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Ballverluste kosten den Auftaktsieg

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Hat sich den Saisonstart in die 1. Regionalliga Südwest anders vorgestellt: LB-Headcoach Viktor Klassen. Foto: Vogler © Vogler

Gießen (jsg). Lange hatte Aufsteiger Lich Basketball auf das erste Spiel in der 1. Regionalliga Südwest hingefiebert, am Samstag kosteten dann aber zu viele Ballverluste den ersten Sieg in der neuen Liga. Mit 78:71 ging der Auftakterfolg an die Fellbach Flashers.

Fellbach Flashers - Lich Basketball 78:71

An der Stadtgrenze von Stuttgart begann für das Team aus der Wetterstadt die Rückkehr in die Regionalliga. Die Schwaben zählen für zu den erweiterten Aufstiegsaspiranten und so präsentierten sie sich auch. Bei den Gästen fehlte mit Nils Pompalla ein erfahrener Rollenspieler im Spielaufbau.

Den Start in die Saison hatte sich Trainer Viktor Klassen sicherlich anders vorgestellt, mit 9:2 gingen die ersten Minuten an die Gastgeber. Doch Lich kam besser ins Spiel und glich den frühen Rückstand bald aus. Die erfahrenen Schwaben hielten dennoch die Zügel des Spiels in den Händen, konnten sich aber nicht absetzen. Mit 21:20 endete das erste Viertel ausgeglichen.

Meist zog Fellbach etwas davon, je nach Wechseln konterte Lich dann aber den Lauf. »Yannick Ribbecke war in der ersten Halbzeit unser Anker«, blickte Klassen auf seinen Topscorer, der am Ende 21 Punkte und elf Rebounds auf seinem Konto hatte. Die Bierstädter hielten so Tuchfühlung, erst die letzten 20 Sekunden kosteten ihnen mit fünf Gegenpunkten einen ausgeglichenen Halbzeitstand. Stattdessen ging es mit 44:37 in die Katakomben.

»Ich habe in der Halbzeit mit Johannes Lischka gesprochen - und dann war er auch da«, resümierte Klassen die Ansprache. Der einzige Neuzugang im ansonsten unveränderten Aufstiegsteam wurde in der Folge deutlich besser eingebunden, konnte seinen Körper gut einsetzen und kam so nach ruhiger erster Halbzeit doch noch auf 19 Punkte und zwölf Rebounds. Fellbach verteidigte die kleine Führung allerdings. Beide Teams erzielten im dritten Viertel gleich viele Punkte, sodass es beim Stand von 60:53 in den Schlussabschnitt ging.

Die Licher zeigten ihren Kampfgeist, durch die Ballverluste gerieten sie zunächst aber etwas weiter ins Hintertreffen. Doch mit einem 13:0-Lauf gleichen sie das Spiel wenig später zum 68:68 aus. »Wir waren in der Endphase dann allerdings etwas müde und haben uns defensiv einige Unstimmigkeiten erlaubt, die Fellbach zu leichten Punkten ausgenutzt hat.« Fellbach zeigte sich zudem souverän von der Freiwurflinie und brachte so den 78:71-Sieg in trockene Tücher.

Für die Licher ist die Niederlage zwar ärgerlich, aber dennoch kein Beinbruch. »Die Niederlage geht auf unsere Kappe. Wir konnten mit dem Gegner mithalten, die leichtsinnigen Ballverluste haben uns den Sieg gekostet. Ansonsten waren wir als Aufsteiger mit einem Aufstiegsaspiranten auf Augenhöhe, damit gehen wir zuversichtlich in die nächsten Spiele«, resümierte Headcoach Viktor Klassen.

Wie ausgeglichen Fellbach besetzt ist, zeigen auch die Bankpunkte. 42 Zähler gingen auf die Kappe der schwäbischen Bank. Bei Lich kamen nur neun Punkte durch Eingewechselte.

Lich Basketball: Hoxhallari (10), Keller (2), Wagner (5), Schweizer (10), Roith (2), Ribbecke (21), Jakob, Bölke (2), Lischka (19).

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