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Auf den Spuren des FC Liverpool

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Frankfurt (pep). Um kurz vor 10 Uhr am Mittwochmorgen ist die Frankfurter Eintracht fast pünktlich ins Trainingslager nach Dubai gestartet. An Bord der Boeing 777 EK 044 der »Emirates«-Airline waren neben dem Trainerteam insgesamt 26 Spieler, zwei weitere, Daichi Kamada und der neue U 21-Torwart Simon Simoni, werden vor Ort zur Gruppe dazustoßen.

Mit 28 Spielern nimmt Trainer Oliver Glasner die Vorbereitung aufs neue Jahr auf. Bis zum 14. Januar wird auf dem »Nad al Sheba Sports Complex« in Dubai gearbeitet. Im Rahmen des Trainingslagers wird es zwei Testspiele gegen Leipzig (Samstag) und Lech Posen (13. Januar) geben. Kritik am Ort der Vorbereitung und auch am Testgegner Leipzig ficht den Trainer nicht an. »Wir wollen beste Voraussetzungen schaffen, um gut gerüstet zu sein«, sagte Oliver Glasner. Dies alleine stehe im Vordergrund aller Planungen. Dafür würden Dubai und das Trainingszentrum beste Voraussetzungen bieten. »Wenn mir jemand garantiert hätte, dass wir hier jeden Tag 18 Grad haben, wären wir auch in Frankfurt geblieben«, sagte Glasner.

Ein großes Thema seien auch die Testspielgegner gewesen, »es ist nicht so einfach, weil alle Ligen rundherum schon spielen.« Glasner ist zufrieden mit der Auswahl. In Dubai habe die Eintracht für alle Eventualitäten vorgesorgt. Die Temperaturen liegen am Vormittag bei angenehmen 20 Grad und am Nachmittag bei warmen 26 Grad. »Wir haben beste Voraussetzungen auf den Plätzen und zwei Gegner, die in der Conference und Champions League spielen«, sagt der Frankfurter Trainer.

Die Frankfurter wohnen im vornehmen »The Maydan Hotel«, gelegen an der größten Pferderennbahn des Emirates mit Blick auf einen Golfplatz. Bis zum Trainingsgelände sind es von der noblen 5-Sterne-Herberge nur knapp drei Kilometer, es wird also nicht viel Zeit mit dem Transport vergeudet. Mannschaftsbetreuer Christoph Preuß hatte sich in den letzten Wochen schon vor Ort darum gekümmert, dass die organisatorischen Dinge vorher erledigt sind. Probleme sind nicht zu erwarten, sowohl das Hotel als auch das Sportzentrum haben bereits viele Erfahrungen mit prominenten Fußball-Mannschaften sammeln können. Erst vor ein paar Wochen hat sich der FC Liverpool an gleicher Stelle auf den Neustart vorbereitet und Trainer Jürgen Klopp soll voll des Lobes gewesen sein. Nun also der Europapokalsieger. Klopps Frankfurter Kollege hatte schon früh bei den Klub-Verantwortlichen den Wunsch hinterlegt, ein Trainingslager im Süden zu beziehen.

Die Alternativen waren Florida in den USA, dort war die Eintracht auch schon zweimal in den letzten Jahren, und eben die Golf-Region. Glasner hatte aus Gründen der geringeren Zeitverschiebung und des etwas kürzeren Fluges von Beginn an nach Dubai tendiert. Das Emirat liegt »nur« drei Stunden »vor« Deutschland, es wird nur zu einem geringen Jetlag kommen. Zwei Übungseinheiten pro Tag hat der Eintracht-Coach Glasner angesetzt, viel freie Zeit soll es dazwischen für seine Spieler nicht geben. Das hatte auch Sportvorstand Markus Krösche deutlich gemacht. »Wir können uns dort zehn Tage auf unsere Arbeit konzentrieren«, kündigt er an, »es geht nicht um Sightseeing, PR-Termine oder Vermarktungsthemen, es geht ausschließlich um Fußball und den vollen Fokus.« Die Eintracht hat keine Zeit zu verlieren, nur eine Woche nach der Rückkehr steht schon das erste Pflichtspiel, die Bundesligapartie gegen Schalke 04, auf dem Programm.

»Wir sind in allen drei Wettbewerben vertreten. Wer uns kennt, weiß, dass wir überall nach dem größtmöglichen Erfolg streben«, sagt Glasner, »es geht ja auch gleich Schlag auf Schlag wieder los«.

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