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Auftakt in den eigenen Palästen

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Gießen (mol). Rückrundenstart in der Frauenhandball-Oberliga Hessen, und praktischerweise muss keiner der heimischen Vertreter dafür Auswärtsfahren auf sich nehmen. Während die HSG Wettenberg erst am 22. Januar in das neue Jahr einsteigt, bestreiten Tabellenführer TSG Leihgestern am Samstag und der Zweite HSG Kleenheim-Langgöns am Sonntag Heimspiele und befinden sich dabei in der Favoritenrolle.

Heimrecht genießt am Sonntag auch der Vierte HSG Lumdatal gegen den Sechsten aus Kriftel.

TSG Leihgestern - TGB Darmstadt (Samstag, 19.30 Uhr, Stadthalle Linden): Der ungeschlagene Tabellenführer trifft auf den bislang sieglosen Letzten - klarer könnten die Vorzeichen vor dem Jahresauftakt der TSG-Frauen kaum stehen. Und trotzdem wäre Überheblichkeit ein schlechter Ratgeber, weshalb Jonna Jensen und ihre Mannschaft das Spiel gegen die Südhessinnen nicht auf die leichte Schulter nehmen. »Wir hatten gehofft, nach der Pause frischer ans Werk gehen zu können, aber wir haben nach wie vor viele angeschlagene oder Spielerinnen, die krankheitsbedingt fast gar nicht trainieren konnten. Daher haben wir noch Nachholbedarf«, so Leihgesterns Trainerin, die auch den Gegner im Blick hat. »Wir müssen schauen, was da auf uns zukommt, denn Darmstadt hat den Trainer gewechselt. Für uns wird es wichtig sein, wirklich von Spiel zu Spiel zu schauen und die Partie hochkonzentriert anzugehen!«

Erfreulich ist aus Sicht des Spitzenreiters, dass Hadija Kerdi nach langer Verletzungspause wieder in den Kader rückt und wohl ihr Comeback geben wird.

HSG Lumdatal - TuS Kriftel (Sonntag, 17 Uhr, Lumdatalhalle Londorf): Nach zuvor 5:1 Punkten verabschiedete sich Lumdatal mit einer 24:29-Heimniederlage gegen Hoof aus dem Handballjahr 2022. Nun nicht mit einer weiteren Pleite vor eigenem Publikum ins neue Jahr zu starten, ist verständlicherweise das Ziel des Drittliga-Absteigers. Aber auch der TuS, der zwischenzeitlich bärenstark unterwegs war, beendete das vergangene Jahr erfolglos, die letzten beiden Partien gingen verloren.

Im Hinspiel behielt die Köhler-Sieben mit 20:15 die Oberhand und will nun daran anknüpfen. »Wir hatten eine lange Trainingspause, weshalb es für uns gilt, erst einmal wieder reinzukommen und eine gute Leistung zu zeigen«, so Trainer Marcel Köhler, der bei Kriftel zuletzt gute Leistungen gesehen hat.

»Der TuS ist vor allem im Rückraum richtig stark besetzt, besitzt aber insgesamt eine sehr variable Mannschaft. Im Hinspiel hatten wir Probleme gegen die 6:0- bzw. die versetzte 5:1-Abwehr, das wollen wir diesmal besser lösen!« Fehlen wird der HSG aus beruflichen Gründen Kim Fuhrländer, ansonsten ist der Kader komplett.

HSG Kleenheim-Langgöns - TSG Oberursel (Sonntag, 17 Uhr, Weidig-Sporthalle Oberkleen): 1:5 Punkte in den drei Derby-Auswärtsspielen ließen die Kleebachtalerinnen zum Jahresende den Kontakt zu Spitzenreiter Leihgestern vorerst verlieren, zuhause ist die Weste des Teams von Martin Saul dagegen noch blütenweiß (sechs Spiele, sechs Siege). Und das soll auch in der Heimpartie gegen den Zehnten aus Oberursel so bleiben. »Das Ziel ist ganz klar die Palastverteidigung. Da bei uns im Winter die Halle komplett geschlossen war, war unsere Vorbereitung aber alles andere als optimal, sodass wir nur wegen der Tabellensituation vorsichtig optimistisch sein können. Wir wollen den Rückrundenstart natürlich erfolgreich gestalten, was aufgrund der Voraussetzungen eine anspruchsvolle Aufgabe darstellt«, glaubt der SGK-Coach, dessen Mannschaft sich zum Saisonauftakt zu einem 22:20-Erfolg mühte. »Das Spiel in Oberursel vernünftig zu gestalten, ist uns schwergefallen. Es war ein typisches erstes Saisonspiel!«

Franziska Dietz wird bei Kleenheim-Langgöns nicht spielen, hinter dem Einsatz von Madeleine Buhlmann steht nach ihrer Verletzung noch ein Fragezeichen.

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