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Auf Kurs mit der Kugel

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Björn Langer LG Wettenberg © Red

Gießen (lab). Die Leichtathletik-Saison neigt sich dem Ende zu, doch für die Mehrkämpfer und Mehrkämpferinnen stand am vergangenen Wochenende noch der Höhepunkt bevor. In Bernhausen (Filderstadt, südlich von Stuttgart) fanden die Deutschen Meisterschaften im Mehrkampf ab U20 aufwärts statt. Und ein Athlet aus dem Gießener Kreis war mit dabei: Björn Langer von der LG Wettenberg erlebte im Zehnkampf der U20 zwei Tage mit Ups und Downs und holte schlussendlich mit 6379 Punkten den neunten Rang.

Trotz Regens am ersten Tag hatten sich einige Zuschauer im Fleinsbachstadion eingefunden, darunter auch Zehnkampf-Europameister Niklas Kaul. Eigentlich hatte sich auch Tim Schneider von der LG Wettenberg die DM fest als Saisonhöhepunkt vorgenommen, ein Muskelfaserriss vor zwei Wochen verhinderte jedoch den Start. Auch er reiste dennoch mit.

Für Langer lief der erste Tag ordentlich: 11,51 s über 100 m und 6,56 m im Weitsprung bildeten einen soliden Start. Richtig gut: 12,61 m mit der Kugel. 1,86 m im Hochsprung und 53,52 s über die 400 m rundeten den ersten Tag ab. Über 400 m war in Anbetracht des Trainings der vergangenen Wochen nicht mehr drin.

In den zweiten Tag preschte Langer erstmal verheißungsvoll: Über die 110 m Hürden lief er schnell vorne weg und eine richtig starke Zeit wäre möglich gewesen, wenn er nicht an einer der letzten Hürden hängen geblieben wäre. 15,76 s standen am Ende auf der Uhr. Im Diskus warf er anschließend mit 36,68 m im Bereich seiner Bestleistung, dann kam allerdings der Stab: Nach Problemen im Training und zu wenig Druck hin zur Anlage war nach 3,60 m Schluss. Stabhochsprung ist eben Kopfsache. Nach 45,55 im Speerwurf lag Langer vor den 1500 auf Rang neun. Für Rang sieben hätte er seiner Zielzeit von 5:02,18 min nur etwa eine Sekunde abziehen müssen. So fehlten am Ende gerade Mal 16 Punkte für einen schickeren Rang. Am Sonntagabend machte sich ein wenig Enttäuschung breit.

Vorne siegte Roman Jocher (SSV Ulm) mit 7176 Punkten. Jocher war erst mit einem starken Lauf auf den 1500 m an Fred Isaac Fleurisson (OSC Berlin), der zweiter wurde, vorbeigezogen.

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