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Aufholjagd kommt zu spät

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Gießen (bir). In der letzten Auswärtspartie zwei Spieltage vor Schluss der Aufstiegsrunde in der Fußball- Hessenliga hat sich der FSV Fernwald mit dem 3:4 (1:4) bei Hessen Dreieich noch einmal ein Tor-Spektakel geliefert und war nach einem klaren Rückstand am Ende dem Remis nahe. »Es ist sehr schade, die Mannschaft hat nach der Pause viel investiert und hat eine tolle Moral bewiesen.

Fast hätten wir noch das 4:4 gemacht«, sah FSV-Trainer Daniyel Bulut trotz der Niederlage auch Positives bei seinem Team.

SC Hessen Dreieich - FSV Fernwald 4:3

Es war auch zugleich das letzte Aufeinandertreffen mit der Mannschaft des Vereins, der in der kommenden Runde nicht mehr antritt und der neu installierten U23 von Eintracht Frankfurt Platz in der Liga macht. Auch das Stadion wird für die Bundesliga-Reserve freigemacht.

Die Partie war beim 4:1 zur Pause scheinbar klar zugunsten der Gastgeber gelaufen. Die Fernwälder starteten zwar offensiv und hatten in Person von Brian Mukasa schon nach zwei Minuten die Führung auf dem Fuß, aber im Eins-gegen-Eins blieb SC-Keeper Ahmad Hosainie Sieger, der auch den Schuss des allein vor ihm auftauchenden Nicolas Strack (9.) entschärfte.

In der Folge war die FSV-Defensive zu offen. Und kurz darauf die plötzliche Führung der Gastgeber, für den Toni Reljic einen Freistoß über die Mauer ins Netz zum 1:0 (11.) schlenzte. Vier Minuten später bereits das 2:0, als nach einem Vorstoß über den rechten Flügel Nikola Mladenovic einen Rückpass von Nino Cassaniti veredelte. Beim 3:0 (19.) verwandelte Zubayr Amiri einen Handelfmeter, den Ceyhun Dinler bei einer Abwehraktion im Strafraum verursacht hatte. Für den 1:3-Anschlusstreffer (25.) war der nach seiner Verletzung in die Startelf zurückgekehrte Nicolas Strack verantwortlich, der einen Steilpass von Johannes Hofmann aufnahm und am SC-Torwart vorbei ins Netz schob.

Nachdem Strack (44.) den Anschlusstreffer mit seinem ungenauen Kopfball nach Flanke von Agon Dervishi verpasst hatte, fiel kurz vor dem Pausenpfiff noch das 4:1 (45.): Nach einem langen Pass stand Cassaniti frei vor FSV-Keeper Mithat Sahin, der keine Abwehrchance hatte. »Wir hatten im ersten Durchgang kein Rezept gegen die Offensive der Dreieicher, die eine große Qualität haben. Wir hatten die ersten beiden Chancen und dann steht es auf einmal 1:4, aber die Mannschaft hat gut reagiert«, resümierte Bulut.

Strack eröffnet Sturmlauf des FSV

Wer nach der ersten Halbzeit gedacht hatte, der FSV kassiert eine Packung, sah sich dank taktischer Veränderungen und einer Steigerung der Bulut-Truppe nach der Pause im Irrtum. In der 54. Minute erreichte ein langer Ball von Mukasa über die SC-Abwehrkette Offensivkollege Strack, der den SC-Keeper noch umkurvte und zum 2:4 einschob. Und als Louis Goncalves nach einem Doppelpass mit Erdinc Solak allein vor dem Dreieicher Torwart den 3:4-Anschlusstreffer erzielte, machte der FSV noch einmal verstärkt Druck. Und fast wäre in der Nachspielzeit noch der Ausgleich geglückt, aber der eingewechselte Nils Schäfer (90.+3) wurde bei seinem Solo Richtung Gastgeber-Kasten im letzten Moment noch gestoppt.

SC Hessen Dreieich: Hosainie - Mladenovic, Amiri, Alikhil (46. Mouhaman), Reljic, Bunjaki (64. Schnitzer), Alempic (74. Klein), Cassaniti, Lagator, Wachs, Barusic.

FSV Fernwald: Sahin - Kaguah (38. Dervishi), Burger, Goncalves, Solak, Strack (71. Richter), Mukasa (80. Schäfer), Hendrich, Hofmann, Dinler, Goebel.

Tore: 1:0 (11.) Reljic, 2:0 (15.) Mladenovic, 3:0 (19.) Amiri (Handelfmeter), 3:1 (25.) Strack, 4:1 (45.) Cassanati, 4:2 (54.) Strack, 4:3 (86.) Goncalves. - Schiedsrichter: Dücker (Mackenzell). - Zuschauer: 120.

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