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Auf und Ab ins Abseits

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Wettenberg. Die HSG Wettenberg hat ihre letzte Chance auf die Meisterrunde in der Männerhandball-Oberliga verspielt. Nach einem zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Rückstand drehte das Team von Trainer Axel Spandau die Partie und lag bei einer 25:23-Führung gut fünf Minuten vor Schluss auf Siegkurs.

HSG Wettenberg - TV Petterweil 25:27

Doch eine torlose Schlussphase und vier Gegentreffer in Folge mündeten in eine 25:27 (12:15)-Heimniederlage gegen den TV Petterweil, der nun selbst auf Rang vier kletterte und dadurch noch die Chance besitzt, dem Abstieg schon zum Ende der Qualirunde zu entgehen.

»Man muss leider sagen, dass wir uns da an die eigene Nase greifen müssen, denn wir hatten in den letzten Wochen genügend Chancen, es zu schaffen. Aber auch heute waren wir einfach nicht konstant, sind zum wiederholten Mal direkt der Musik hinterhergelaufen und haben dann in der entscheidenden Phase zu viele Fehler gemacht und auch klare Torchancen vergeben. Nach 14 Spielen muss man sagen, dass die Tabelle nicht lügt und wir es zurecht nicht in die Meisterrunde geschafft haben«, fand der HSG-Coach offene und klare Worte.

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison starteten die Gastgeber schwach in die so wichtige Partie und sahen sich nach gut sieben Minuten bereits einem 2:6-Rückstand ausgesetzt. Zwar kam Wettenberg beim 4:6 (11.) und 6:8 (16.) ein wenig heran, nach dem neuerlichen Vier-Tore-Rückstand (6:10, 20.) sah sich Spandau dann aber doch zu einer Auszeit genötigt.

Doch Besserung war nur kurzzeitig in Sicht, denn das HSG-Auf und -Ab in Halbzeit eins setzte sich auch nach dem Timeout gnadenlos fort. Nach einem Henkel-Doppelpack zum 9:11 (24.) zog Petterweil sogar bis auf 15:9 davon (28.). Erst ein energischer Endspurt und drei Treffer in Folge brachten Wettenberg zur Pause wieder in Schlagdistanz (12:15). Die richtige Aufholjagd starteten die Hausherren dann aber erst nach dem 14:18 (38.) und drehten die Partie dank eines 5:0-Laufes binnen fünf Minuten (19:18, Philippe Oyono). Als Lukas Becker zum 22:20 (48.) eingeworfen und TVP-Rückraumakteur Jonas Koffler die Rote Karte gesehen hatte, schien sich die Waage endgültig den Wettenbergern zuneigen.

Doch die kampfstarken Südhessen glichen beim 23:23 (53.) wieder aus und kamen auch nach dem 23:25 (55.) binnen 70 Sekunden wieder zurück (25:25). Wettenberg geriet kurz darauf in Unterzahl, hatte nach einem verworfenen Siebenmeter von Jankovic (59.) aber dennoch die Chance auf die Führung und damit auf den Sieg.

Doch den nächsten Treffer brachte nach einem HSG-Fehler Bachmann 55 Sekunden vor Schluss für Petterweil an (26:25), und nach einem Angriffsfauxpas schickte Felix Koffler die Spandau-Sieben mit seinem Wurf ins leere Tor endgültig in die Abstiegsrunde.

Wettenberg: Laudt, Stroh - Schwarz, Werner, Becker (4), Anhäuser (1), Weidner, Warnke (7/5), Weber, Henkel (6), Schneider, Oyono (1), Lauber, Weise (6).

Petterweil: Bouali - Wagner (2), Bachmann (4), Kusan, Pfeiffer (1), Felix Koffler (1), Fernandes (4), Jonas Koffler (2), Lange, Wassberg (4), Pletz (8), Jankovic (1).

Schiedsrichter: Heinzel/Wieprecht (Wallau/Massenheim). - Zeitstrafen: sechs (Becker zwei, Werner, Schneider, Weise, Lauber) - zwei (Bachmann, Pletz). - Rote Karte: Jonas Koffler (48.). - Siebenmeter: 5/5 - 2/1.

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