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Auch Weltrekordhalter am Start

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Kurz vor dem Start zum Bahnrekord: Emma Nikles. © uw

Wetzlar (uw). Zur besten Sendezeit am Samstag um 19.30 stand das »TV« in TV Wetzlar nicht für Turnverein, sondern für Television. Denn die Hessenschau sendete einen Bericht vom 15. Frühjahrsschwimmfest des TVW im Europabad Wetzlar. Im Fokus stand dabei Andrii Govorov aus der Ukraine, Weltrekordhalter über 50m Schmetterling und nun auch im Besitz des Bahnrekordes im Europabad.

Der 29-jährige stand an der Spitze des Teilnehmerfeldes von 735 Aktiven aus 46 Vereinen, die rund 3400 Starts absolvierten. Mit Thom de Boer und Maarten Brzoskowski aus den Niederlanden gingen zwei weitere Welt- und Europameister an den Start, die sich ebenfalls in die Hallenrekordliste eintragen konnten. Die Schwimmabteilung des TVW mit Abteilungsleiter Reinhard Felten an der Spitze präsentierte sich wieder einmal als toller Gastgeber.

»Die 15. Auflage unseres Frühjahrsschwimmfestes hatte leider ein Jahr Verspätung, aber mit der Teilnahme von Andrii Govorov hat sich das Warten ja gelohnt«, freute sich Reinhard Felten über die Veranstaltung. Der Ukrainer wollte eigentlich bei den nationalen Titelkämpfen in Donezk an den Start gehen, die aber aus verständlichen Gründen nicht stattfinden konnten. »Wir haben am Wochenende eine Spendenbox aufgestellt, für jedes Autogramm und jeden Fotowunsch durfte etwas gespendet werden« erklärt Felten, der der Abteilung bereits seit 36 Jahren vorsteht. »Wir haben zudem die Prämien für die Bahnrekorde verdoppelt und ebenfalls gespendet« erklärte Felten, »so haben wir am Wochenende mehr als 1500 Euro zusammen bekommen, die Andrii Govorov jetzt gezielt in die Ukraine verteilen wird, wo es notwendig ist« fügte der 74-Jährige hinzu.

In 23,53 Sekunden stellte der Weltrekordhalter über 50m Schmetterling einen neuen Bahnrekord für das Europabad auf. Mit dieser Leistung erzielte er zudem die punktbeste Leistung der gesamten Veranstaltung. Im Rennen über 50m Freistil musste er sich im Ziel Kurzbahn-Staffelweltmeister Thom de Boer (Jg. 91) aus den Niederlanden, der für den SC Wiesbaden startet, knapp geschlagen gegeben. In einem spannenden Rennen war Govorov nach 22,67 Sekunden im Ziel, Thom de Boer war in 22,50 Sekunden der schnellste, der jemals im Europabad am Start war und erzielte entsprechend neben dem Tagessieg auch den Bahnrekord. Maarten Brzoskowski (Jg.95), Olympiafinalist und Europameister über 4x200m Freistil, setzte zu Beginn der Wettkämpfe bereits einen neuen Bahnrekord über 400m Freistil (1. / 3:56,29 Minuten). Ebenfalls neu in der Rekordliste steht Fabienne Wenske (Jg. 2004) vom SV Nikar Heidelberg, die über 1500m Freistil nach 16:55,18 Minuten im Ziel war. Die punktbeste Leistung erzielte dagegen Olympiateilnehmerin Jenny Mensing (Jg.86 / SC Wiesbaden), die über 200m Rücken nach 2:15,50 Minuten im ziel war. Der Pokal für die beste Mannschaft ging an den Hofheimer SC. Für das Team des TV Wetzlar gab es beim »Heimspiel« 37 Medaillen zu bejubeln, davon 12 in Gold.

Ansporn

»Die Anwesenheit der Topstars hat für einige Motivation gesorgt, 134 persönliche Bestzeiten und zahlreiche Normzeiten sind eine gute Bilanz« freute sich Coach Uwe Hermann über die Ergebnisse. Neue Bestzeiten bei Emma Nikles (JG. 2006 - Hüttenberg) sind meistens auch Vereinsrekorde. So war es auch in den Entscheidungen über 50m Rücken (1. / 32,74 Sekunden) und 100m Rücken (1. / 1:10,15 Minuten) im Europabad. In der Entscheidung über 200m Rücken stand sie ebenfalls ganz oben auf dem Treppchen. Ihre Zeit von 2:34,16 Minuten reichte aber (noch) nicht zur Vereinsbestmarke. Schnellster Schwimmer der Veranstaltung wurde Lokalmatador Niklas Römer (Jg. 2005/ Wettenberg) in 2:13,22 Minuten über 200m Rücken. Hinter Olympiafinalist Brzoskowski belegte er über 200m Freistil offen den zweiten Platz, der für Platz eins im Jahrgang nach 1:57,07 Minuten reichte. Pflichtzeiten für die Süddeutschen Meisterschaften Anfang Mai in Dresden erreichte Liana Köhlinger (Jg. 2007 / Lahnau) über 100m (2. / 1:02,02 Minuten) und 200m Freistil (3. / 2:13,96).

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