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Bechthold macht Wettenberg II Mut

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Gießen (pie). Der achte Spieltag stand in der Handball-Landesliga der Frauen auf dem Programm. Nachdem sich letzte Woche bereits die HSG Hungen/Lich aus dem Triumvirat der Tabellenführer verabschiedet hatte, übernimmt der TV Hüttenberg nach dem Sieg gegen die HSG Eibelshausen/Ewersbach die alleinige Spitze. Bei der HSG Wettenberg II hat der Trainerwechsel Wirkung gezeigt.

Sie setzte sich im Derby mit 29:22 gegen die TSG Leihgestern II durch.

TSG Oberursel - HSG Hungen/Lich 25:33 (12:21): Entschieden war die Partie bereits nach dem Pausenpfiff, bei dem die HSG mit 21:12 vorne lag. Im zweiten Durchgang lahmte das Spiel der Gäste, der Rhythmus fehlte. »Dazu haben sicherlich auch die vielen Wechsel ihren Teil beigetragen«, gab Trainer Tim Straßheim zu. In Verbindung mit schlechter Chancenverwertung kamen am Ende »nur« 33 Treffer zustande, von denen sich Carmelina Mulch ein Drittel in die Torstatistik schreiben lassen konnte.

Tore Hungen: Richter (2/2), Mitzkat (6), Mulch (11), Schneider (2), Emely Nau (6), Staub (2), Steinruck (2), Schön (2).

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen - Eintracht Frankfurt 29:27 (14:12): Die Damen von Coach Christian Grzelachowski holten sich die Punkte sieben und acht. Gegen die Eintracht war es wieder einmal die schlechte Chancenverwertung, die einen höheren Sieg verhinderte.

Tore Dutenhofen/Münchholzhausen: Walter (1), Schoppe (6), Neul (1), Okpara (2), Neumann (3/1), Naumann (2), Walter (6/1), Weimer (4), Müller (4).

HSG Wettenberg II - TSG Leihgestern II 29:22 (13:14): Unter dem neuen Trainer Rüdiger Bechthold gelang beim nach holperiger erster Halbzeit der Turnaround. »Am Anfang haben wir eigentlich gegen unseren eigenen Kopf gespielt. Das war ein reiner Kampf gegen die eigene Psyche«, erklärte Bechthold. Dementsprechend schwer tat sich die HSG, versemmelte etliche Torchancen und ging mit einem 13:14-Rückstand in die Kabine. Bechthold verfolgte seinen Plan mit vielen Wechseln, um das Tempo hochzuhalten. Und er ermutigte seine Damen, nach dem zweiten Fehlwurf »den dritten einfach reinzuballern«. Mit diesem Rückhalt wuchs das Selbstvertrauen der Mannschaft, die im zweiten Durchgang besser deckte, gute Entscheidungen traf und Leihgestern durch die Halle jagte. »Mir war klar, dass Leihgestern nicht lange durchhält, wenn wir Vollgas gehen. Am Ende des Tages war das der Schlüssel zum Sieg«, so Bechthold.

Tore Wettenberg: Müller (4), Fischermanns (5), Blumrich (1), Drommershausen (2), Risse (2), Schmidt (1), Frank (5), Ebert (), Weise (8/4).

Tore Leihgestern: Junker (3), Käs (2), Walther (6/2), Eiskirch (1), Stein (1), Sanchez Perez (4), Port (3), Engel (2).

SV Seulberg - HSG Kleenheim-Langgöns II 40:35 (22:16): HSG-Trainer Christian Manderla bemängelte vor allem die Abwehrleistung: »40 Gegentore sagen alles aus. Wenn du 35 Tore auswärts schießt, dann musst du einfach gewinnen.« So hatte die HSGKL zur Pause bereits 22 Gegentore kassiert, was mit einem Sechs-Tore-Vorsprung für Seulberg einherging.

Tore Kleenheim-Langgöns: Wulf (7), Böhm (1), Paliga (3), Bretz (3), Wolf (2), Arch (10/4), Laudt (1), Pietzner (1), Kirschner (3), Bühler (1), Knop (3).

TV Hüttenberg - HSG Eibelshausen/Ewersbach 30:27 (14:13): Es war eine turbulente, ereignisreiche Partie, die ihren Höhepunkt in der blauen Karte gegen Hüttenbergs Lisa-Marie Naumann fand. In der 42. Minute knallte sie einen Siebenmeter zunächst an die Latte. Der Abpraller landete wieder in ihren Händen, allerdings traf sie beim Nachwurf auch das gestreckte Bein der Eibelshäuser Torhüterin. Der Ball landete zum 22:16 im Tor, doch es ertönte nicht nur der Torpfiff, sondern Naumann kassierte zudem die rote Karte mit Bericht.

Rot mit Bericht

»Lisa tut sich bei der Aktion der Torhüterin natürlich weh und macht in ihre Richtung einen Scheibenwischer«, erklärte TVH-Trainer Marc Langenbach. »Das hat der Schiedsrichter als Beleidigung geahndet, aber nicht, was die Torhüterin gegenüber Lisa gemacht hat.« Seine Damen ließen sich davon aber nicht mehr aufhalten, sondern brachten die Partie am Ende souverän nach Hause.

Tore Hüttenberg: Seipp (1), Lisa Tietböhl (11/2), Naumann (7/3), Happel (4), Braun (3), Saul (1/1), Fischer (2), Löffler (1).

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