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Anschlusstreffer kam zu spät

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Kommt die Flanke durch? Zumindest hat der Fernwalder Julian Bender den Ball perfekt erwischt. © Schepp

Fernwald. Der FSV Fernwald konnte den Schwung und die Euphorie aus dem 4:2-Derbysieg beim SC Waldgirmes gestern vier Tage später im Nachholspiel gegen den SC Hessen Dreieich nicht nutzen und verlor mit 1:2 (0:1). Auch weil die Treffsicherheit aus dem Derby fehlte.

»Das ist eine sehr ärgerliche Niederlage, denn wir haben Torchancen genug gehabt, aber nach vorne keine Effizienz gezeigt«, brachte es FSV-Coach Daniyel Bulut auf den Punkt, während sein Kollege Taner Yalcin vom SC Hessen begeistert von seiner Mannschaft war: »Das ist eine Sensation, denn wir sind personell arg gebeutelt angereist, ich bin stolz auf meine Spieler.« Es war vorerst das letzte Gastspiel der Südhessen in Fernwald, denn der Verein zieht bekanntlich zum Saisonende seine Mannschaft aus der Hessenliga zurück und macht Platz für die U23 von Eintracht Frankfurt.

Von Beginn an attackierten beide Teams früh und intensiv, machten dem Gegner das Leben schwer auf dem Weg nach vorne und zwangen zu vielen Ballpassagen in der eigenen Hälfte. Gefährliche Torannäherungen Fehlanzeige. Bis zur 17. Minute, als sich die Gelegenheit zur Führung der Gastgeber ergab. Erdinc Solak wurde im SC-Strafraum von Daniel Dejanovic gefoult, und trat selbst zum Strafstoß an. Sein Schuss prallte allerdings vom Pfosten zurück wieder vor seine Füße. Und gegen die Regel traf er diesmal ins Netz, aber der Treffer zählte nicht, weil kein Gegner zwischenzeitlich das Leder berührt hatte.

FSV Fernwald Hessen Dreieich 1:2

Die Gastgeber tauchten zwar jetzt öfter im Dreieicher Strafraum auf, wurden aber geschockt, als bei einem schnellen Vorstoß des SC Zubayr Amiri aus kurzer Distanz eine Hereingabe von Nino Cassaniti ins Netz setzte zur 1:0-Führung (25.) für Dreieich. Während der Rückstand die Gastgeber in ihren Offensivbemühungen etwas hemmte, spielten die Gäste souveräner auf.

Nach dem Wechsel ging die mangelnde Chancenverwertung der Gastgeber weiter, als Miletic den Schuss von Yannis Grönke noch aus dem Torwinkel fischte. Und wie es so ist im Fußball, wenn man die eigenen Chancen nicht nutzt, wird das meist bestraft. So wie beim 0:2 (56.) in Person von Abassin Alikhil, der gekonnt freigespielt an Sahin vorbei ins Eck traf. Obwohl sich der FSV gegen die technisch versierten und gut organisiert verteidigenden Dreieicher schwertat, hatten Richter (66.) sowie der aufgerückte Kevin Kaguah (70.) gute Gelegenheiten, die Partie noch zu drehen. Aber der Anschlusstreffer des eingewechselten Nicolas Strack, der ein Zuspiel von Brian Mukasa nutzte, kam in der 89. Minute zu spät.

FSV Fernwald: Sahin - Kaguah, Bender, Goncalves, Solak (78. Mukasa), Markiewicz (58. Strack), Richter, Hendrich, Hofmann, Grönke, Goebel (72. Freese).

SC Hessen Dreieich: Miletic - Amiri, Alikhil (68. Affo), Reljic (80. Klein), Speck (90. Steinbrecher), Bunjaki, Alempic, Dejanovic, Cassaniti, Lagator, Barusic.

Tore: 0:1 (25.) Amiri, 0:2 (56.) Alikhil, 1:2 (89.) Strack - Zuschauer: 100.

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