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Arbeiten an der Festung

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Von: Nico Hartung

Hüttenberg. Die Forderung, mit der Johannes Wohlrab seine Schützlinge am Samstagabend auf die Platte schickt, ist eindeutig und lässt keine Zweifel offen: »Wir wollen endlich unseren ersten Heimsieg einfahren«, erklärt der Trainer von Handball-Zweitligist TV Hüttenberg vor dem Duell gegen die Wölfe Würzburg am Samstagabend (Anwurf: 19.30 Uhr).

TV Hüttenberg - Wölfe Würzburg (Samstag, 19.30 Uhr)

Denn bislang ist das Heimpunkte-Konto der Blau-Weiß-Roten noch leer. Fairerweise muss jedoch erwähnt werden, dass mit der HSG Nordhorn-Lingen und dem HBW Balingen-Weilstetten bislang nur Spitzenteams im Sportzentrum zu Gast waren.

Dies ändert sich jedoch an diesem Wochenende: Würzburg rangiert derzeit mit 2:6 Punkten und noch null Auswärtszählern auf Tabellenplatz 17, die Hüttenberger sind mit 4:4 Punkten sechs Ränge weiter oben angesiedelt. »Unabhängig von ihrem Start sind die Wölfe ein richtig guter Gegner, gegen den es immer heiß zur Sache geht. Dieses Duell hat mittlerweile einen kleinen Derbycharakter, da musst Du von der ersten Sekunde an hellwach und bereit sein«, so Wohlrab.

Während die Hüttenberger Heimbilanz noch ausbaufähig daherkommt, liest sich die Auswärtsausbeute dafür umso besser: Beide Begegnungen in der Fremde konnten gewonnen werden, darunter zuletzt ein 27:26-Sieg gegen den bis dato noch verlustpunktfreien Dessau-Roßlauer HV, der buchstäblich in letzter Sekunde unter Dach und Fach gebracht werden konnte. Allerdings droht nicht nur Siegtorschütze Niklas Theiß (Erkältung und Fieber) auszufallen, sondern gleich ein halbes Dutzend Akteure: »Ja, wir mussten nach dem Erfolg in Dessau ein bisschen Wunden lecken. Ich hoffe, dass Ian Weber mitwirken kann, bei Torhüter Leonard Grazioli werden wir es wohl erst am Freitag spontan entscheiden können«, so Wohlrab.

Auch hinter den Einsätzen von Hendrik Schreiber, Johannes Klein und Ryuga Fujita (alle erkältet) stehen aktuell noch Fragezeichen. »Die Voraussetzungen sind natürlich alles andere als ideal. Aber das ist kein Grund, von unserem Weg abzukommen. Wir haben genügend Leute im Kader, die das können«, so der Blondschopf, der mit seinen 36 Jahren zu den jüngsten Übungsleitern der Liga zählt.

Noch deutlich jünger ist allerdings Julian Thomann, Wohlrabs Gegenüber. Der einstige Spielmacher des HBW Balingen-Weilstetten zählt gerade einmal 30 Lenze und schwingt bereits seit dem Sommer des vergangenen Jahres das Zepter bei jener Mannschaft, die erst seit Beginn dieser Spielzeit unter dem Namen »Wölfe Würzburg« firmiert und vorher DJK Rimpar Wölfe hieß.

»Wir werden unsere Festung mit allem Notwendigen verteidigen müssen, wenn wir die zwei Punkte hierbehalten wollen. Es wird definitiv nötig sein, aufs Tempo zu drücken«, so Wohlrab, der jedoch noch einmal den wichtigsten Baustein für einen erfolgreichen Auftritt benennt: »Wir müssen endlich unsere Chancenverwertung verbessern.« Damit es endlich mit dem ersten Heimsieg klappt.

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