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Aufholjagd bleibt unbelohnt

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Gießen (mhe/red). Am dritten Spieltag der Kegel-Hessenliga gelang der Spielgemeinschaft aus Alten-Buseck und Reiskirchen der erhoffte Punktgewinn bei den Dill-Städtern. Dabei mussten beide Teams kurzfristig auf Leistungsträger verzichten. Im Hessenliga-Derby zwischen dem gastgebenden KC 88 Wettenberg und Aufsteiger KSC Heuchelheim behielten die Hausherren knapp alle drei Punkte daheim.

KSG Dillenburg-Herborn - M85 Mittelhessen 4846:4669 (2:1/45:33): Den ersten Block entschieden die Gastgeber mit Ex-Bundesligaspieler Markus Nadzeyka (816, 7) und besonders Oliver Weller (855, 11) mit 25 Holz knapp für sich. Rolf Rohrbach (810, 6) und vor allem Michael Buhl (837, 10) hielten sehr gut mit und platzierten Ergebnisse, die für den späteren Punktgewinn sehr wichtig waren.

Im Mittelblock lieferte sich Robert Gellert (828, 8) mit Martinez (830, 9) ein Kopf-an-Kopf-Rennen auf hohem Niveau. Da Ersatzmann Weber nur schwache 678 (1) auf die Bahn brachte, konnte dies Alexander Lehnhausen (799, 4) mit konstantem Spiel nutzen. Mittelhessen hatte einen Vorsprung von 94 Holz vor dem letzten Block und der dritte Spielwertungspunkt war mit «+7« schon so gut wie sicher.

Im Schlussdrittel rückte nach langer Verletzungspause kurzfristig erstmals wieder Thomas Becker (735, 2) in die Mannschaft. Der Trainingsrückstand war ihm noch anzumerken und auch Oliver Kahl (760,3) spielte nicht optimal.

So drehten die Dillenburger Weber (804, 5) und der Tagesbeste Carsten Grün (856, 12) unter großem Jubel der eigenen Anhänger noch das Spiel, wobei der erste Auswärtspunkt der neuen Saison mit 33 EWP sicher mit nach Hause genommen werden konnte.

KC 88 Wettenberg - KSC Heuchelheim 4904:4724 (3:0/48:30): Nach verhaltenem Spiel der Gäste in den beiden ersten Blöcken und einer bis dahin klaren Angelegenheit zugunsten Wettenbergs, setzte der KSC im dritten Abschnitt zu einer beeindruckenden Aufholjagd in Sachen Einzelwertung an, blieb aber am Ende glücklos bei 30 Einzelwertungspunkten hängen und musste die Bahnen ohne Zählbares verlassen.

Wettenbergs Anstarter Jan Anders (819/8) und Jörg Schnell (807/6) genügte ein durchschnittlicher Auftritt, um im Wettstreit mit Yannick Röhm (792/5) die Oberhand zu behalten. Heuchelheims Andy Kreiling (746/1) zollte seiner langen Spielpause Tribut und vermochte so keine Akzente zu setzen.

Im mittleren Abschnitt gestaltete sich die Begegnung weiterhin recht einseitig. Patrick Schnell (831/11) und Tino Anders (818/7) präsentierten sich in ansprechender Verfassung, während Heuchelheims Neuzugänge Jörg Wehrenfennig (777/3) und Ingo Vernau (764/2) vergleichsweise blass blieben und damit ebenfalls nicht in die Wertungsränge vordrangen. Bei einem Vorsprung Wettenbergs von rund 200 Hölzern war die Partie als solches entschieden und bei den Gastgebern spekulierte man angesichts des klaren Spielstandes auf einen auch in der Einzelwertung ungefährdeten 3:0-Erfolg.

Dritter Block will’s wissen

Doch dann überraschten die beiden Heuchelheimer Liberos im dritten Block mit einer überragenden Anfangsbahn (231/224 LP), mit der sie drohten, die für einen Teilerfolg nötigen Wertungen einzufahren. Die Spannung blieb bis zu den letzten Kugeln erhalten, aber für den KSC reichten die starken Leistungen von U24-Junior Christian Weeg (825/10) und Uwe Reuschling (820/9) gegenüber Wettenbergs Tagesbesten Kai-Uwe Schnell (845/12) und Kai Göbler (784/4) aufgrund weniger fehlender Hölzer nicht für die erforderlichen 31 Einzelwertungspunkte.

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