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Ball tanzt für Spandauw-Team

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Cora Horvath (r.) ist für die Bender Basket der Angelpunkt im Spiel gegen Lichterfelde. Gegen die Juniorin hat sogar TuS-Akteurin Helen Spaine das Nachsehen. Foto: Friedrich © Friedrich

Grünberg (grm). In der 2. Basketball-Bundesliga Nord haben die Damen der Bender Baskets Grünberg ihr Auftakspiel gegen den TuS Lichterfelde mit 72:70 (48:31) knapp für sich entschieden. Die Mannschaft führte dabei lange zweistellig, ehe die Gäste herankamen und in der Schlusssekunde sogar die Chance zum Sieg hatten. »Für die Umstände mit der späten Vorbereitung, Olivia Nashs Krankheit und unserer sehr kurzen Rotation war das eine super Leistung, vor allem in der ersten Halbzeit.

Dass die zweite Halbzeit nicht gut war, ist auch klar«, lautete das Spielfazit von Coach René Spandauw.

B. B. Grünberg - TuS Lichterfelde 72:70

Zwei Dreier von Cora Horvath bildeten den Anfang und das Ende eines 16:0-Laufs, mit dem die Baskets das Spiel eröffneten. Erst nach fünf Minuten konnten die Gäste ihre ersten Punkte erzielen, auf welche die Grünbergerinnen - angeführt von der starken Isabell Meinhart - jedoch ihrerseits mit weiteren Zählern antworteteten (22:5, 7.). »Ich habe vor dem Spiel zu ihr gesagt, dass ich heute ein paar Punkte von ihr brauche, und das hat sie gut hingekriegt«, lobte Spandauw.

In den Schlusssekunden des Viertels schrumpfte die Führung ein wenig, als Helen Spaine völlig frei stand und per Buzzerbeater-Dreier auf 27:12 stellte. Dieser Abstand hatte auch im zweiten Abschnitt Bestand: Meinhart und Cora Horvath, die am Ende zusammen auf 45 Punkte kamen, hielten die Baskets auf Kurs (38:18, 6.). Bei den Gästen setzten vor allem Katharina Müller, Kylie Marie Jimenez und Helen Spaine Akzente, wobei Spaine mehrfach blank an der Dreierlinie stand. Diese sich bietenden Freiräume wusste die Gästespielerin zweimal für sich zu nutzen (46:31, 9.).

Baskets müde, TuS hellwach

Der zweite Durchgang begann für die Baskets mit Ballbesitz - und zwei unnötigen Turnovern. Dennoch hielt das Spandauw-Team zunächst den Vorsprung und führte nach 25 Minuten mit 60:42. Müller und Helen Spaine ließen jedoch nicht locker und reduzierten den Rückstand vor dem Schlussviertel auf zwölf Punkte (65:53, 30.). Diesen Trend setzten die Gäste auch danach weiter fort, was Coach Islam Haddar wie folgt erklärte: »Die Pause habe ich genutzt, um in der Defense zu justieren, worauf Grünberg keine Lösung gefunden hat. Außerdem gab es einen Punkt, ab dem man gemerkt hat, dass der Druck bei den Mädels weg war und wie sie anschließend abgeliefert haben.«

Umgekehrt lief es hingegen bei den Gallusstädterinnen, die konditionell nachließen und sich mehrere Fehler und Turnover leisteten (71:64, 37.). Nach Helen Spaines viertem Dreier stand es schließlich nur noch 72:70 (39.). Den Baskets gelang es zwar, die Uhr herunterzuspielen, aber bei zehn Sekunden Restspielzeit landete ein Wurf von Cora Horvath nur am Ring. Emmanuelle Djuela Kenfac griff zu und spielte zu Müller. Diese sprintete nach vorne und setzte zum Dreier an. Doch der Ball tänzelte sich aus dem Ring heraus - sehr zur Freude der Bender Baskets und ihrer Fans, die daraufhin den ersten Saisonsieg lautstark bejubelten.

Bender Baskets Grünberg: Meinhart (24/1), C. Horvath (21/3), N. Horvath (4), Römer (3/1), Poelstra (5), Weinand, Dapper (4), Nash (11).

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