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Auswärts eine Macht

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Von: Rolf Birkhölzer

Gießen/Friedberg (bir). Der FSV Fernwald bleibt in der Fußball-Hessenliga auf Erfolgskurs. Nach dem souveränen 4:0 in der vergangenen Woche in Hadamar folgte mit dem 2:1 (1:1) bei Türk Gücü Friedberg der siebte Auswärtsdreier. Und das beim Tabellendritten, der mit acht Siegen auf eigenem Platz das zweitstärkste Heimteam der Liga ist.

Türkgücü Friedberg - FSV Fernwald 1:2

»Ich bin sehr zufrieden mit diesem etwas glücklichen Sieg. In der ersten Halbzeit war Friedberg giftiger und torgefährlicher, wir haben die Kontrolle verloren und der Ausgleich zur Pause war hochverdient für Türk Gücü. Wir hatten Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten sind. Nach der Pause haben wir umgestellt, das Zentrum in der Defensive dichter gemacht und sind besser ins Spiel gekommen«, kommentierte FSV-Trainer Daniyel Bulut die Vorstellung seiner Mannschaft gegen eine Gastgeberelf, die sechs Stammkräfte ersetzen musste.

Den Fernwaldern kam entgegen, dass sie schon früh in Führung gehen konnten, obwohl die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt tonangebend waren. In Minute fünf tauchte Noah Michel allein vor FSV-Keeper Pierre Kleinheider auf, der gegen den Ex-Gießener parierte. Aber als Brian Mukasa nach schönem Dribbling im Strafraum von Alit Usic gefoult worden war, verwandelte Erdinc Solak den fälligen Strafstoß gegen seinen ehemaligen Verein zum 0:1 (13.). In der Folge gerieten die Gäste arg unter Druck, und der freistehende Jeff Thielmann (17.) verpasste mit einem ungenauen Volley-Schuss übers FSV-Tor den Ausgleich. Der fiel drei Minuten später, als Ren Gatamura einen Pass von Kamil Yikilmaz aufnahm und mit einem Flachschuss Kleinheider keine Abwehrchance ließ. Auch bis zur Pause verzeichnete Friedberg mehr Spielanteile, allerdings ohne torgefährlich zu werden.

Nach dem Wechsel nahm die Partie an Fahrt auf, und die Goncalves, Solak und Woiwod kamen besser ins Spiel. Zunächst reklamierten die Gastgeber mehrmals Handspiel im Fernwalder Strafraum, aber der Schiedsrichter sah es anders; wie auch FSV-Coach Bulut: »Ich habe die Situationen nicht so gesehen, dass es Handspiel war.«

Auf der Gegenseite verpasste Solak zweimal die Führung. Erst landete nach schöner Einzelleistung des Offensivspielers ein Schlenzer am Pfosten des Gastgeber-Kastens (52.), dann war bei einem strammen Schuss Solaks aus spitzem Winkel die Latte im Weg (77.). Acht Minuten vor dem Abpfiff jubelten dann aber die Gäste über den Siegtreffer durch den aufgerückten Kevin Kaguah. Der Abwehrspieler spitzelte nach Flanke von David Siebert am langen Pfosten das Leder über die Torlinie zur Entscheidung (84.). Der zwölfte Saisonsieg war perfekt.

Friedbergs Coach Eniz Dzihic zur dritteb Heimniederlage: »Sechs Stammspieler haben gefehlt, die Jungs, die auf dem Platz standen, haben das aber zu 80 Prozent sehr gut gemacht. Nach dem Rückstand sind wir gut zurückgekommen, leider war der Fußball-Gott nicht auf der Seite von jenen, die mehr investieren. Die Niederlage war ärgerlich.«

Türk Gücü Friedberg: Koob - Gatamura, Usic, Häuser, Knecht (89. Malmudov) - Henrich, Schorr, Imek (73. Hayashi), Thielmann, Yikilmaz - Michel.

FSV Fernwald: Kleinheider - Burger (90+5 Markiewicz), Kaguah, Muhic, Bender - Goncalves, Hofmann, Hendrich (62. Siebert), Solak (90+5 Schwabe), Mukasa (76. Mohr) - Woiwod (90+1 Dervishi).

Tore: 0:1 (13.) Solak (FE), 1:1 (20.) Gatamura, 1:2 (84.) Kaguah - Schiedsrichter: Winkler (Landau) - Zuschauer: 190.

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