - TV Hüttenberg 32:30 (19:13): Der Tabellenführer aus Hüttenberg hat sich quasi selbst geschlagen. »Wir waren in der ersten Halbzeit nicht anwesend. Niemand«, bemängelte Trainer Peter Tietböhl. Die Gastgeberinnen hingegen gaben von Beginn an Vollgas und waren in der 13. Minute bereits auf 8:2 einteilt. Konsterniert ging es für den TVH mit einem 13:19-Rückstand in die Kabine. »Wir haben alles hergeschenkt«, erklärte Tietböhl, dem bereits zu diesem Zeitpunkt schwante, dass der Tag der ersten Niederlage der Saison gekommen war.

Seine Damen starteten in der zweiten Hälfte zwar eine furiose Aufholjagd, aber »die Tordifferenz aus der ersten Halbzeit war einfach zu viel«. Hüttenberg gelang beim 24:24 und 25:25 zweimal der Ausgleich, doch letztendlich waren die Frankfurter Damen an diesem Tag das abgezocktere Team. »Wir haben davor gewarnt, dass dieses Spiel kommen würde, aber das war in den Köpfen unserer Spielerinnen nicht richtig angekommen«, so Tietböhls Bilanz.

TSV Griedel - HSG Dutenhofen/Münchholzhsn. 23:21 (12:9): Im ersten Durchgang gingen die Gäste nach 1:3-Rückstand in der 22. Minute zwar mit 9:8 in Führung, doch es sollte der letzte Treffer gewesen sein. »Wir waren in der ersten Halbzeit nicht wirklich auf dem Feld«, erklärte HSG-Betreuer Lars Will. Viele technische Fehler und Fehlwürfe prägten das Bild und luden Griedel dazu ein, mit 12:9 in die Pause zu gehen.

Aus dieser kam die HSG gut heraus und lies bis Mitte der zweiten Hälfte lediglich fünf Gegentore zu. Beim 18:17 per Siebenmeter von Bianca Otto (46.) schien der Turnaround geschafft. Zwei Fehler der Gäste im Spielaufbau nutzte Griedel, um wieder in Führung zu gehen. 15 technische Fehler und 25 Fehlwürfe waren aus Sicht der Gäste zu viel, um etwas Zählbares mitzunehmen.

Nervenschlacht für Kleenheim

Eintr. Frankfurt - HSG Kleenheim-Langgöns 25:26 (9:11): Lange geführt, am Ende nach Hause gezittert - so lautet die Kurzbeschreibung des 26:25-Erfolgs der HSG Kleenheim-Langgöns II. »Das war ein ganz wichtiger Sieg, den wir heute eingefahren haben«, war Coach Christian Manderla erleichtert. Grundstein des Sieges war eine engagierte Deckung, die von Torhüterin Ronja Dickhaut unterstützt wurde. Diese kassierte nur neun Gegentore, doch ließen ihre Vorderleute ließ in der ersten Halbzeit zu viel liegen. »Wir haben unter anderem drei Siebenmeter verworfen«, ärgerte sich Manderla.

In der zweiten Hälfte erarbeitete sich Kleenheim die 25:20-Führung. Doch kurz vor dem großen Finale gingen der jungen Mannschaft die Nerven abhanden. Die HSG bekam das große Zittern, Frankfurt nutzte seine Chancen und glich in der 58. Minute zum 25:25 aus. Fünf Sekunden vor Schluss erlöste Charlotte Wulf die Gäste und netzte zum 26:25 ein. »Ein unfassbar wichtiger Punkt, die Mädels und ich sind glücklich über den Erfolg. So müssen wir weitermachen, dann schaffen wir auch den Klassenerhalt«, so Manderla.

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