1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Auf dem Zahnfleisch

Erstellt: Aktualisiert:

Grünberg (zye). Unterbesetzt ging es für die Bender Baskets zum Spiel nach Osnabrück. Vier Spielerinnen mussten in dem hart umkämpften Zweitliga-Match Überstunden machen.

PA Osnabrück - Bender Baskets Grünberg 64:54

Sieben Spielerinnen, die entweder verletzungs- oder krankheitsbedingt ausfallen, fehlen Trainer Renè Spandauw. Daher reisten die Baskets auch nur mit acht Korbjägerinnen an. Den Löwenanteil der Spielzeit gegen die Panthers mussten Elisa Mevius (13 Punkte, sechs Assists und Steals), Isabell Meinhart (12), Olivia Nash (12/7 Rebounds) und Neuzugang Venla Varis (10 /fünf Rebounds) übernehmen. Mevius glänzte dabei mit einem sicheren Aufbau: Die sonst so zahlreichen Turnovers der Baskets hielten sich in Grenzen. »Das hat sie fantastisch gemacht, es war ihr bestes Spiel seit Monaten«, lobte der Coach seine lange verletzte und derzeit einzige Aufbauspielerin. Trotzdem reichte es auch diesmal nicht zum Sieg. Grünberg startete schlecht in die Partie, während Osnabrück mit viel Selbstvertrauen die Kontrolle übernahm. 21:12 hieß es nach dem ersten Viertel. Da zeigte sich das Selbstvertrauen von Mika Scheidemanns Team, das eine Serie aus drei Siegen aufwies. »Von der Bank kam leider zu wenig«, bedauerte Spandauw. Bei einer Bank mit nur drei Ersatzkräften sollte am Ende die nötige Puste fehlen.

Zudem fletschten die üblichen Verdächtigen der Panthers die Zähne: Wertvollste Spielerin wurde nicht überraschend Annemarie Potratz (14 Punkte, 7 Assists). Sie erfuhr starke Rückendeckung durch Melina Knopp (13 Punkte) und Tonia Dölle, die in nur 25 Minuten auf 12 Punkte und neun Rebounds kam. Die drei trugen ihre Panthers durch die Partie. Das war auch nötig, denn die Baskets erwiesen sich als bissige Underdogs. Im zweiten Durchgang schlugen sie zurück und erzielten ein knappes Halbzeitergebnis (32:31).

Bis zum Schluss blieben die Baskets der Academy zwar auf den Fersen, aber es fehlte das Quäntchen Ausdauer und Treffsicherheit: »Es war ein auf beiden Seiten sehr intensives Spiel, aber am Ende gingen wir auf dem Zahnfleisch«, musste Spandauw auf Grund der coronabedingt fehlenden Kontinuität im Training einräumen.

»Wir machen aber auch einfach zu wenig Punkte. Da müssten taktische Anpassungen her, aber die lassen sich bei zu wenigen Spielerinnen im Training kaum umsetzen. Das frustriert die Mannschaft und natürlich mich!«

Auch interessant