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Aufatmen nach großem Zittern

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Waldbüttelbrunn (mol). Starke erste 40 Minuten haben der HSG Pohlheim den Weg zum dritten Saisonsieg in der 3. Männerhandball-Liga geebnet.

DJK Waldbüttelbrunn - HSG Pohlheim 21:22

Im Kellerduell bei Schlusslicht DJK Waldbüttelbrunn lag das Team von Trainer Andreas Lex nach zwei Dritteln der Spielzeit souverän mit 18:11 in Führung, ehe der Vorsprung in der Schlussphase zusammenschmolz wie ein Eis in der Sommersonne. Einen Treffer Vorsprung konnten die Mittelhessen aber über die Zeit retten und dank des 22:21 (12:7)-Erfolges den zweiten Auswärtssieg der Saison bejubeln.

»Mit den ersten 40 Minuten bin ich wirklich sehr zufrieden, in diesem Zeitraum haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht. Danach haben wir leider zu viele klare Chancen ausgelassen und vor allem auch von den Außenpositionen zu viele Möglichkeiten vergeben. Dadurch begann am Ende noch das große Zittern. Da wir aber fast über die gesamte Spielzeit in Führung lagen, geht der Sieg aus meiner Sicht aber auf alle Fälle in Ordnung und ist verdient«, resümierte der HSG-Coach im Anschluss.

Den besseren Start vor nur gut 150 Zuschauern erwischten zunächst die Unterfranken und lagen nach zwei schnellen Toren in der ersten Spielminute mit 2:0 in Führung. Lucas Meyers 3:2 (7.) sollte aber bereits die letzte Führung der Gastgeber gewesen sein, da die Pohlheimer in der Folge eine bärenstarke Defensivleistung aufs Parkett legten.

Diese führte direkt zu einem ersten kleinen Lauf (5:3, 12.), dem sich direkt ein weiterer anschloss. Nach dem 5:4 zogen die Gäste im Aufsteigerduell dank konsequenter Chancenverwertung nämlich davon und lagen nach einem Treffer von Nikolas Happel erstmals mit fünf Treffern vorne (11:6, 25.).

Nach dem Pausen-12:7 legte die Lex-Sieben den Grundstein für den Erfolg dann in weiteren starken zehn Minuten, in denen die HSG nach einem Tor von Kreisläufer Mo Lambrecht auf 18:11 davongezogen war. Nach dem 19:12 erlaubten sich die Pohlheimer aber direkt fünf schwache Minuten und ließen Waldbüttelbrunn auf 16:19 (46.) herankommen.

Nach einer Auszeit gelang es den Mittelhessen dann zumindest, ihre Abwehr wieder zu stabilisieren, nach Treffern von Nikolas Happel und Lambrecht zum 20:17 bzw. 21:17 schien der Auswärtssieg Formen anzunehmen.

Das 22:18 durch Leon Friedl in Minute 54 war aber bereits der letzte Treffer der Lex-Truppe, weshalb der Vorsprung in der Schlussphase immer weiter zusammenschrumpfte. Friedl hatte beim Stand von 22:20 (58.) die Chance, endgültig alles klarzumachen, ließ seinen Siebenmeter aber aus. Was sich letztlich aber nicht rächen sollte, weil den kampfstarken Gastgebern nur noch der Treffer zum 21:22-Anschluss gelingen sollte.

Waldbüttelbrunn: Leikauf, Schöler - Bardina (2), Herth, Meyer (1), Winheim, Paul (5), Renz, Kwiatkowski (8/3), Issing (2), Glöggler (1), Bötsch, Becker, Rastner (1), Elbert (1).

Pohlheim: Schlegel, Wüst - Wagner, Johannes Träger (2), Lambrecht (4), Lukas Happel, Nick Weinandt, Drommershausen (1), Niclas (1), Lex (4), Schier (2), Nikolas Happel (4), Friedl (4/4), Kludt.

Schiedsrichterinnen: Kleinhenz/Wenzke (Bad Kissingen/Salz) - Zuschauer: 153 - Zeitstrafen: zwei (Kwiatkowski, Glöggler) - drei (Schier zwei, Nikolas Happel) - Siebenmeter: 4/3 - 5/4.

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