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Befreiungsschlag!

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Linn Villwock lässt ihrer Kontrahentin keine Chance. © Schepp

Grünberg (zye). Raus aus dem Tabellenkeller: Mit Erleichterung hat Coach René Spandauw endlich wieder einen Sieg seiner Zweitliga-Basketballerinnen der Baskets Bender Grünberg gefeiert. Die Gäste vom SC Rist Wedel hatten die Grünbergerinnen von Anfang bis Ende im Griff.

B. B. Grünberg - SC Rist Wedel 71:56

Gegen Berlin hatte sich die steigende Leistungskurve der Bender Baskets bereits angedeutet. Gegen Wedel hatte sich das kontinuierlichere Training und der fast vollzählige Kader nun endlich ausgezahlt. Lediglich Lena Dzuiba fehlte verletzungsbedingt.

Neun Damen standen also Spandauw zur Verfügung, Rist Wedel reiste mit dem kompletten Kader an. Doch diesen vermeintlichen Vorteil sollte Wedel nicht nutzen. Ab der ersten Minute wirkten die Gallusdamen hellwach und hungrig nach dem ersten Sieg seit Monaten. Auch Wedel erleidet derzeit eine lange Durststrecke, was Erfolge betrifft. Doch nur Grünberg konnte den Negativlauf beenden.

Ab dem ersten Viertel gaben die Baskets Gas, waren dabei zwar insgesamt nicht sehr zielsicher (39 Prozent Zweier, 26 Prozent Dreier), aber dafür selbstbewusst. Neben den überzeugenden Auftritten der Importspielerlinnen Olivia Nash (18 Punkte, elf Rebounds) und Venla Varis (18 Punkte, neun Rebounds) gab es auch produktive Ansätze von Elisa Mevius (zwölf Punkte, zehn Rebounds, vier Steals) und Cora Horvath (zwölf Punkte, fünf Steals). Auch Linn Villwock (acht Punkte) hatte sehr effektive 17 Minuten Spielzeit.

Die Gäste vom SC führten nur im ersten Viertel mit einem Zähler, bevor Grünberg die Kontrolle übernahm. Wedel brachte erst im dritten Viertel das Punktekissen der Baskets mit einer »Alles oder nichts« Ganzfeldverteidigung zum Schmelzen. 58:54 stand es nach 35 Minuten.

Die Gäste kamen so nochmals bedenklich nah heran, nicht zuletzt auch wegen der erwartbar guten Leistungen von Kata Takacs (14 Punkte, acht Rebounds), Marianna Byvatov (zwölf Punkte) und Jessica Höötmann (elf Punkte, vier Rebounds). In der darauf folgenden Auszeit musste Spandauw bei seinen Schützlingen die Nervosität herunterdrehen: »Sie sollten sich wieder auf die Verteidigung verlassen und den Angriff weiterhin mutig angehen. Das haben sie glänzend umgesetzt.« Grünberg schloss das Spiel am Ende souverän ab. Wedel erreichte nur noch einen Feldtreffer in den letzten fünf Minuten.

Coach Spandauw sehr zufrieden

»In der Verteidigung waren wir sehr konsequent und konnten die Stärken von Rist Wedel eindämmen«, bewertete Spandauw, dessen Baskets mit 17 Steals und 44 Rebounds die Partie beherrschten. Auch das machte den Coach zufrieden: Seine Truppe erlaubte sich außergewöhnlich wenig Ballverluste (18). »Ich würde mich für diese von Rückschlägen gebeutelte Mannschaft freuen, wenn es nun in der Tabelle weiter nach oben geht. Alle zeigen noch immer viel Spaß, Zusammenhalt und Energie.«

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Nicht aufzuhalten: US-Import Olivia Nash setzt sich unter dem Korb gegen zwei Gegnerinnen durch. © Schepp

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