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Beine sind schnell müde

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In Berlin ist (mal wieder) für die Gießen 46ers um Bjarne Kraushaar nichts zu holen. © Eibner

Gießen. Dem überraschenden Sieg bei der BG Göttingen folgt eine wenig überraschende Niederlage bei Alba Berlin. Im vorletzten Ligaspiel der Basketball-Bundesliga unterliegen die Gießen 46ers in der Hauptstadt klar mit 80:109. Vor allem defensive Nachlässigkeiten besiegeln das Gießener Schicksal.

Alba Berlin - Gießen 46ers 109:80

Ohne Kendale McCullum und Nuni Omot starten die 46ers - bei denen mit Tim Uhlemann, Maxi Begue sowie Bjarne Kraushaar drei junge Korbjäger in der Startformation stehen - mit viel Mut und Spielfreude in die Partie. Ein erfolgreicher Dreier von Uhlemann sowie zwei Zähler von Kraushaar von der Freiwurflinie sorgen für einen frühen 5:0-Vorsprung. Auf der anderen Seite schlagen die Hauptstädter nach kleineren Startschwierigkeiten aber schnell zurück, kämpfen sich heran und gehen sogar kurzzeitig mit 10:13 aus Gießener Sicht in Front. Doch Bjarne Kraushaar, der sich insbesondere im ersten Akt zielsicher zeigt, punktet mit seinem zweiten Dreier zum zweiten Mal (13:13, 5.). In der Folge entwickelt sich ein klareres Bild ab: Berlin legt vor, die 46ers bleiben dran - weil beide Teams die Defensivarbeit vernachlässigen. Das Ergebnis: 22:30 nach den ersten zehn Minuten.

Dieses Bild soll sich auch nach der ersten Viertelpause nicht ändern. Immer wieder schnuppern die 46ers am Ausgleich, dieser soll ihn aber im weiteren Verlauf der Partie nicht mehr gelingen. Näher als drei Zähler kommen die Lahnstädter nicht mehr heran (33:36, 13.). Stattdessen legen die Albatrosse drei Gänge zu, zeigen sich nun auch in der Defensive griffiger. Das Resultat ist ein klarer 43:61-Pausenrückstand. Weil Gießen in der Abwehr jeder Zugriff verloren geht. Weil sich Alba in einer Angriffssequenz gleich zwei Offensiv-Rebounds sichert. Weil Shooting Guard Jonas Mattisseck im zweiten Durchgang vier von sechs Dreiern durch die Gießener Reuse bringt. Und weil die 46ers einen Berliner 16:0-Lauf erst am Ende des Viertels durch Florian Koch beenden können.

Dennoch: Man darf den 46ers an diesem Abend den Willen und Kampf nicht absprechen, sind die Hessen immerhin mit nur acht Spielern nach Berlin gereist. Dass auch in der Folge der große Sturmlauf ausbleibt, liegt auf der Hand. Zwar kommen die Mannen in Rot zu Beginn des dritten Quarters schnell auf 50 Punkte - auch weil Bjarne Kraushaar erneut dreifach punktet -, doch weiß Alba ebenso schnell nachzulegen (50:71, 23.).

Schnell findet aber der Schlendrian wieder Einzug ins 46ers-Spiel. Unsauberes Passspiel, eine unzureichende Chancenverwertung, viele unnötige Ballverluste - etwa als Maxi Begue an der Mittellinie das Leder verliert und Ben Lammers im direkten Gegenangriff per Alley-oop auf 77:53 (16.) stellt. Ein Gießener 9:0-Lauf zu Beginn des Schlussabschnitts beweist dennoch, dass die 46ers durchaus mitspielen wollen und sich nicht aufgegeben haben (69:86, 33.). Dass es am Ende dreistellig wird, kann der Absteiger jedoch nicht verhindern (80:109).

Alba Berlin: Lammers (3), Zoosman (2), Blatt (9), Sikma (13), Thiemann (1), Koumadje (8), Olinde (17), Schulte, Mattisseck (19), Smith (16), Machowski (5), da Silva.

Gießen 46ers: Fayne (20), Koch (6), Miller (15), Binapfl (4), Uhlemann (8), Begue, Laksa (10), Kraushaar (17).

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