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Ansprache trägt Früchte

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Von: Christian Németh

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Lässt den Tübinger Thomas Zenkel ganz klein aussehen: Yannik Ribbecke bugsiert den Ball mit viel Fingerspitzengefühl in den Korb. Foto: Schepp © Schepp

Lich (cnf). Der heimische Aufsteiger Lich Basketball ist am Wochenende wieder in die Erfolgsspur eingebogen: Eine Woche nach der Derbypleitegegen die BBA Gießen 46ers schlugen die Brauereistädter vor heimischer Kulisse den SV Tigers Tübingen mit 103:96 und machten somit ihren fünften Sieg im elften Saisonpflichtspiel klar.

Lich Basketball - Tigers Tübingen 103:96

Die Heimmannschaft startete offensiv ordentlich, war defensiv mit den Köpfen aber noch nicht ganz auf dem Court (6:8, 4.). Ab der Mitte des ersten Abschnitts schaltete Lich allerdings einen Gang nach oben und gestattete den Süddeutschen in dieser Phase lediglich noch zwei Drei-Punkte-Treffer. Nach einem 18:6-Lauf - angeführt vom genesenen Routinier Johannes Lischka, der nach zwei Spieltagen sein Comeback gab, sowie von Yannik Ribbecke - lagen die Korbjäger von der Wetter mit 26:20 (10.) in Führung.

Schien der LB-Motor nach Ablauf des Auftaktviertels auf Betriebstemperatur zu kommen, geriet dieser im zweiten Durchgang wieder mächtig ins Stottern. »Ich weiß nicht, was da passiert ist - unserer Aggressivität hat komplett nachgelassen«, resümierte Lichs Headcoach Viktor Klassen nachträglich. Die Gastgeber gaben ihre Dominanz an den Brettern aus den Händen, auch defensiv gestaltete sich die Sache wieder fahrig. Die Konsequenz: Bis zur Halbzeitsirene hatte sich das Tübinger ProA-Farmteam die Führung zurückerkämpft (48:50, 20.).

Nachdem Klassen seine Schützlinge in der Kabine neu eingestellt hatte, präsentierten diese ab Abschnitt drei wieder ein ganz anderes Gesicht. Sowohl das Inside- als auch das Outside-Spiel liefen nun wieder rund, bis zur 28. Minute setzten sich die Bierstädter bis auf 81:68 komfortabel ab. Allerdings vermochten die Gäste bis zu Beginn des letzten Quarters noch einmal leicht zu verkürzen (81:73, 30.).

Kein Bangen mehr in der Crunchtime

Wirklich etwas anbrennen ließen die Hausherren im nachfolgenden Schlussakt (22:23) nicht mehr. »Meiner Meinung nach hatten wir da alles im Griff. Wir waren sehr konzentriert, auch an der Freiwurflinie«, erklärte Viktor Klassen, dessen Farben die Baden-Württemberger maximal noch bis auf sieben Zähler heranpirschen ließen.

Unterm Strich zeigte sich der LB-Cheftrainer mit der Darbietung seiner Mannschaft einverstanden: »Am Ende haben wir, denke ich, verdient gewonnen, auch wenn wir uns gegen die Verteidigung der jungen Tübinger Mannschaft, die sehr variabel gespielt hat, sehr schwergetan haben. Das Gute ist aber, dass wir immer zusammengehalten haben und stets eine passende Antwort parat hatten.«

An der Defensivarbeit wolle man in den kommenden Tagen noch einmal gezielt arbeiten, ehe am kommenden Wochenende (Samstag, 19.30 Uhr) eine schwierige Auswärtsaufgabe wartet: Dann nämlich gastiert Lich Basketball beim aktuellen Spitzenreiter Sunkings Saarlouis.

Lich Basketball: Hoxhallari (15), Chromik,, Sann (2), Kotulla (2), Keller (3), Wagner (8), Schweizer (16), Roith (3), Ribbecke (21), Bölke (2), Lischka (31).

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