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Auf den letzten Drücker

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Von: Thomas Suer

FC Gießen holt dank guter Moral nach 1:3-Rückstand noch verdienten Punkt in Steinbach.

Steinbach/Gießen . Fußball-Hessenligist FC Gießen hat am Sonntagnachmittag in Osthessen seine Serie ungeschlagener Partien fortgesetzt und nun elf Zähler aus den vergangenen fünf Partien geholt. Beim SV Steinbach brauchten die Rot-Weißen dafür eine Aufholjagd in den letzten Minuten, um nach einem 1:3-Rückstand noch zu einem 3:3-Remis zu kommen.

SV Steinbach - FC Gießen 3:3

Es war ein hochverdientes Unentschieden für die Gäste, die lange Zeit ihre Chancen ungenutzt verstreichen ließen und so erst in die heikle Situation gerieten, zwei Tore aufholen zu müssen. »Klar, am Ende hatten wir ein bisschen Glück, aber das war hart erarbeitet. Ganz nüchtern betrachtet war mehr drin«, bilanzierte Trainer Daniyel Cimen.

Bei Dauerregen und zunehmend matschigerem Geläuf gingen die Hausherren aus dem Landkreis Fulda in der 19. Minute mit 1:0 in Front. Homan Halimi steckte durch, Thore Hütsch bezwang Keeper Aleksa Lapcic. Die Gießener indes verzweifelten am Gebälk und an Torhüter Philipp Bagus. Steinbachs Schlussmann parierte sowohl gegen Wessam Abdel-Ghani (14.) als auch gegen Matheus Beal (20.) glänzend. Sekunden später köpfte Stoßstürmer Leonid Akulinin, der trotz seiner Patellasehnenprobleme dabei war, die Kugel ans Aluminium. Lediglich drei Zeigerumdrehungen später scheiterte Yassine Maingad an Bagus, ehe Adrian Kireskis Kopfall am Gestänge landete. »Zur Pause müssen wir 3:1, wenn nicht sogar 4:1 vorne liegen«, monierte Coach Cimen die mangelhafte Effizienz.

Ähnlich der Beginn des zweiten Abschnitts: Bei einem viel verprechenden Angriff fand Maingad Akulinin nicht (49.), bevor Beals Direktabnahme über den Kasten flog. Eiskalt agierten demgegenüber die Steinbacher, die in der 64. Minute nach einem langen Ball von Alexander Reith auf Max Stadler auf 2:0 erhöhten, wobei Torhüter Lapcic keine gute Figur abgab. Das war der Auftakt ereignisreicher Minuten. Der Jubel der Hausherren war kaum verebbt, da verkürzte der gerade eingewechselte Connor Filsinger auf 1:2 (65.), doch Dumitru Neacsu stellte umgehend den alten Abstand wieder her (68.).

Die Gießener Schlussoffensive wurde befeuert durch die Ampelkarte wegen Foulspiels für Petr Kvaca in der 73. Minute. Zunächst gab es für Akulinin keinen Weg vorbei an Bagus (75.), dann blockte Hütsch den aussichtsreichen Schuss von Filsinger ab (81). Eben dieser Filsinger war dann aber auch am 2:3 beteiligt. Seinen Versuch lenkte Bagus ans Aluminum, der neu gekommene Pietro Besso setzte nach und schob das Leder in die Maschen (83.). Filsinger (86.) und zweimal Akulinin (90. und 93.) kratzten mit Vehemenz am Ausgleich, der dann aber doch noch fallen sollte.

Im Anschluss an einen Eckstoß wuchtete Maingad das Spielgerät in die Maschen und sicherte mit der finalen Aktion den 18. Punkt in dieser Runde, der im Klassement Rang fünf bedeutet. »Die Jungs haben nie aufgehört, an sich zu glauben. Das zeigt die gute Moral«, konnte Daniyel Cimen unter dem Strich angesichts des Spielverlaufs und der Mentalität seiner Mannschaft mit der Punkteteilung leben.

SV Steinbach: Bagus; Kehl, Bott, Neacsu, Hütsch - Kvaca, Uth - Paliatka (84. Göb), Reith (90. Aliyev), Halimi (71. M. Wiegand) - Stadler.

FC Gießen: Lapcic - Assar, Kireski, Fink, Abdel-Ghani - Hagley, Harder (62. Filsinger) - Maingad, Beal, Calabrese (78. Besso) - Akulinin.

Tore: 1:0 Hütsch (19.), 2:0 Stadler (64.), 2:1 Filsinger (65.), 3:1 Neacsu (68.), 3:2 Besso (83.), 3:3 Maingad (90.+3). - Schiedsrichter: Jäschke (Nieder-Roden). - Gelb-rote Karte: Kvaca (73./Steinbach). - Zuschauer: 200.

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