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Auf starke Hälfte folgt Anschauungsunterricht

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Gelnhausen . Kein Auftakt nach Maß: Zum Saisonstart in der 3. Liga Süd-West mussten sich die Handballer der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen geschlagen geben. Im Hessenduell unterlagen die Grün-Weißen beim TV Gelnhausen mit 27:31 (14:11). Die Truppe von Trainer Axel Spandau will aus dem Zustandekommen ihre Lehren ziehen.

TV Gelnhausen - Dutenhofen/M. 31:27

Eine Spielhälfte lang ging das, was sich die Mittelhessen vorgenommen hatten, nahezu par excellence auf. Die im Wechsel zwischen einer 6:0- und einer 3:2:1-Formation agierende Deckung schaffte es, die Wirkungskreise von Gelnhausens quirligem Mitte-Dirigenten Jonathan Malolepszy einzuengen, vor allem aber gelang es, das überfallartige Umschaltspiel der Rot-Weißen insgesamt aufzuhalten.

»Wir haben sie immer wieder kurz nach der Mittellinie stoppen können«, lobte Spandau. Obendrein zeigte der über 60 Minuten das Tor hütende Simon Böhne, Leih-Neuzugang vom Zweitligisten TV Hüttenberg, im ersten Abschnitt eine überzeugende Leistung zwischen den Pfosten. Der Lohn für all das: Ein ausgeglichenes Aufeinandertreffen, in dem sich die Grün-Weißen zum Ende der ersten Hälfte sogar erstmals absetzten. Rückraummann Lukas Gümbel besorgte die 11:7-Führung (25.), zur Pause lag die Spandau-Sieben mit 14:11 vorne.

Die Handballer aus Dutenhofen und Münchholzhausen schafften es nach Wiederbeginn allerdings nicht, an diese Performance anzuknüpfen - insbesondere in puncto Defensivarbeit. Die TVG-Umschaltaktionen, gerade jene aus der schnellen Mitte heraus, sorgten nun vielmehr für erhebliche Probleme, immer wieder ließen sich die Grün-Weißen förmlich überrennen. »Gelnhausen ist in der zweiten Hälfte mit Vollgas an uns vorbei«, konstatierte Spandau.

Die Führung war dementsprechend rasch futsch, beim 19:19 (44.) hatten die Gastgeber gleichgezogen. Bis zum von Rechtsaußen Simon Belter erzielten 24:24 (52.) blieb die HSG dran, verzettelte sich gegen die aggressive 6:0-Deckung des TVG dann aber zusehends in Eins-gegen-Eins-Aktionen. »Dazu«, so Spandau, »kamen ein, zwei Schiedsrichterentscheidungen, die nicht unbedingt zu unseren Gunsten ausfielen.« In Summe war all das zu viel, um in Gelnhausen zu punkten. Bis auf 28:25 (56.) enteilte der Gastgeber, ehe die Wetzlarer Vorstädter mit einer 3:3-Deckung nochmal die Wende versuchten - jedoch ohne Erfolg.

»Wir müssen lernen, auch in Krisensituationen unsere taktische Linie zu bewahren, aber ich denke, dass wir auf dem richtigen Weg sind«, resümierte Spandau. Die ersten Punkte sollen dann am nächsten Samstag beim Heimspiel gegen die TSG Haßloch her.

Gelnhausen: Lahme, Bechert; Müller (3), Mocken (7/1), Altscher (3), Schenk, Fehl (2), Geisler, Malolepszy (7/5), Altwein (3), Georgi, Bergau (4), Wörner (2), Hilb, Hüttmann.

Dutenhofen/Münchholzhausen: Rinn, Böhne; Gümbel (5), Hoepfner (2), Boczkowski (4), Lindenstruth (1), Belter (6), Bremond (6/3), Datz, Lauer (2), Werth, Steinmüller, Okpara, Müller (1), Geffert.

Schiedsrichter: Steinebach/Schürhoff (Olpe/Netphen) - Zuschauer: 250 - Zeitstrafen: acht (Mocken, Malolepszy, Altwein, Bergau/2, Wörner/3) - fünf (Lindenstruth/2, Okpara, Müller/2) - Rot: Wörner (51., dritte Zeitstrafe), Lahme (58., Foulspiel) - Siebenmeter: 7/6:3/3.

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