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Auch im Stadtderby Bilanz polieren

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Wiesecker Wand: Hier sieht sich die TSG einem Freistoß des Burgsolmsers Roger Adamski gegenüber. Das Spiel endete 0:2, ansonsten aber ist Wieseck voll im Soll. Foto: Bär © Bär

Gießen (mol). Sieben Spieltage sind in der Fußball-Gruppenliga Gießen/Marburg im Jahr 2022 noch zu absolvieren. Dabei hält der Spielplan an diesem 14. Spieltag gleich zwei Duelle von Teams aus dem Gießener Fußballkreis parat. Einzig die TSF Heuchelheim müssen zu ihrer Partie am Sonntag (16 Uhr) beim TSV Bicken in den Lahn-Dill-Kreis reisen. Kürzere Wege zu ihren Auswärtsspielen haben dagegen die Gießener Teams zurückzulegen, denn während der MTV 1846 am Sonntag (15 Uhr) zur SG Kesselbach/Odenhausen/Allershausen fährt, bleibt der FC Gießen II sogar in den Stadtgrenzen und tritt zeitgleich bei der TSG Wieseck an.

Dabei geht es für die beiden Mannschaften in Allertshausen massiv um Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

TSG Wieseck - FC Gießen II (Sonntag, 15 Uhr): Im Stadtduell sind die Gastgeber favorisiert, denn die Wiesecker spielen bislang eine bärenstarke Saison und konnten als Aufsteiger bereits 30 Punkte sammeln, beeindruckten zuletzt mit neun Zählern und 11:2 Toren in der »Englischen Woche«. Diese führte das Team von Stefan Frels und Martin Selmo nach 14 absolvierten Partien auf den zweiten Tabellenplatz. »Wir sind bislang absolut zufrieden mit unserer Saison. Schon zehn Siege gefeiert zu haben, ist wirklich stark«, resümiert TSG-Coach Frels und fügt an: »Natürlich hatten wir zwischendrin auch drei Niederlagen am Stück zu beklagen, haben dabei aber auch gegen starke Gegner gespielt. Und es war als Aufsteiger nun klar, dass wir in der neuen Liga nicht jeden an die Wand spielen werden. Aber wir haben die Spiele gewonnen, die wir gewinnen mussten und zudem als einziges Team der Liga noch nicht Remis gespielt. Daher würde ich auch sagen, dass wir bislang sehr konstant unterwegs sind. Was in einer so ausgeglichenen Liga sehr wichtig ist.«

Doch obwohl die Wiesecker mit Rang zwei derzeit einen Aufstiegsplatz belegen, blickt der Übungsleiter noch nicht darauf, was im weiteren Verlauf der Runde möglich sein könnte, sondern ausschließlich auf die nächste Spiele. Und diese halten für die Wiesecker neben dem Stadtderby am Sonntagnachmittag unter anderem auch das Duell bei Frels ehemaligem Verein SV Bauerbach oder auch das Derby in Heuchelheim bereit. »Im Moment ist für viele Mannschaften noch alles möglich. Bauerbach hat sich zum Beispiel nochmal richtig gut verstärkt, sie werden sicherlich noch oben angreifen. Generell bekommst du in dieser Klasse keine Punkte geschenkt und hast keine sicher, bevor der Anpfiff ertönt. Das war schon mal anders«, erinnert sich der TSG-Coach an andere Gruppenliga-Spielzeiten.

Daher ahnt der Übungsleiter auch, dass gegen den FC Gießen II keine leichte Aufgabe wartet, zumal der Verbandsliga-Absteiger bislang ebenfalls eine über die Maßen gute Saison spielt. Viele späte Gegentreffer - so erst in der letzten Partie gegen die SG Waldsolms (1:1) - verhinderten eine noch bessere Ausbeute als die bisherigen 17 Punkte. Die Favoritenrolle fällt den Wieseckern aber nicht nur ob der deutlich besseren Platzierung zu, sondern auch deshalb, weil der FCG II 15 seiner 17 Punkte auf eigenem Platz holte. Auf fremdem Terrain konnte der Tabellenelfte dagegen in sechs Partien noch keinen Dreier einfahren und neben vier Niederlagen nur zwei magere Punkte beim VfB Wetter (3:3) und beim FSV Braunfels (0:0) einstreichen.

Doch trotz dieser Bilanz warnt Stefan Frels vor dem Derby-Kontrahenten. »Sie haben es bislang richtig gut gemacht. Sie haben einen festen Stamm, der immer aufläuft und der ab und an mit zwei, drei Leuten aus der ersten Mannschaft ergänzt wird, die dort weniger zum Zug kommen. Das ist zum einen regelkonform und damit völlig okay, zum anderen weißt du aber nie genau, wer dir am Wochenende gegenübersteht. Daher werden wir auf uns und unsere Leistung schauen«, so der TSG-Coach, der diesmal allerdings auf seiner Seite hat, dass die Erste des FCG zeitgleich spielt. Froh ist Frels darüber, dass sich die mitunter etwas angespannte Personallage gebessert hat. Ob Kevin Buycks, der sich zuletzt mit muskulären Problemen plagte und unter der Woche im Training zudem umgeknickt ist, auflaufen kann, entscheidet sich allerdings kurzfristig.

Der FC Gießen II wird nach dem überraschenden Rücktritt von Ufuk Benzerli von Marcel Niesner betreut werden. »Wir arbeiten an einer Lösung, haben ein, zwei Kandidaten, was jetzt aber noch nicht greift«, sagt Michel Magel von der FC -Geschäftsstelle. Und hat noch eine Hiobsbotschaft parat. Der FCG II hatte Freitagnachmittag zwei Corona-Fälle, »aber momentan sieht es so aus, dass gespielt werden kann.«

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