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Auf zur letzten Punkte-Hatz

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Gießen (mol). Zum letzten Mal in diesem Jahr begeben sich die heimischen Vertreterinnen in der Frauenhandball-Oberliga auf die Jagd nach Punkten und Toren. Weite Fahrten muss bei dem unsteten Winterwetter am Wochenende keines der Teams auf sich nehmen. Während die HSG Lumdatal und die TSG Leihgestern Heimspiele betreiben, muss einzig die HSG Kleenheim-Langgöns zu einer Auswärtspartie antreten.

Allerdings steht für den Tabellenzweiten das Derby bei der HSG Wettenberg vor der Tür, die Tür der Sporthalle in Launsbach sollte zügig und problemlos erreichbar sein.

HSG Lumdatal - HSG Hoof/Sand/Wolfhagen (Samstag, 17.30 Uhr, Lumdatalhalle Londorf): Pünktlich zum Jahresausklang sammeln die Lumdatalerinnen nochmal fleißig Zähler, dem starken Remis gegen Kleenheim-Langgöns folgten am letzten Wochenende zwei Siege gegen Großenlüder/Hainzell und in Weiterstadt.

Gegen die auf Platz neun liegende Dreier-HSG soll nun in der letzten Partie ein weiterer Erfolg her, doch auch der Gast aus Nordhessen reist mit einem jüngsten Erfolgserlebnis (26:14 gegen Fritzlar II) im Rücken nach Londorf. »Wir wollen natürlich an die drei erfolgreichen Spielen anknüpfen und zum Jahresabschluss nochmal zwei Punkte holen. Zumal das Spiel zuhause stattfindet, sehe ich uns schon leicht in der Favoritenrolle«, so Lumdatals Trainer Marcel Köhler, der aber vor den Nordhessinnen warnt. »Hoof spielt einen schnellen Handball, hat eine super erste Welle und lässt den Ball im Angriff gut laufen. Vor allem auf Karoline Happe müssen wir aufpassen!«

TSG Leihgestern - SG Kirchhof 09 (Samstag, 19.30 Uhr, Stadthalle Linden): Auf den ersten Blick könnte aus Sicht des Spitzenreiters kein besserer Gegner zum Jahresabschluss in Linden gastieren, denn während der nach wie vor ungeschlagene Tabellenführer bislang alle fünf Heimspiele gewinnen konnte, musste Kirchhof alle fünf Auswärtspartien verloren geben.

Was aber am mitunter doch am arg wechselnden Personal bei Heim- und Auswärtspartien liegt. Doch mit welcher Truppe sich die Drittliga-Reserve am Samstag präsentiert, bleibt abzuwarten, sodass die TSG-Trainerin keinerlei Grund sieht, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Zumal ob des weiterhin recht dünnen, eigenen Kaders. »Die Aufstellung des Gegners ist vorab nie bekannt, daher müssen wir auf alles vorbereitet sein. Wir müssen auch diesmal wieder sehen, dass wir eine schlagkräftige Mannschaft zusammenbekommen und dementsprechend unter der Woche etwas mit den Kräften haushalten«, so Jonna Jensen, die ergänzt: »Es ist das letzte Heimspiel, da wollen wir uns natürlich mit einer ordentlichen Leistung in die Winterpause verabschieden!«

HSG Wettenberg - HSG Kleenheim-Langgöns (Samstag, 16 Uhr, Sporthalle der Gesamtschule Gleiberger Land Launsbach): Mit einem Heimspiel beschließen die Damen aus dem Gleiberger Land das Handballjahr und wollen ihren bislang zehn Pluspunkten gerne noch weitere hinzufügen. Zwar unterlagen die Wettenbergerinnen zuletzt klar mit 15:26 in Oberursel, konnten im Laufe der Saison aber bereits ein Heimderby (19:16 gegen Lumdatal) für sich entscheiden.

»Unser Ziel ist, uns im Vergleich zum letzten Wochenende wieder auf unsere Stärken besinnen, kompromisslos verteidigen, ein gutes Rückzugsverhalten an den Tag legen und im Angriff mutig spielen, um den Gegner in Bewegung zu bringen«, so HSG-Coach Kai Nober, der noch ergänzt: »Es war eine anstrengende Hinrunde, aber es ist das letzte Partie des Jahres. Da wollen wir natürlich nochmal alles raushauen!«

Mit einem klaren Heimerfolg gegen Großenlüder/Hainzell (33:22) kommt der Tabellenzweite nach Launsbach, mit ihrer Leistung zeigten sich die Kleenheimerinnen aber nicht zufrieden. Was in Anbetracht des dennoch deutlichen Erfolges aber kein Zeichen von Arroganz darstellt, sondern die Fähigkeit zur Selbstkritik zeigt und den Willen, sich weiter zu verbessern.

»Hinrundenabschluss und Derby, was willst du mehr. Hoffentlich ist die Halle richtig voll, verdient hätten es die Damen. Ich schätze zudem die Zusammenarbeit mit Kai Nober während der Saison und freue mich von daher sehr auf das Duell«, so SGK-Coach Saul, der natürlich auf das »Spiel ohne Harz« zu sprechen kommt. »Ein leidiges Thema, das man aber nicht ändert. Unser Ziel muss es sein, trotzdem unser Tempo durchzudrücken und die Zahl der technischen Fehler in Grenzen zu halten. Wir werden auch wieder Spieler unserer Zweiten einsetzen, die kennen das »ohne Harz« ja!«

Ob Celina Rüspeler nach ihrem Zusammenstoß im letzten Spiel auflaufen kann, entscheidet sich kurzfristig. Zudem hat die Erkältungswelle auch vor dem Kleebachtal nicht Halt gemacht.

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