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Auswärtsfahrten im Doppelpack

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Applaus für die HSG Kleenheim: Trainer Martin Saul, hier mit Christiane Bork-Werum und Rixi Hahn, steht vor der nächsten Auswärtsaufgabe in Nieder-Roden. © Bär

Gießen (mol). Eine tolle Reaktion hat die HSG Kleenheim-Langgöns in der 3. Frauenhandball-Liga nach der bitteren 20:21 gegen die HSG Gedern/Nidda gezeigt und ihre Qualitäten beim ebenso klaren wie hochverdienten 31:24 gegen den TB Wülfrath nachgewiesen. Daran anzuknüpfen ist nun am Samstagabend das Ziel des Teams von Trainer Martin Saul, auf das um 19.

30 Uhr dann mit dem Hessenderby bei der HSG Rodgau Nieder-Roden eine weitere wichtige Partie im Kampf um den Klassenerhalt wartet. Aktuell bekleiden die beiden hessischen Kontrahenten nämlich mit je 10:20 Zählern punktgleich die Plätze neun und zehn und könnten mit einem Erfolg am Wochenende Anschluss an die Nichtabstiegsplätze finden.

HSG Rodgau Nieder-Roden - HSG Kleenheim/Langgöns (Samstag, 19.30 Uhr): »Wir kommen mit einem Erfolgserlebnis und wollen den guten Trend fortsetzen. Wir wissen aber, dass das nicht einfach wird, zumal das Spiel auswärts stattfindet. Zudem ist es natürlich wieder eine Partie, in der es um die Wurst geht, weshalb es auch wieder eine mentale Herausforderung für die Mannschaft werden wird«, glaubt der SKG-Coach.

Mit einem Erfolgserlebnis geht freilich auch Rodgau Nieder Roden in die Partie, denn am vergangenen Wochenende konnte das Team des Holzheimers Ergün Sahin einen wichtigen 20:17-Erfolg gegen die HSG Gedern/Nidda feiern, während es zuvor noch eine ebenso empfindliche wie bittere 16:24-Niederlage im Lumdatal gesetzt hatte.

Das Hinspiel in Oberkleen Mitte Oktober war aber eine klare Sache für die »Baggerseepiratinnen« (25:16), da Kleenheim-Langgöns in den ersten 30 Minuten offensiv praktisch nicht stattfand und nach nur fünf Toren bereits aussichtslos mit 5:14 in Rückstand geraten war. »Wir treffen am Sonntag auf eine sehr kampfstarke Mannschaft, die Halle in Nieder-Roden kann zu einem echten Hexenkessel werden. Daher bin ich wirklich gespannt, wie meine Mannschaft diese Aufgabe meistert. Wir wollen aber definitiv den nächsten Schritt machen«, betont Saul, der das Wort »Klassenerhalt« mit seinem Team nach den guten letzten Wochen wieder in den Mund nehmen kann.

Ob die Partie am Samstagabend denn wird stattfinden können, dahinter stehen zumindest noch ein paar Fragezeichen, denn sowohl im Umfeld der Kleenheimer als auch - dem Vernehmen nach - dem der Rodgau Nieder Rodener Mannschaft sind zuletzt Coronafälle aufgetaucht.

1. FSV Mainz 05 II - HSG Lumdatal (Sonntag, 15 Uhr): Nach der starken Leistung gegen den Tabellenzweiten TSG Eddersheim, für die es am vergangenen Wochenende beim 20:24 in eigener Halle allerdings keine Punkte gab, geht es für die HSG Lumdatal wieder auf Reisen. Und zwar in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt, wo am Sonntagnachmittag (15 Uhr) der 1. FSV Mainz 05 II auf das Team von Marcel Köhler wartet. Dabei leben die Hoffnungen, nach dem Auswärtssieg beim 1. FC Köln auch aus der zweiten Karnevalshochburg Zählbares entführen zu können.

»Natürlich ist es unser Ziel, dass wir möglichst lange an unserem Gegner dranbleiben und für eine Überraschung sorgen. Aber die Tabelle täuscht ein wenig, da Mainz die wenigsten Spiele in der Klasse ausgetragen hat. Für mich gehört diese junge Mannschaft unter die Top Sechs und damit auf jeden Fall in die dritte Liga«, weiß Lumdatals Trainer bei allem Optimismus, dass mit dem Tabellenachten wieder ein harter Brocken auf sein Team wartet.

In der Tat waren die Spiele der Rheinhessinnen in diesem Jahr rar gesät. Das Stadtderby bei Tabellenführer SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim, das am vergangenen Freitag klar mit 15:25 verloren ging, war sogar das erste Spiel 2022, zuvor war der FSV beim unglücklichen 30:31 gegen die TSG Eddersheim am 11. Dezember auf dem Spielfeld. Die daher fehlende Spielpraxis könnte ein kleiner Nachteil gegenüber den Lumdataler Damen sein, die in diesem Jahr schon vier Ligaspiele austragen konnten. Im Hinspiel Mitte Oktober (18:22) war es vor allen Dingen die schwache Torausbeute, die die Köhler-Sieben nach 40 Minuten schon entscheidend mit 9:17 ins Hintertreffen geraten ließ. Daran gilt es nun zu arbeiten, aber auch etwas anderes steht noch im Fokus.

»Generell müssen wir es schaffen, den sehr starken Rückraum in den Griff zu bekommen. Bei Mainz sind viele Spielerinnen auch immer wieder in der ersten Mannschaft im Einsatz, daher wird das eine richtig schwere Aufgabe für uns. Aber wir müssen auf uns und unsere Leistung schauen, die Fehler im eigenen Angriff minieren und mutig spielen«, gibt Trainer Köhler vor. Fraglich ist bei der HSG aktuell einzig der Einsatz von Nina Hasenkamp, die noch an einer Verletzung laboriert.

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