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Auf der Zielgeraden

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Johannes Hofmann (rechts) reist mit Fernwald nach Dreieich. © Schepp

Fernwald (bir/rma). Wenn heute (Anstoß 15 Uhr) der FSV Fernwald in der Aufstiegsgruppe der Fußball-Hessenliga beim SC Hessen Dreieich antritt, dann ist es das vorerst letzte Gastspiel beim Klub aus der Stadt im Landkreis Offenbach. Denn der Verein, der erst 2013 gegründet worden war, wird sich zum Ende der Saison aus der Hessenliga zurückziehen und zukünftig keine Seniorenmannschaft mehr stellen.

Stattdessen wird Bundesligist Eintracht Frankfurt ab der neuen Runde mit einer 2. Mannschaft (U23) in der Hessenliga und im Sportpark Dreieich spielen.

SC Hessen Dreieich - FSV Fernwald (Samstag, 15 Uhr): Im Hinspiel Mitte letzten Monats hatte der FSV zuhause eine 1:2-Niederlage gegen den FC kassiert. Trotz zahlreicher Torchancen reichte es am Ende nur zum Treffer von Nicolas Strack. Auf den Angreifer setzt Fernwalds Trainer Daniyel Bulut auch heute. Ob in der Startelf, war allerdings am Donnerstagabend noch nicht klar, aber nach seiner verletzungsbedingten Zwangspause (muskuläre Probleme) kam Strack zuletzt beim 3:0-Erfolg seines Teams beim TuS Dietkirchen wieder für 25 Minuten zum Einsatz. »Tim hat das vorne aber in Dietkirchen auch gut gemacht«, ist Bulut froh, mit Richter eine Alternative im Angriff zu haben. »Dreieich ist eine spielstarke Mannschaft, fast alle Akteure haben mal bei Eintracht Frankfurt gespielt«, weiß Bulut und erhofft sich, »dass wir an die Leistung aus der Dietkirchener Partie anknüpfen können und Punkte mitbringen.« Bis auf Mirko Freese (Urlaub) und Yannis Grönke, der nach seiner Verletzung erst wieder mit dem Lauftraining begonnen hat, kann der FSV-Coach im letzten Auswärtsspiel der Runde wohl auf den gesamten Kader zurückgreifen. Beim erkälteten Julian Bender steht hinter dem Einsatz noch ein kleines Fragezeichen.

Aufgebot des FSV Fernwald: Sahin, Sinkel, Kaguah, Bender, Burger, Hendrich, Goncalves, Hofmann, Mukasa, Solak, Goebel, Dervishi, Okada, Vural, Schäfer, Simon, Markiewicz.

SC Waldgirmes - SV Neuhof (Samstag, 15 Uhr): Bedingt durch den Modus, nach dem sich die Lahnauer für die Aufstiegsrunde qualifiziert hatten, ist eins klar: Sie werden die Saison in gut zwei Wochen auf einem einstelligen Tabellenrang abschließen. SC-Trainer Mario Schappert betrachtet dies grundsätzlich als Erfolg. Die beiden jüngsten Pleiten im »Club der Topteams« (0:5 in Stadtallendorf und 0:6 bei Barockstadt Fulda-Lehnerz) wurmen ihn und seine Mannschaft trotzdem.

»Klar waren das gegen zwei im Titelrennen steckende Topteams schwere Aufgaben. Es darf aber jetzt nicht einfach alles so auslaufen, weil dann die Gefahr droht, dass wir uns vieles von dem, was wir uns aufgebaut haben, ein bisschen einreißen«, verdeutlicht Schappert.

Seit dem ersten Spieltag der Aufstiegsrunde und dem 2:1-Sieg über den designierten Meister Stadtallendorf gelang in sechs weiteren Spielen kein Dreierpack mehr. »Ich bin mir sicher, dass wir in den beiden Heimspielen am Samstag gegen Neuhof und gegen Erlensee sowie beim Derby in Fernwald noch etwas holen. Die Mannschaft will das auch und trainiert entsprechend«, berichtet Schappert.

Glaubt man seinem Trainerkollegen Alexander Bär vom SV Neuhof, dann stehen die Waldgirmeser Chancen nicht schlecht. »Vor uns braucht niemand Angst zu haben. Wer schießen ja keine Tore«, würzt der 51-jährige seine Aussage über die aktuelle Form der Osthessen mit einer kräftigen Prise Galgenhumor. Auch der SVN hatte analog den Waldgirmesern mit dem Erreichen der Aufstiegsrunde den Klassenerhalt bereits in der Tasche und wie der SC schaffte man nur einen Sieg in sieben Partien. In jenen sieben Spielen schossen die Männer vom »Monte-Kali« sechs Mal nur ein Tor oder gar keins. »Wir müssen ins Zukunft personell in der Offensive nachbessern«, regt Bär nach einer unter dem Strich guten Saison des SVN an.

Personell reisen die Gäste annähernd in Bestbesetzung nach Waldgirmes. Die Lahnauer dagegen müssen auf Leon Kunz (Muskelfaserriss), Natnael Tega (Knöchelverletzung) sowie auf Luis Stephan (Trainingsrückstand nach Verletzung) verzichten. »Für Karl Kost kommen Wettkämpfe nach seiner Hüftoperation noch viel zu früh. Dass er aber wieder zu uns gestoßen ist, um leichte Übungen zu absolvieren, war für uns alle das Highlight der bisherigen Woche«, betont Schappert. Sprachs, und hofft doch insgeheim, dass das Ergebnis gegen Neuhof dem SC Waldgirmes noch ein zweites Highlight beschert. Ob die Zielgerade zum Saisonausklang letztlich dem positiven Eindruck entsprechen wird, den die Lahnauer oft hinterließen, haben sie noch selbst in der Hand.

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