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Angriff auf die Spitze

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Gießen (woo). Mit einem 3:2-Sieg beim TSV Pilgerzell hat sich der TSV Klein-Linden in der Fußball-Hessenliga der Frauen auf Platz zwei vorgeschoben. Es ist der erste Auswärtsdreier in der Hessenliga-Geschichte der »Linnesserinnen«. Zwei Etagen tiefer hat sich in der Gruppenliga die SG Reiskirchen/Saasen mit einem 2:0-Erfolg über den FSV Friedrichsdorf auf den dritten Platz vorgearbeitet.

Dahinter rangiert der FC Gießen, allerdings mit zwei Spielen weniger.

TSV Pilgerzell - TSV Klein-Linden 2:3 (1:2): Der Start war wenig verheißungsvoll. Gleich in der ersten Minute bestrafte Pilgerzell einen Abspielfehler in der Abwehr mit dem 1:0. Die Gäste ließen sich dadurch aber nicht schocken und übernahmen das Kommando. Eine scharfe Hereingabe Annika Striepeckes landete bei Sophie Ebenig, die mit einem Schuss von der Strafraumgrenze ihr erstes Hessenligator erzielte (8.). Sekunden später war Kira Lein nach Pass von Juliette Wissmar rechts durch und flankte auf Ebenig. Pilgerzells Keeperin Elina Bianco kam zwar vor Ebenig an den Ball, lenkte ihn aber zum 1:2 ins eigene Tor (9.).

In der 52. Minute drosch Janina Thür das Leder nach einer Ecke aus dem Gewühl heraus zum 1:3 in die Maschen. Danach ließen Susanne Seelbach und Kira Lein hochkarätige Chancen aus, und es wurde nochmal eng. In der 65. Minute landete der Schuss einer Pilgerzeller Stürmerin am Pfosten. Das war das Startsignal für die Schlussoffensive der Gastgeberinnen, die in der 80. Minute mit dem Anschlusstreffer belohnt wurden. Der kam allerdings glücklich zustande, denn erst rutschte eine Klein-Lindener Spielerin aus, dann trat eine andere über den Ball, sodass der Weg frei war. Leidenschaftlich verteidigend, brachten die Gäste das Ergebnis aber über die Zeit.

SG Reiskirchen/Saasen - FSV Friedensdorf 2:0 (0:0): Wer gegen Friedensdorf gewinnen will, muss vor allem Freya Burk, mit neun Treffern die erfolgreichste Torjägerin der Liga, ausschalten. Und das gelang den Reiskirchenerinnen hervorragend.

Den Führungstreffer (67.) erzielte Lara Wengorsch nach einem Fehlpass der FSV-Keeperin. Kurz zuvor parierte diese im 1:1 einen strammen Schuss von Wengorsch, brach sich dabei jedoch das Handgelenk, wie sich später herausstellte. Hannah-Lena Schön überwand die Ersatztorhüterin per Volley zum 2:0 (76.).

»Über 90 Minutenhat alles geklappt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir sind richtig gut in der Spur«, lautete das Fazit von Trainer Jan Becke, der vor anderthalb Wochen noch ratlos wegen der schlechten Leistung seiner Schützlinge war.

FC Gießen - FC Weimar/Lahn 3:0 (2:0): Die Gäste verlangten den Gießenerinnen alles ab. Nach Blerina Dervishis Freistoß der Marke »Tor des Monats« (9.) senkte sich die Waagschale zugunsten der Gastgeberinnen. Nach dem 2:0 durch Lena Lenzen (21.) schalteten sie einen Gang zurück, Weimar bekam Oberwasser, doch die Gießener Abwehr stand sicher. Theresa Brand machte den Sack in der 83. Minute endgültig zu.

Trainer Andreas Schmid kritisierte, dass sich immer wieder der Schlendrian einschleicht. Unverkennbar sei aber auch, dass die zusammengewürfelte Truppe zusammenwächst.

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