An und vor den Brettern ohne Chance

Gießen (cnf). Nichts Zählbares zu holen gab es im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres für die Gießen 46ers Rackelos. Beim Tabellendritten der 2. Basketball-Bundesliga ProB, den EPG Baskets Koblenz, kassierten die Mittelhessen ihre dritte Niederlage in Folge und unterlagen mit 65:83.

EPG Baskets Koblenz - 46ers Rackelos 83:65

Die favorisierten Hausherren entschieden am frühen Sonntagabend alle vier Quarter zu eigenen Gunsten. Dabei gehörten die ersten Zähler der Partie noch der Gießener Bundesliga-Reserve (0:3, 1.), Koblenz konterte jedoch umgehend (8:3, 3.) und gab den Vorteil fortan nicht mehr aus den Händen (21:20, 10.).

In den zweiten Abschnitt starteten die Baskets mit einem 9:0-Lauf. Erst nach über drei Minuten gelangen den Rackelos die nächsten Punkte (29:23, 14.). Vor allem unter den Brettern hatten die Lahnstädter Probleme, kamen lediglich auf 29 Rebounds, während Koblenz satte 45 Korbabpraller verbuchte. Auch bei den Würfen aus der Distanz (Trefferquote: 16 Prozent) lief der Gießener Motor diesmal nicht rund. Bis zur Halbzeitsirene hatten die Gastgeber eine 46:39-Führung (20.) inne.

Dieser Abstand war trotzdem noch überschaubar und zu Beginn von Durchgang drei pirschte das Unger-Team auch noch einmal heran (46:43, 22.) - der Beginn einer Aufholjagd lag jedoch nicht lange in der Luft. Koblenz schaltete zügig wieder einen Gang nach oben und setzte sich dank eines erneuten Runs auf 56:43 in der 26. Minute ab. Beim Erklingen der dritten Viertelpause hatten die Baskets ihren Vorteil bis auf 16 Zähler ausgebaut (66:50, 30.).

Spätestens in den ersten Minuten des finalen Viertels wurde die Messen dann endgültig gelesen: Koblenz schmetterte abermals einen Lauf auf den Court, diesmal einen 11:0-Ansturm (77:50, 33.), und sorgte dafür, dass die Rackelos - die zuvor letztmalig in der 27. Minute gescort hatten - insgesamt fünfeinhalb Spielminuten warten mussten, ehe ihnen der nächste Treffer glückte (77:52, 33.). Gießen fing sich anschließend zwar wieder, an der klaren Niederlage in der Fremde war jedoch nicht mehr zu rütteln.

»Wir waren nicht in der Lage, deren Physis und das Eins-gegen-eins zu matchen«, analysierte Rackelos-Co-Trainer Ivica Piljanovic nach dem Abpfiff, hielt aber auch fest: »Für mich haben die auch einen der besten Kader der Liga. Das ist eine verkraftbare Niederlage. Wichtiger sind nun die Spiele, die kommen.«

Nach den jüngsten drei schwierigen Partien gegen Top-3-Teams der Südstaffel setzen die Gießen 46ers Rackelos am kommenden Wochenende erst einmal aus. Danach geht es am 15. Januar mit einem wichtigen Spiel gegen die BIS Baskets Speyer (7.) weiter.

Gießen 46ers Rackelos: Brach 4, Ziring 10/2, Maruschka 5, Schneider 2, Uhlemann 12/1, Lischka 20, Rostek, Scott 12, Döntgens, Baumgarten.

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